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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Der heilige Konrad, Bischof zu Konstanz
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Der heilige Konrad, - Bischof zu Konstanz

  • Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 26. November
  • * um 900     
  • am 26. November im Jahr 974

Der heilige Konrad stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Altdorf. Seine gottesfürchtigen Eltern übergaben ihn als zarten Knaben dem Bischof Nothing zur Erziehung. Unter den Augen dieses frommen Mannes nahm er wundersam zu an Tugend und Wissenschaft. Das Kriegshandwerk, welches damals die großen Herren sehr liebten, war ihm verhaßt. Im war das in Christus verborgene Leben lieber; daher wählte er den geistlichen Stand, um sich ungeteilt Gott hingeben zu können. Sein eingezogenes Betragen, seine zarte Unschuld, die ihm aus den Augen leuchtete, machte seinem Erzieher die größte Freude; oft ruhte sein Auge mit Wohlgefallen auf dem Antlitz des reinen Jünglings. Als Konrad Priester wurde, ließ ihn der Bischof nicht von seiner Seite; er bediente sich seiner reichen Kenntnisse zur Führung seines Amtes und erhob ihn zu seinem Vikar. Geistlichkeit und Volk war damit zufrieden; Alles liebte ihn wegen seiner Gewissenhaftigkeit und Bescheidenheit.

Inzwischen starb der gottselige Bischof Nothing. Der heilige Ulrich, Bischof von Augsburg, bestattete ihn zur Erde. Nach der Leichenfeier beratschlagte sich die Geistlichkeit über einen Nachfolger. Der heilige Ulrich, dem es um einen würdigen Bischof ging, ordnete deshalb ein dreitägiges Gebet und Fasten an. Als die Wahl vor sich ging, welche der hl. Ulrich leitete, nannte derselbe den Konrad. Sogleich stimmte ihm Geistlichkeit und Volk einstimmig und mit Freuden bei; nur Konrad trauerte und wollte sich nicht bewegen lassen, eine Würde anzunehmen, der er sich nicht würdig und gewachsen hielt. Letztendlich mußte er den dringenden Bitten des heiligen Ulrich nachgeben und sich zum Bischof weihen lassen. Sein Leben als Bischof verfloß in beständiger Ausübung guter Werke. Dreimal pilgerte er nach Jerusalem, zum Grab des Erlösers. Zu Konstanz baute er drei Kirchen, die er mit frommen Priestern versah. Für die Armen errichtete er ein Spital, worin täglich zur Erinnerung an die zwölf Apostel zwölf Arme gepflegt wurden. Seine Erholung war das Gebet und seine größte Freude geistliche Unterredung mit seinem Freund, dem heiligen Bischof Ulrich. Öfters traf die beiden Heiligen noch die aufgehende Sonne beisammen, so waren sie in ihre Gespräche vertieft.

Mit glühender Andacht las Konrad die heilige Messe. Einst begegnete ihm zu Weihnachten, als er die heilige Messe las, daß eine Spinne von Oben in den Kelch mit dem heiligen Blut herab fiel. Konrad erschrak, trank aber aus Ehrfurcht gegen das hoch heilige Sakrament den Kelch samt der Spinne aus. Beim Mittagessen kroch ihm die Spinne wieder aus dem Mund. Seinen heiligen Wandel belohnte Gott auch durch die Gabe, in die Zukunft zu schauen. Ein frommer Jüngling, mit dem Namen Gebhard, hatte sich eines Tages zufällig auf den bischöflichen Stuhl gesetzt. Als ihn nun der Bischof in dieser Stellung erblickte, lief er vor Scham und Furcht davon. Konrad aber rief ihn zurück und sprach freundlich zu ihm:

„Gebhard! du hast dich zu bald auf meinen Stuhl gesetzt. nach mir wird noch ein anderer den selben einnehmen und dann kommst erst du an die Reihe.”

Wie der Heilige gesagt, geschah es. Nach seinem Tode, der am 26. November des Jahres 974 statt fand, wurde Gamenold Bischof und als dieser starb, erhielt Gebhard den bischöflichen Sitz von Konstanz.

Engelweihe der heiligen Kapelle zu Maria Einsiedeln

Der heilige Konrad war auch Zeuge einer wunderbaren Begebenheit, nämlich: der Engelweihe der heiligen Kapelle zu Maria Einsiedeln welche der fromme Abt Erhard zu Ehren der allerseligsten Jungfrau hatte erbauen lassen.

