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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Der heilige Eustachius und seine Genossen, Märtyrer
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Der heilige Eustachius und seine Genossen - Märtyrer(griech. der Ährenreiche)

Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 20. September

* unbekannt      120

Früher (vor der Bekehrung) hieß der heilige Eustachius „Placidus”

Wie wunderbar Gottes Vorsehung oft die Menschenkinder zu seiner Verherrlichung und zu ihrem Heile leitet, kannst du sehen an dem heiligen Diener Gottes Eustachius und seinen Leidensgenossen.

Zur Zeit des Krieges gegen die Juden, unter den römischen Kaisern und Feldherren Vespasian und Titus, zeichnete sich durch seine Tapferkeit der edle Placidus besonders aus, und da er gleichen Mut auch im Kriege gegen die Dazier bewies, erhob ihn Kaiser Trajan zum Anführer der Reiterei. Er war entsprossen einer vornehmen Familie Roms, vermählt mit einer edlen Römerin, Trajana, und hatte zwei liebenswürdige Knaben. Obgleich noch ein Heide, lebte er doch mit seiner Familie nach der Stimme seines Gewissens gerecht und immer menschenfreundlich. Eben diese unter den Heiden so seltene Gewissenhaftigkeit zog ihm auch die hohe Gnade Gottes zu, die Wahrheit zu erkennen, die Christo Jesu erschienen ist.

Placidus, der sich in Friedenszeiten gerne mit der Jagd beschäftigte, stieß eines Tages auf ein Rudel Hirsche, unter denen er einen besonders großen bemerkte, der sich von den anderen trennte, und einem entgegengesetzten Teile des Waldes zu eilte. Von Begierde getrieben, diesen Hirsch zu erlegen, eilte er ihm nach in das Dickicht des Waldes. Lange verfolgte er ihn, aber vergeblich. Endlich erblickte er ihn, aber vergeblich. Endlich erblickte er ihn, auf einem Felsen stehend, und wie er sich anschickte, ihn zu erlegen, bemerkte er, daß derselbe etwas Glänzendes zwischen den Geweihen habe. Er trat nun näher und sah, daß dieser Hirsch ein Kruzifix auf der Stirne trage. Während er staunend die Erscheinung betrachtete, vernahm er eine Stimme, die sprach: „Placidus! warum verfolgst du mich? Ich bin Christus, der für dein und aller Menschen Heil am Kreuze gestorben ist. Ich habe deine Almosen gesehen und wohlgefällig aufgenommen, und während du auf die Jagd gegangen bist, um ein Wild zu erlegen, wollte ich dich selbst erjagen. ”

Als Placidus diese Worte vernahm, sank er anbetend in die Knie und fragte, wie einst Paulus: „ Herr, was willst du, daß ich tun soll?” Er hörte die Antwort: „Gehe in die Stadt zurück, suche den Bischof dort selbst, laß dich und dein Weib und deine Kinder taufen, und dann komme wieder hierher, damit du vernimmst, was du nun tun sollst, um die wahren Güter zu erlangen.”

Placidus erhob sich, eilte nach hause, erzählte seinem Weibe, was er gesehen und gehört und vernahm nun staunend aus ihrem Munde, wie auch sie eine Erscheinung gehabt und die Worte gehört habe: „Morgen wirst du mit deinem Manne und deinen Kindern zu mir kommen.” Beide zögerten nicht lange, sondern suchten den Bischof von Rom, und als sie denselben gefunden, kamen sie um Mitternacht mit ihren beiden Söhnen in die Versammlung der Christen, die sich vor den Heiden verborgen halten mußten. Dort wurden sie vom Bischofe und den Gläubigen freudig empfangen, in den notwendigen Glaubens-Artikeln unterrichtet und ihnen die heilige Taufe erteilt. Placidus erhielt nun den Taufnamen Eustachius „der Ährenreiche,” sein Weib den Namen Theopista „die Gottgläubige,” der ältere Sohn den Namen Agapetus „ der Geliebte,” und der jüngere wurde Theopistus „der Gottglaubende” genannt. — Hocherfreut war nun Eustachius, laut lobte er Gott für den Schatz des Glaubens, den er auf wunderbare, gnädige Weise gefunden, und kaum graute der Morgen, so eilte er dem Walde zu, um auf`s Neue die Stimme des Herrn zu vernehmen. Angekommen an dem Orte, wo sich ihm der Herr geoffenbart, ward er sich auf die Knie nieder und sprach:

