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Der heilige Magnus oder Mang, Abt zu Füssen (6. September)
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Der heilige Magnus oder Mang, - Abt zu Füssen

Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 6. September

* unbekannt      um 655

Es war um das Jahr 610 nach Christi Geburt, als drei Mönche an den Ufern des Bodensees in der Schweiz erschienen und den dort noch heidnischen Bewohnern den Namen Christi verkündeten. Der Eine war der heilige Kolumban, die beiden anderen waren der heilige Gallus und Magnus. Hier verweilten sie einige Zeit zu Arbon bei einem frommen Priester, Namens Willimar, und zogen dann in die liebliche Gegend von Bregenz, wo ein der heiligen Aurelia geweihtes Kirchlein stand. Sie bauten sich Hütten um das Kirchlein, legten einen Garten an, pflanzten fruchtbare Bäume und machten das unbebaute Land urbar. Noch mehr aber verlegten sie sich auf den Unterricht der Heiden und ihre Bekehrung zum Christentum. Drei Jahre arbeiteten sie unermüdlich, als Kolumban den Wanderstab ergriff, um nach Italien zu ziehen. Bruder Gallus war krank geworden und konnte nicht mitziehen. Kolumban ließ ihm den frommen Magnus zurück, auf daß er ihn pflege, und kündigte diesem an, daß Gottes Hand mit ihm sein und er in Deutschland den Namen des Herrn durch Verkündigung des Evangeliums verherrlichen werde. Auch befahl er ihm, er solle auf die Nachricht seines Todes sein Grab besuchen und seinen Hirtenstab für Gallus abholen zum Zeichen, daß dieser des Gehorsams, den er ihm gelobt, entbunden sei. Magnus pflegte mit aller Sorgfalt den kranken Gallus und als dieser genesen war, zog er mit demselben und noch einem Bruder, Theodor mit Namen, in eine Einöde, wo sie Zellen bauten und unter Gebet, Feldbau und Verkündigung des Evangeliums ihr Leben zubrachten. So entstand das berühmte Kloster und die Stadt St. Gallen in der Schweiz.

Nach einigen Jahren starb der heilige Kolumban im Kloster Bobio in Italien, und Magnus, der durch göttliche Eingebung seinen Tod erfahren hatte, machte sich alsbald auf den Weg, um sein Grab zu besuchen. Er kam wohlbehalten dort an, und brachte glücklich den Stab des Heiligen zurück. Nun wurde Gallus Abt und unter seiner Leitung führte Magnus ein gottseliges Leben. Er war zufrieden mit der Armut und freute sich, in stiller Einsamkeit seine Tage beschließen zu können. Allein Gott wollte sich seiner zu größeren Werken bedienen.

Nach des heiligen Gallus Tod wurde er Abt und bald darauf wurde das Kloster von Feinden überfallen, geplündert, das Grab des Gallus entweiht und er und Bruder Theodor entgingen mit genauer Not dem Tode. Zwar kam ihnen der Bischof Busso v. Konstanz zu Hilfe, brachte ihnen Speise und Kleidung, richtete die Grabstätte des heil. Gallus wieder her und wünschte, daß die frommen Mönche bleiben möchten; allein der heilige Magnus, gedenkend der Vorhersagung des heiligen Kolumban, fühlte sich gedrungen, auch an andern Orten den Namen des Herrn zu verkünden. Da aber er und Bruder Theodor, der ihn begleiten wollte, nicht wußten, wohin sie sich wenden sollten, so baten sie Gott um Erleuchtung und siehe da, es kam unerwartet ein Priester mit Namen Tozzo aus dem Allgäu, im heutigen bayerischen Schwaben, in die Zelle des heiligen Gallus, um an seinem Grabe zu beten und sich ihnen zum Wegweiser anzubieten. Freudig nahmen sie den Priester auf wie einen Gesandten Gottes, verabschiedeten sich von des heiligen Gallus Grab und ihren Mitbrüdern und zogen getrost ihrem neuen Bestimmungsorte zu. Unterwegs sprach sie ein Blinder um Almosen an. Magnus, selbst arm, blickte zum Himmel und betete, bestrich die Augen des Blinden mit Speichel, rief den Namen Jesus an und sogleich erhielt der Blinde das Augenlicht. Gott lobpreisend, fiel er dem Heiligen zu Füssen und bat ihn, sein Begleiter sein zu dürfen. Seine Bitte wurde ihm gewährt und so wanderten nun alle vier Männer der Gegend des heutigen Kempten zu. Damals war das Land dortselbst noch wild und wegen der Menge giftigen Gewürmes unbewohnbar. Der Priester Tozzo gab den Rat, schnell vorüber zu eilen, um den wilden Tieren nicht zum Raube zu werden. Allein Magnus beschloß im Vertrauen auf Gott zu übernachten und die Gegend von den giftigen Tieren zu befreien.