Da, wo jetzt die prachtvolle Kirche und das berühmte Benediktinerstift Maria Einsiedeln steht, lebte vor mehr als tausend Jahren der heil. Einsiedler Meinrad in einer kleinen Hütte, deren eine Hälfte seine Wohnung, die andere Hälfte eine kleine Kapelle, mit einem Bildnis der allerseligsten Jungfrau Maria, bildete. Rings um die Hütte war ein großer, dunkler Wald. Hier lebte Meinrad viele Jahre, fern von Menschen, ein gottinniges Leben. Zwei zahme Raben waren seine ganze Gesellschaft. Im Jahr 861 nahten sich seiner Zelle zwei Räuber, die nach seiner Habe gelüsteten und erschlugen ihn. Als sie sich davon machten, eilten ihnen die beiden Raben nach, umflogen sie beständig und verfolgten sie mit ihrem Geschrei. Von ihrem bösen Gewissen gepeinigt und von den krächzenden Raben bin in die Gegend der heutigen Stadt Zürich verfolgt, konnten sie nicht mehr weiter. Mehrere Leute dieser Gegend kannten die Raben des heiligen Meinrad, den sie früher besucht hatten. Sie schöpften Verdacht, ergriffen die beiden Räuber und schleppten sie vor Gericht, wo sie ihren Mord zugaben und hingerichtet wurden. Bis zum Jahr 907 blieb St. Meinrads Zelle unbewohnt; nun aber ließ sich der heilige Benno hier nieder, erbaute noch einige andere Wohnungen für seine Gefährten und fing an, das Land ringsherum urbar zu machen. Bald pilgerte das Volk zahlreich zur neuen Einsiedelei, um dort das vom heiligen Meinrad hochverehrte Bildnis der allerseligsten Jungfrau zu sehen und zu ehren. Es fanden viele Wunder und Gebetserhöhungen statt, die Einsiedelei erweiterte sich und so entstand das berühmte Stift "Maria Einsiedeln".

Große Aufnahme erhielt die Stiftung unter Eberhard, Domprobst von Straßburg, der die Meinradskapelle und Zelle neu von Stein aufführen und über sie eine Kirche zu Ehren des heiligen Mauritius und seiner Gefährten erbauen ließ. Nachdem der Bau vollendet war, bat Erhard den heiligen Bischof Konrad von Konstanz, zu dessen Kirchensprengel Einsiedeln gehörte, die neue Kirche und Kapelle zu weihen. Konrad folgte der Einladung. Am Fest der Kreuzerhöhung, den 14. September im Jahr 948, sollte die heilige Weihe statt finden. Am Vorabend fastete der heilige Bischof und betete dann in der Nacht bei den heiligen Reliquien in der Kirche, welche unter die Altarsteine gelegt werden sollten. Während er in Betrachtung versenkt war, vernahm er einen himmlischen Gesang. Als er aufblickte, sah er, wie Jesus Christus die Kapelle seiner heiligen Mutter durch seine Gegenwart heiligte, wie Maria im herrlichen Glanz vor dem Altar stand und die heiligen Engel die Kapelle und den Altar weihten und eben die Gebräuche beobachteten, welche die Kirche bei der Einweihung eines Gotteshauses vorschreibt. Er hörte die Engel singen:

"Heiliger Gott! im Tempel der glorreichen Jungfrau, erbarme dich unser! Gebenedeit sei der Sohn Mariä, der ewig zu herrschen gekommen ist!" Und dann wieder: "Lamm Gottes! erbarme dich der Lebendigen, die an dich glauben; erbarme dich unser! Lamm Gottes, erbarme dich der Toten, die selig in dir schlafen; erbarme dich unser! Lamm Gottes, gib Frieden den lebendigen und den Toten, die selig in dir herrschen!"

Hohe Verwunderung ergriff den heiligen Bischof, er blieb in tiefster Anbetung der unendlichen Majestät und Erbarmung Gottes versenkt, bis es Tag geworden ist. Als nun alles zur Weihe bereitet war, und man an den heiligen Bischof die Bitte stellte, die heilige Weihe vorzunehmen, da erzählte dieser, was er in dieser Nacht gehört und gesehen hatte. Man glaubte ihn nicht und man drang wiederholt in ihn. Er aber weigerte sich und betete fort. Schon war es Mittag geworden und das versammelte Volk wartete mit Sehnsucht. Nun erneuerte man die Bitten und zwang den Heiligen schließlich dazu, die weihe vorzunehmen. Aber nun hörte jedermann die deutlich, dreimal wiederholte Stimme vom Himmel: "Höre auf Bruder! die Kapelle ist von oben geweiht worden!" Heiliger Schrecken, aber auch Trost und Freude durchfuhr die ganze Versammlung. Alles lobte Gott und die gebenedeite Mutter unseres Herrn Jesu. Hierauf weihte der heilige Bischof die große Kirche, in der die heilige Kapelle stand. Sechzehn Jahre später reisten der heilige Bischof Konrad und der heilige Ulrich nach Rom zum damaligen Papst Leo VIII., erzählten ihm von dem Wunder, dessen Wahrheit dann der heilige Vater dadurch bestätigte, daß die Kapelle von keines Bischofs Hand mehr geweiht und allen Pilgern, welche mit frommen Gemüt die heilige Kapelle besuchen, viele Abläße verliehen wurden. Seitdem ziehen jährlich Tausende und Tausende von Wallfahrern aus allen Gegenden der Erde nach Maria-Einsiedeln, um dort durch die Fürbitte der allerseligsten Gottesmutter mit ihrem süßen Kind Trost und Hilfe in ihren Nöten zu erlangen.

Quellen:

  • Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)
    Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2008)
  • Bild 1: Holzstich aus dem Buch Legende von den lieben Heiligen Gottes (1863)
Heilige, Seelige im Monat November -
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