„Herr! ich bitte dich, verleihe deinem Knechte, was du ihm versprochen.” Er vernahm deutlich die Worte: „Selig bist du, weil du die Gnade der Wiedergeburt in der Taufe empfangen und den Satan besiegt hast. Nun aber sollst du, wie mein Diener Job, versucht und geprüft werden, damit du die Krone der Verherrlichung empfangest. Trenne also dein Herz von der Eitelkeit der Welt, damit du reich werdest an geistlichen Gütern. Fürchte dich aber nicht, denn ich werde dich auch unterstützen mit meiner Gnade, wie einst meinen Diener Job, und dich glücklich machen, wie ihn. Die Wahl will ich dir aber überlassen, ob du jetzt oder gegen das Ende deines Lebens dulden willst die herbe Prüfung.”

Eustachius erwiederte: „Herr! wenn dieses geschehen muß, so verhänge jetzt Leiden über uns, unterstütze aber unsere Schwachheit mit deiner Kraft.” Der Herr versprach`s und Eustachius kehrte frohen Mutes zu den Seinigen zurück, denen er erzählte, was er gehört. — Weib und Kinder erklärten sich bereit, für Jesus Alles zu leiden.

Schon nach einigen Tagen berührte sie auch die Hand des Herrn. Eine pestartige Krankheit raffte schnell ihre ganze Dienerschaft und alles Vieh dahin. Diebe stiegen zur Nachtzeit in das Haus, schleppten alle Habe fort und zuletzt wurde auch das Haus ein Raub der Flammen. Die Heiden hielten diese Unglücksfäle für eine Strafe der erzürnten Götter und verachteten und verfolgten die schwer Geprüften. Eustachius, ganz verarmt, verlassen und verfolgt, sah sich genötigt, mit Weib und Kind das Vaterland zu verlassen. Schweigend und ergeben in den heiligen Willen Gottes nahm der heilige Mann diese schweren Leiden aus der Hand Gottes an und fest vertrauend auf den göttlichen Beistand bestieg er mit seiner Familie ein Schiff, das eben nach Ägypten segelte. Wohlbehalten kam er dort an; als er aber aussteigen wollte und nicht hatte, womit er das Überfahrtsgeld bezahlen konnte, behielt der Schiffsherr seine Gemahlin, die schöne Theopista, mit Gewalt als Unterpfand zurück, und fuhr wieder ab. Dieser unreine Mensch nämlich war von sündhafter Lust gegen das Weib entbrannt und suchte sie zu verführen. Doch Schmeichelei und Drohungen halfen ihm nichts; Theopista blieb standhaft und bald traf den Gottlosen die Hand des Herrn; nach wenigen tagen war er eine Leiche. Des Eustachius Schmerz war groß, wie man sich leicht denken kann. Er liebte seine Gemahlin und nun wurde er mit Gewalt von ihr getrennt, seine Kinder bedurften einer Mutter, und nun waren sie derselben beraubt. Wer wird den Schmerz schildern können, der sein Herz durchbohrte!

Tiefgebeugt, doch ergeben, nahm er die beiden Knaben, die ihn noch von Allem geblieben waren, was ihm teuer war, und durchzog die Gegend, um Nahrung zu suchen. Der Weg führte ihn an einen Fluß, den er übersetzen sollte. Aber weit und breit sah er keine Brücke, noch ein Fahrzeug. Er entschloß sich also, durch den Fluß zu waten. Da er aber die beiden Knaben nicht zugleich tragen konnte, so ließ er den einen am Ufer zurück und mit dem andern auf der Schulter durchwatete er glücklich den Fluß. Als er nun wieder zurück kehrte, um auch den anderen Knaben zu holen, mußte er mit Schrecken wahrnehmen, wie ein Wolf daher kam, und das Kind vor seinen Augen davon trug. Vor Angst und Entsetzen schaute er um den anderen Knaben um, aber, o schauderhafter Anblick! ein Löwe eilt aus dem nahen Wald, nimmt den Knaben, der vergeblich nach dem Vater rief, in seinen Rachen und läuft davon.

