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Der heilige Joseph von Cupertino, Kapuziner
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Der heilige Joseph von Cupertino, - Kapuziner

Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 18. September

* 17. Juni 1603 in Cupertino bei Lecce (Italien)   am 18. September 1663 in Osimo bei Ancona

Legende von Karl Borromäus Bestlin
Wie Gott die heilige Hildegardis durch himmlische Erscheinungen ausgezeichnet hat: so begnadigte er den Heiligen Joseph, nach seinem Geburtsorte Cupertino im Königreiche Neapel so genannt, durch Verzückung und verklärung seines Leibes. der Heilige war Ordenspriester in dem Franziskanerkloster zu Grotella. Durch Fasten und Beten, durch Bußgürtel und geißel hatte er seinen Leib in solche Dienstbarkeit gebracht, daß dieser mit der hochlodernden Liebe seines Geistes sich wie ein Vogel in die Lüfte erhob. Wurde der Name Gottes, Jesu Christi, seiner gebenedeiten Mutter oder ein anderer heiliger Name ausgesprochen; ertönte der Schall einer Glocke oder Kirchengesang; wurde das Leiden des Herrn erwähnt, von der Seligkeit des Himmels geredet, oder ein heiliges Bild angesehen: so kam er in den Zustand himmlischer Entzückung, und sein Leib mußte dem Fluge seines Geistes folgen. So hörten eines Tages die Brüder einen fünfmal aufeinander folgenden Schrei; sie eilten dorthin, woher der Schrei kam, und siehe! Joseph hängt oben an der Decke, ein dort befindliches Kreuz umarmend. In der heiligen Weihnacht flog er einem Vogel gleich von der Mitte der Kirche bis zum Hochaltar, der mehr, als 50 Fuß entfernt war, und umfaßte den Tabernakel in der Verzückung wohl eine Viertelstunde lang. Bei der Darbringung des allerheiligsten Opfers kam er am öftesten in den Zustand der Verzückung. dabei sah ihm einmal der protestantische Herzog Friedrich von Braunschweig zu, ohne daß der Heilige es wußte. Als er die Heilige Hostie brechen wollte, vermochte er es nicht; nach kurzer Zeit flog er fünf schritte in der Luft vom Altare weg und wieder zurück; jetzt konnte er die Hostie brechen, darüber gab der Heilige seinem Obern die Auskunft:

„Du, so du mir diesen Morgen zur heiligen Messe gesandt, haben ein hartes Herz, denn sie glauben nicht Alles, was die Kirche glaubt; darum hat sich das Lamm Gottes heute unter meinen Händen erhärtet, daß ich`s kaum brechen konnte.”

Der Herzog kehrte später zur katholischen Kirche zurück, da er solche Wunder gesehen. Die Reinigkeit hatte der Heilige zu jeder zeit bewahrt und von seinem Leibe ergoß sich ein überaus lieblicher Wohlgeruch. Deshalb erkannte er unkeusche Menschen an dem üblen Geruche, der von Ihnen ausging; er fiel manchmal, von diesem Gestanke betäubt, in Ohnmacht; nur mit Mühe konnten ihn daraus die Brüder erwecken. Seine Verzückungen dauerten fort und noch von seinem Krankenlager aus eilte er wie im Fluge die Treppe in die Kapelle hinab, wo er, das Antlitz in Verklärung strahlend, den göttlichen Erlöser in der heil. Hostie empfing. Oftmals rief er, die Hand auf seinem Herzen: „O Liebe, Liebe!” Und die Liebe verzehrte sein Herz; denn nach seinem Tode, der im Jahre 1663 erfolgte, fand man das selbe ganz vertrocknet.

Legende eines römisch-katholischen Kurat-Priesters
1. Seine Leiden in der Jugendzeit
Eine harte Schule der Leiden hatte der heilige Joseph von Cupertino, der Sohn eines armen Schusters zu Cupertino, einer kleinen Stadt im Königsreiche Neapel, von früher Jugend an durchzumachen. Seine Mutter hatte zwar viel Religion, aber zugleich auch ein sehr rauhes Gemüt und ein strenges ernstes Wesen. Wegen jeder Kleinigkeit bestrafte sie ihn hart. Er beklagte sich indeß nicht darüber und trug auch keinen Haß darüber im Herzen. In seinem achten Jahre bekam er eine Geschwulst am Knie, die sich entzündete, in Fäulnis überging und von Würmern wimmelte. Er verlor dabei so viel Kräfte, daß er nicht mehr gehen konnte. Tag und Nacht ließen die Schmerzen nicht nach. Man suchte Hilfe bei den Ärzten, aber vergebens. Anfangs konnte er sich noch mühsam an einer Krücke in die heilige Messe schleppen, wo er stets großen Trost fand. Allein bald wurde dies unmöglich und er bat die Mutter inständig, ihm doch von Zeit zu Zeit in die Kirche zu tragen. Die Mutter aber, wie streng sie auch gegen das gesunde Kind war, hatte nun mit dem Kranken um so mehr Erbarmen und trug es täglich zur heiligen Messe. Sechs Jahre dauerte dieses Leiden. Da ward er in der Kirche „Maria Gnaden” in Galatone wunderbar geheilt. — Seine Schmerzen schwanden augenblicklich und am folgenden Tage konnte er mit einem leichten Stabe zu Fuß nach Hause gehen. —

