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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Die heilige Thekla, Jungfrau und Märtyrerin (23. September)
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Der heilige Thekla, - Jungfrau und Märtyrerin im ersten Jahrhundert

  • Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 23. September
  • * unbekannt
  • am 23. September

Wie der heilige Erzmärtyrer Stephan an der Spitze jener zahllosen Schaar von Jünglingen und Männern steht, die mit ihrem Blute von Jesus, dem Sohne Gottes Zeugnis gegeben, so führt die heilige Thekla den Reigen jener unzählbaren Jungfrauen an, welche im Blute des Lammes ihre Kleider gewaschen, un mit der doppelten Krone der jungfräulichen Reinigkeit und des Martertumes geschmückt, am Throne ihres göttlichen Bräutigams stehen. Sie ist gewesen, was ihr Name heißt: „Standhaft” bis zum Ende.

Geboren zu Ikonium, der Hauptstadt Lykaoniens in Kleinasien, von heidnischen Eltern, die reich und vornehm waren, wurde sie von diesen der Erziehung gelehrter Männer übergeben, welche sie in alle Geheimnisse der damaligen gottentfremdeten Weltweisheit einweihten. Schön von Angesicht und dazu beredt und weise, war sie der Liebling ihrer Eltern, die sie auch aufs Beste zu versorgen dachten.— Da traf es sich, daß um das Jahr 45 nach Christi Geburt der heilige Apostel Paulus nach Ikonium kam und den Juden und Heiden dort selbst das Evangelium verkündete. Thekla, begierig , diesen weisen, fremden Mann zu hören, fand sich bei seinen Predigten ein, und bald fand sie bei den begeisterten Worten dieses begnadeten Herolds des Glaubens ihr Herz ganz umgewandelt. Solche Reden voll Geist und Wahrheit, voll Leben und Salbung, hatte sie noch nie vernommen aus dem Munde der Gelehrten ihrer Vaterstadt. Besonders machten seine Worte von dem erhabenen, himmlischen Stande der jungfreulichen Keuschheit, der dem Heidentume unbekannt war, den tiefsten Eindruck. Jesus stand ihr in jungfräulicher göttlicher Schönheit lebhaft vor Augen, die jungfräuliche Würde der gnadenvollen Gottesmutter Maria winkte ihr, und sie beschloß daher, Christin zu werden, und nachdem sie die heilige taufe empfangen, als Jungfrau zu leben und zu sterben.

Aber schon war sie von ihren Eltern einem reichen, vornehmen Manne, Thamyrus mit Namen, der in leidenschaftlicher Liebe zu ihr entbrannt war, zugedacht, und es sollte nun nach dem Willen des selben die Verehelichung vollzogen werden. — Allein Thekla erklärte feierlich, daß sie nie eine Ehe eingehen werde, sondern als Jungfrau leben und sterben wolle. Das kam den Eltern und dem Verlobten seltsam vor; sie konnten, weil sie Heiden waren, nicht begreifen, wie ein junges, schönes, gebildetes Mädchen den Ehestand, nach welchem die Mädchen der Heiden so gerne strebten, verschmähen könne, und wandten daher auch alle Mittel der Überredung, der Schmeichelei und selbst der Drohung an, um die Jungfrau auf andere Gesinnung zu bringen. Allein Thekla ließ sich nicht irre machen, sie blieb standhaft bei ihrem Entschlusse, und um den Zudringlichkeiten von Seiten der Eltern und des Thamyrus zu entgehen, verließ sie ihre Wohnung, und begab sich heimlich zu dem heiligen Apostel Paulus, der sich noch zu Ikonium aufhielt, um bei ihm Trost und Hilfe zu finden.

Verborgen der Welt, lebte sie nun unter den Augen des Apostels zurückgezogen nur mehr für Christus, ihrem göttlichen Bräutigam. Was Mädchen ihres Alters gewöhnlich lieben, das verachtete sie; demütig zu werden wie Jesus, rein zu sein wie Maria, war ihr einziges Bestreben, in den Himmel zu kommen, ihr Verlangen. gern war sie beriet, dagür Eltern, Freunde, Hab und Gut, Leib und Leben hinzugeben. Mit Nichts in der Welt hätte sie ihr in Christo verborgenes Leben, dessen Aüße ihr der heilige Apostel gelernt hatte, vertauscht.