Laut schrie Eustachius vor Jammer und Elend; schon war er im Begriffe, sich in den Wellen des Flüßes zu begraben, doch schnell kam ihm der Gedanke, daß Gott dies Opfer von ihm fordere; er ermahnte sich, flehte zum Himmel um Trost und Stärke, und stieg dann an das Ufer. Er wollte in den Wald dringen, um doch Einen Knaben aus dem Rachen der wilden Tiere zu retten, doch bald besann er sich wieder und sah ein, daß dies vergeblich sei. Er fiel nun auf die Knie nieder, empfahl Weib und Kind in seinem mächtigen Schutz und aus der Tiefe des Herzens, mit dem Dulder Job rufend; „Herr! du hast sie gegeben, du hast sie genommen, du kannst sie wieder geben; gebenedeit sei dein Name!” setzte er seinen Weg fort. Nach einiger Zeit erreichte er endlich ein kleines Dorf, wo er bei einem wohlhabenden Landmanne Aufnahme fand und fünfzehn Jahre in aller Geduld und Treue als Knecht diente. Still und in sich gekehrt, vollzog er ruhig seine Arbeit, und sein leutseliges Betragen, sein reiner Lebenswandel machten ihn bald den Bewohnern das Dorfes zum Liebling.

Mittlerweile wurde das römische Reich von mehreren Seiten mit Krieg überzogen und der Kaiser kam in großes Gedränge. Da erinnerte sich Trajan seines ehemaligen Feldherrn Placidus. Er wußte, daß der selbe das Land verlassen habe und beschloß nun, ihn aufsuchen zu lassen und an die Spitze seines Kriegsheeres zu stellen. Er ließ daher an alle Statthalter des reiches den Auftrag ergehen, den Placidus ausfindig zu machen mit dem versprechen einer großen Belohnung für den, welcher von seinem Aufenthalte Kunde zu geben wisse.

Zwei Soldaten hatten sich deshalb auf den Weg gemacht, teils, um die Belohnung zu gewinnen, teils um den geliebten Feldherrn, unter dem sie schon gedient, wieder zurück zu bringen. Sie zogen von Dorf zu Dorf einer jeden Provinz. Eines Tages nun kamen sie in den Ort, wo Eustachius sich aufhielt. Gerade kehrte derselbe vom Felde zurück. Die Soldaten kannten ihn nicht mehr; denn Kummer und Alter hatten seine Züge entstellt. Er aber kannte sie wohl, ließ sich aber davon nichts merken. Die Soldaten fragten ihn, ob er ihnen nicht über einen gewissen Placidus Auskunft geben könne, der mit Frau und zwei Kindern in dieser Gegend sich aufhalten müsse. Eustachius, der sich nicht zu erkennen geben wollte, lud sie freundlich ein, mit ihm in das Haus zu gehen, wo er ihnen Speise vorstellen ließ und sie bediente, aber dabei sehr betrübt aussah. Dies fiel den beiden Soldaten auf und als sich gerade Eustachius entfernte, sagte der Eine: „Dieser Mann sieht dem Placidus sehr ähnlich. Ich erinnere mich, daß Placidus eine Narbe auf der Stirne habe. Wenn der Mann wieder herein kommt, wollen wir ihn genauer betrachten, ob er nicht ein solches Wundmahl auf der Stirne hat. Ist es so, dann ist er der Feldherr Placidus und wir sind glücklich.” Als nun Eustachius in das Zimmer trat, beobachteten ihn die Soldaten genau, und kaum hatten sie die Narbe an seiner Stirne bemerkt, als sie vor Freude aufsprangen, seine Hände küßten und ihm den Willen des Kaisers entdeckten.