2. Seine Leiden und Abtötungen im Klosterleben.

  1. In seinem siebzehnten Jahre trat er als Laienbruder in den Kapuzinerorden. Da er aber entweder wegen seines schwachen Gesichtes oder wegen seines natürlichen tiefen Nachdenkens zu den Handarbeiten seines Standes nicht taugte, ward er nach acht Monaten deiner Probezeit entlassen.
  2. Im Jahre 1621 ward er auf Verwenden seines Oheims, eines Minoriten, im Kloster zu bella Grotella, als Tertiar aufgenommen und im Jahre 1624 als Clerikus eingekleidet. — das studieren kostete ihm viel Mühe und er bekam deswegen manchen Verweis, den er in Demut annahm. Im Jahre 1628 ward er zum Priester geweiht. Nun nahm er sich vor, nach der höchsten Vollkommenheit zu trachten, in einer gänzlichen Entäußerung vom Irdischen zu leben, alle evangelischen Tugenden zu über, besonders aber sich selbst zu verläugnen und die strengste Buße zu üben. Die Kasteiungen, denen er sich unterzog, gingen beinahe über die menschlichen Kräfte; man nannte ihn daher einen „Martyrer der Buße”. — Die erstaunlichen Entzückungen, in die er oft geriet und die Heiligkeit seines Lebens brachten ihn in einen solchen Ruf, daß die Leute in die Wette liefen, ihn zu sehen und sich seinem Gebete zu empfehlen, von welchem Viele durch Erlangung besonderer Gnaden die Wirkung erfuhren. —
  3. Um diesen Zusammenlauf von Menschen zu verhindern, ward er im Jahre 1638 nach Assisi versetzt. Da selbst ward er aus Gottes Zulassung von heftigen, sowohl äusseren, als inneren Versuchungen bestürmt, durch welche seine Tugend stets mehr gereinigt wurde. denn der Obere dieses Klosters behandelte ihn eine Zeitlang hindurch sehr hart, er gab ihm fortwährend bittere Verweise und beschuldigte ihn des Stolzes und der Gleißnerei. Der Heilige litt Alles mit ungemeiner Geduld, Demut und Ergebung. Dies aber schmerzte ihn, daß er auf einmal alles himmlischen Trostes beraubt ward. Seinen Geist umwölkten dicke Finsternisse; sein Herz ward dürr und trocken, er fand keinen Geschmack am Psalmen singen; er hatte keine Freude mehr, wann er zum Altare ging und betete; der Himmel schien für ihn von Erz geworden zu sein, denn es fiel nicht Ein Tropfen von dem Taue desselben auf ihn herab. Er wurde zu eben derselben Zeit mit heftigen unreinen Versuchungen geplagt, wann er wachte und mit den abscheulichsten Bildern, wann er schlief. So brachte der Heilige seine tage in Betrübnis und Tränenn zu, er unterließ aber dabei nichts von seinen gewöhnlichen Übungen und Strengheiten. Dieser Kampf dauerte zwei Jahre. Nachher gefiel es dem Herrn, ihm die vorige Geistesruhe zu schenken, sein Herz wieder mit häufigen Gnaden und Tröstungen zu erfreuen. Er wurde auch, wie vormals, öfters zum Erstaunen Aller auf eine außerordentliche Art entzückt.
  4. Um keinen Auflauf unter dem Volke zu veranlassen, ward er 1653 in der Stille in das Kapuzinerkloster zu Pietrarossa und dann zu Fossombrome gebracht. Der demütige Diener Gottes gehorchte den Befehlen der Oberen wie ein sanftes Lamm; doch gereichte es ihm zum großen Troste, als er 1657 in das Konvent der Minoriten zu Osmo gebracht wurde, und er nun seine übrigen Lebenstage unter seinen Mitbrüdern zubringen konnte. Er lebte dort ganz abgeschlossen und las in einer besonderen Kapelle die heilige Messe. Doch fühlte er sich in seiner Einsamkeit ganz glücklich.

3. Seine letzte Krankheit.
Gegen Ende seines Lebens überfiel ihn ein hitziges Fieber, das beiläufig einen Monat anhielt, dazu kam ein große Magenschwäche. So entkräftet er aber durch seine Bußwerke und seine Krankheit war, so verrichtet er doch das heilige Meßopfer mit der größten Wonne seines Herzens fast bis an sein Ende. Und da seine Kräfte ganz erschöpft waren und das Übel immer ärger wurde, merkte er, daß seine letzte Stunde nahe komme. Er empfing nun die heiligen Sakramente mit außerordentlicher Andacht, wiederholte oft mit einem von Liebe brennenden Herzen:

„Ich wünsche, daß meine Seele von den Banden des Leibes befreit werde, um mit Jesu Christo vereinigt zu werden. Gott sei Dank und Lob! Gottes Wille geschehe! Gekreuzigte Jesus, nimm mein Herz und entzünde in dem selben das Feuer deiner Liebe.”

Er entschlief am 18. September 1663 sanft im Herrn.

Quellen:

    Diverse und Encyklopädien sowie insbesondere
  • Lebensbilder der heiligen Gottes auf alle Tage des Jahres eines römisch-katholischen Curatpriester von 1877
  • unter anderem aus der Legende der Heiligen für katholische Schulen und katholische Familien von Karl Borromäus Bestlin, Stadtpfarrer der Stadt Weil von 1857.

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