Da geschah es, daß Paulus, von den Götzendienern der Stadt verfolgt, sich flüchten und die Stadt verlassen mußte. Sie durfte den heiligen Apostel nicht begleiten und mußte zurück bleiben. Groß war ihr Kummer, denn sie hatte vernommen, wie ihre Eltern und Thamyrus unausgesetzt nach ihren Aufenthalt forschten, um msie in ihre Gewalt zu bekommen. da faßte sie den Plan, mit einer ihrer vertrauten Mägde, die bei ihr geblieben, zu fliehen und dem heiligen Apostel nachzueilen. Allein ihre Flucht ward entdeckt, sie wurde eingeholt und in Verwahrung gebracht. Thamyrus versuchte noch einmal durch Schmeichelei und glänzende Versprechungen die gottselige Jungfrau für seine Wünsche zu gewinnen, auch ihre Mutter half ihm getreulich mit; allein da auch diesmal ihre Bemühungen scheiterten, eilte Thamyrus im wilden Zorne zum heidnischen Richter und gab Thekla als Christin an, damit sie zum Tode durch den Zahn der wilden Tiere verdammt würde.

Noch an demselben Tage wurde sie vor dem Richterstuhl geschleppt und zum Abfall von Christus aufgefordert. Da sie sich dessen standhaft weigerte, wurde sie alsbald, ihrer Kleider beraubt, im Amphitheater den wilden Tieren vorgeworfen. Doch leuchtender Glanz der Unschuld umstrahlte sie und entzog den lüsternen Blicken der Heiden den reinen Leib der Jungfrau. Und als die Löwen und Tiger auf sie losgelassen wurden und mit schrecklichem Gebrüll auf die zarte Jungfrau losstürzten, sieh`, da bebten die wilden Bestien zurück, rührten sie nicht an, sondern ihre Wildheit ablegend, setzten sie sich zu ihren Füßen nieder und beleckten wie sanfte Lämmer dieselben, als wollten sie hierdurch der heiligen ihre Verehrung bezeugen. man reizte nun die Tiere auf alle Art; allein sie blieben stille und sanft, und zogen sich scheu wieder in ihre Höhlen zurück. „Die wilden Tiere,” sagte der heilige Ambrosius in seiner Rede über die Jungfrauen, „nahmen eine sanfte Natur an in jenem Augenblicke, da aus dem Herzen der Menschen Sanftmut, Gerechtigkeit und Mitleid verschwunden waren.”

Der Richter geriet bei diesem wunderbaren Ereignisse, in welchem ihn selbst die wilden Tiere beschämten, in die größte Wut, und sandte die heilige Jungfrau gefesselt nach Rom, damit der Kaiser sie richte.

Angekommen in dieser Stadt der Götzen wurde sie zum Feuertode verurteilt. Schon loderte die Flamme des Scheiterhaufens empor, mitten in demselben stand die Jungfrau, aber ein sanfter Frühlingswind wehte ihr Kühlung zu, und die Flammen wichen zurück. Thekla blieb unversehrt. — Nun wurde sie in einen greulichen Kerker voll giftigen Gewürms geworfen, aber ein Blitzstrahl tötete die giftige Brut, sie entkam wunderbar dem Gefängnisse und floh nach Isaurien, wo sie in einer menschenleeren Gegend eine niedrige Hütte von Reisig sich baute und da ein strenges Büßerleben führte. Aber ihr Aufenthalt blieb nicht lange verborgen, und hunderte von Menschen wanderten zu ihrer ärmlichen Hütte, um aus dem Munde der heiligen Jungfrau Worte des Trostes und der Weisheit zu hören, und an ihren erhabenen Tugenden sich zu spiegeln.

Endlich kam ihr göttlicher Bräutigam, dem sie alles zum Opfer gebracht, um sie abzuholen zum himmlischen Hochzeitsmahle. Zu Seleuzia, der Hauptstadt Isauriens, wurde sie begraben, und unter den ersten christlichen Kaisern über ihren heiligen Gebeinen eine schöne Kirche gebaut, wohin von allen Seiten christliche Pilger walleten und viele Wunder geschahen. Wie sehr das Andenken dieser ersten Märtyrerin in der katholischen Kirche von jeher geehrt ist worden und noch geehrt wird, magst du, christlicher Leser, daraus ersehen, daß es in den gebeten, welche der Priester am Bette der Sterbenden verrichtet, also heißt: „O Herr, wie du einst die selige Jungfrau und Märtyrerin Thekla aus den drei so grausamen Peinen befreit hast, so mögest Du auch die Seele Deines sterbenden Dieners (Dienerin) erlösen und teilhaftig machen mit Dir der Freuden des Himmels.”

Die heilige Thekla wird abgebildet in jungfräulicher Kleidung, mit wilden Tieren zu ihren Füßen.

Quellen unter anderem: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

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