Eustachius, der sein Vaterland immer noch liebte, zögerte nicht, zu gehorchen. Mit Tränen nahm er Abschied von den Landleuten, die ihn nur mit Schmerz scheiden sahen und zog nun mit den beiden jubelnden Soldaten an den Hof des Kaisers, der ihn mit aller Freude und Ehre empfing und sogleich an die Spitze des Heeres stellte, das aus den tapfersten jungen Männern bestand. Mit diesem Heere errang nun Eustachius bald die glänzendsten Siege über die Feinde und kehrte mit Ruhm bedeckt aus dem Morgenlande zurück.

Auf dem Rückmarsche hielt das Heer in einer Stadt und deren Umgebung einen Rasttag. Zwei junge Hauptleute, die sich im Kriege sehr ausgezeichnet hatten, wurden zusammen in einem Hause einquartiert. Da wurden sie mit einander näher bekannt, und erzählten sich gegenseitig ihre Schicksale. Wie sehr erstaunten sie aber, als sich heraus stellte, daß sie jene beiden Kinder seien, welche wilde Tiere geraubt hatten. Sie vielen sich vor Freude weinend um den Hals und konnten sich einander nicht satt sehen. Während dies geschah, hatten die beiden Brüder nicht bemerkt, wie die Magd des Hauses ihrer Erzählung zuhörte und sie immer abwechselnd mit pochendem Herzen anblickte. Als sie sich nun in die Arme fielen, konnte sich die Magd nicht länger halten und mit dem Ausrufe:

„O meine geliebten Kinder!”

sank sie vor Freude ohnmächtig zu Boden. Die beiden Brüder hoben sie sogleich auf, erkannten aber nicht, wer diese Magd sei. Als diese aber wieder zu sich gekommen und nun freudetrunken die Arme ausstreckte mit den Worten: „Ihr seid ja meine geliebten Kinder! aus euren Worten habe ich es erkannt, ” da endlich schauten sie die vermeintliche Magd näher an und erkannte nun aus ihren Zügen das Bild ihrer so lange vermissten Mutter. Keine Feder mag beschreiben die Wonne, welches das Herz der Mutter und der beiden jungen Krisgsmänner erfüllte. Jetzt ging es auf`s neue an`s erzählen. Die Mutter beschrieb den Söhnen ihr Schicksal. „Als ich, sprach sie, von dem gottlosen Schiffsherren zurück behalten wurde, um ihm zur Befriedigung seiner scheuslichen Lüste zu dienen, da beschützte mich Gottes Hand, er fiel tot zu Boden, ich aber wurde an`s Land gesetzt, und da ich allein in der fremden Welt stand, sah ich mich gezwungen, in diesem hause Dienste zu nehmen, wo es Gottes weise Vorsehung gefügt hat, euch nach fünfzehn Jahren wohlbehalten zu finden. Wo aber, fragte sie jetzt, wird euer Vater sein?” Die beiden Söhne wußten von ihm keine Auskunft zu geben, was Mutter und Kinder tief betrübte. Doch dachten sie, Derjenige, welcher uns so wunderbar zusammengeführt, wird uns auch den Vater wieder finden lassen, und so geschah es auch.

Das Kriegsheer brach auf; die beiden Brüder mußten mit fort ziehen. Ihre Mutter Theopista wollte sie nicht mehr verlassen- Sie ging also zum Feldherrn und bat ihn, ihr zu erlauben, unter der Bedeckung des Heeres mit nach Rom ziehen zu dürfen. Kaum aber hatte derselbe die Frau gesehen und gehört, als er sie mit dem Ausrufe: Meine geliebte Theopista! in seine Arme schloß und mit zum Himmel erhobenem Blick Gott dankte. Als sie ihm aber entdeckte, daß sie auch die beiden geliebten Kinder gefunden habe, da kannte seine Freude keine Grenzen. Sogleich ließ er die beiden jungen Hauptleute zu sich kommen. Nicht zu Beschreiben ist die Freude dieser glücklichen Familie und ihres Dankes gegen Gott, der sie so wunderbar erhalten, so liebend wieder zusammengeführt! Nun mußten die beiden Söhne ihr Schicksal erzählen. Sie sprachen: wir wurden von wackeren Landleuten den wilden Tieren abgejagt und von ihnen erzogen. Als der Krieg ausbrach, und jedes Dorf Soldaten stellen mußte, wurden wir ausgewählt und zum Heere geschickt. Ohne uns zu kennen, machten wir den Feldzug mit, bis wir uns in Gegenwart unserer Mutter kennen lernten. Da dankten alle dem lieben Gott, de sie so wunderbar geleitet. „Ja, sprachen sie, Gott verläßt die Seinen nicht, er schlägt Wunden und heilt sie wieder, er richtet auf die Gebeugten und behütet die Fremdlinge, er läßt viel Drangsal kommen über die, so ihn fürchten, aber aus allen rettet sie seine Hand!” Als bekannt wurde, daß der geliebte Feldherr Weib und Söhne wieder gefunden, da freute sich auch das ganze Kriegsheer, und jubelnd zog man nun der Hauptstadt zu.