Ganz besonders vertrieb eine große Schlange die Menschen aus der Nähe und erfüllte Alles mit Schrecken. Magnus lud seine Gefährten zum Gebete ein; diese aber bestiegen vor Angst einen Baum, nur Magnus kniete sich auf die Erde nieder. Da stürzte plötzlich die Schlange in blitzschnellen Sprüngen daher; allein Magnus erhob sich, bezeichnete sich mit dem heiligen Kreuze, setzte, den Stab in der Hand, heilige Reliquien in einem Kreuze am Halse, mit einem kühnen Sprunge über eine breite Kluft und ging dem Ungeheuer entgegen. Staunen und Schrecken erfüllte seine Begleiter. Wie vom Blitze getroffen, stürzte die Schlange nieder und auch die übrige giftige Natternbrut war verschwunden. Bald wurde dies Wunder den Bewohnern der Umgebung kund; sie kamen herbei und nahmen auch bereitwillig das Wort des heiligen Christusglaubens aus dem Munde des heiligen Magnus an. Die da glaubten, taufte der Priester; es bildete sich bald eine Gemeinde und da der heilige Magnus weiter ziehen wollte, wurde Theodor zurückgelassen, um das angefangene Werk fortzusetzen und der sehend gewordene Bettler wurde ihm beigegeben.

Magnus wanderte mit Tozzo weiter und drangen, vertrauend auf Gottes Beistand, in die Gebirge des heutigen Allgäues ein, bis nach Füssen, wo er einen Ruheplatz sich suchte, ein Klösterlein erbaute und nun mit den Brüdern, welche er aufnahm, sogleich Hand ans Werk legte, die Umgegend in wirtbares Land umzuschaffen und die Bewohner dem Glauben an der Herrn Jesus zu gewinnen. Sein eifriges Wort fand gute Herzen, bald trug es herrliche Früchte. Im Kloster herrschte, vom Beispiele des heiligen Abtes angefeuert, die größte Frömmigkeit und die umliegenden Bewohner konnten Gott nicht genug danken, daß er ihnen so gottliebende Männer gesendet hatte. — Mit dem rechtschaffenen Leben wuchs auch ihr Wohlstand; Ackerbau und Viehzucht und das Auffinden und Graben von Eisenerz, dessen Gewinnung sie die Klosterbrüder lehrten, verschaffte ihnen reichlichen Unterhalt. Der heilige Magnus, der so reichen geistlichen und zeitlichen Segen spendete, war noch nicht Priester. Bischof Wikterp von Augsburg, der ihn kannte und hoch schätzte, wollte ihn zum Priester weihen, allein er hielt sich dieser hohen Würde nicht fähig. Nur ein ausdrücklicher Befehl des Bischofs vermochte ihn, die Weihe anzunehmen.

Als Priester verdoppelte er seinen Eifer und zwanzig Jahre arbeitete er rastlos im Weinberge des Herrn, bis das hohe Alter ihn auf das Krankenlager warf. Er fühlte die Nähe seines Todes und ließ seinen treuen Gefährten Theodor von Kempten herbeirufen. Der Priester Tozzo war nach des Bischofs Wikterp Tod sein Nachfolger im bischöflichen Amte geworden. Auch dieser eilte herbei und so hatte der Heilige die Freude, in den Armen seiner beiden treuesten Freunde zu sterben. Beweint von den Ordensbrüdern, tief betrauert von den Bewohnern des Allgäues starb der heilige Abt den Tod des Gerechten um das Jahr 655. Im Jahre 829 ward durch Bischof Hanto von Augsburg sein Grab eröffnet, der Leichnam unversehrt befunden und mit großer Feierlichkeit erhoben. Viele Wunder geschahen an seinem Grabe durch Berührung seines Stabes und seiner priesterlichen Kleidung. Papst Johann IX. sprach ihn heilig und das Schwabenland verehrt ihn als seinen Apostel.

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

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