Dort war unterdessen Kaiser Trajan, welcher Eustachius wohl gewogen war, gestorben und Kaiser Hadrian sein Nachfolger geworden. Eustachius zog an der Spitze des Heeres im Triumphe in die Stadt ein. Der Kaiser erwies ihm die höchsten Ehrenbezeigungen, aber Gott wollte seinem frommen Diener einen glänzenderen Triumphe bereiten; er wollte ihm statt der vergänglichen Lorbeer-Krone die unvergängliche Krone des Himmels zu Teil werden lassen, und ihn so belohnen für die Treue, womit er ihm gedient. es war Brauch bei den Römern, daß der Feldherr nach erfochtenem Siege in den Tempel des Jupiters hinauf steigen, und dort diesem Götzen Opfer bringen mußte, während dessen gefangene Feinde über einen Felsen hinabgestürzt wurden. Auch Eustachius sollte opfern, aber er weigerte sich, zu kommen. Da ließ ihn der Kaiser rufen und stellte ihn zur Rede. Mit unerschrockenem Mute antwortete Eustachius:

„Ich bete Christum an, und ihm allein opfere ich.”

Vergeblich drohte ihm der wütende Kaiser mit den Zähnen der wilden Tiere. Eustachius blieb standhaft, und so ließ ihn denn der Kaiser, uneingedenk seiner Verdienste um das Vaterland, samt Weib und Kindern in das Amphitheater führen und dort den wilden Tieren preisgeben. Doch die Löwen, welche losgelassen wurden, waren sanfter als die Menschen; sie schmiegten sich wie Lämmer zu den Füßen der Heiligen und taten ihnen nicht das geringste Leid. Der verblendete Kaiser aber, dadurch noch mehr gereizt, befahl einen ehernen Ochsen, der zur Marter der Christen bestimmt war, glühend zu machen, und die heiligen Bekenner darin zu verbrennen. Es geschah. Eustachius warf sich mit seinem Weibe und seinen beiden Söhnen auf die Knie nieder und betete, während der eherne Ochse in Glut gesetzt wurde. Hierauf umarmten sich alle, bezeichneten sich mit dem Kreuze und wurden in den Bauch des Ochsen gestürzt. Kaum waren sie in die Glut geworfen, als sie alle ihren Geist aufgaben. Nach drei Tagen wollte man den Ochsen von der Asche und den verbrannten Knochen reinigen, fand aber die Leichname unverletzt, was viele Heiden bewog, den christlichen Glauben anzunehmen.

Die Gläubigen verschafften sich die heiligen Leiber, begruben sie ehrenvoll und erbauten über dem Grabe in der Folge ein schöne Kirche. — Ihre Marter ereignete sich am 20. September 120.

Der heilige Eustachius wird abgebildet in Kriegs-Kleidung, einen Hirsch mit einem Kruzifix auf der Stirne neben sich, ein Horn an der Seite und eine Lanze in der Hand.

Der heilige Eustachius ist einer der 14 Nothelfer

Patrone:
Der Klempner, Förster, Jäger, und der Stadt Madrid, Tuchhändler, Krämer, gegen Insektenplage, und auch bei traurigen Familienschicksalen,

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

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  11. • Felix und Regula
    Paphnutius
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