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ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Der heilige Martin, Bischof von Tours (11. November)
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Der heilige Martin, Bischof von Tours - eine ausführliche Lebensgeschichte und Heiligenlegende

Festtag, Gedenktag oder auch Verehrungstag ist der 11. November

* im Jahr 310 oder 316

am 6. oder 11. November im Jahr 400

Der heilige Martin, die große Zierde Galliens, das Licht der abendländischen Kirche im vierten Jahrhundert, wurde zu Sabaria, einer Stadt Pannoniens oder Ungarns, geboren, welche einige für Stein am Anger, andere für Satwar oder Rotenturm halten. Der heil. Gregor von Tours setzt seine Geburt in das Jahr 316; Hieronymus von Prato aber gibt sie sechs Jahre früher an. Seine Eltern brachten ihn als Kind nach Pavia, in Italien, wo sie sich nieder ließen und er auch seine erste Erziehung erhielt. Sein Vater, der in Kriegsdiensten stand, hatte sich von der untersten Stufe bis zum Kriegsobersten empor geschwungen.

Von den frühesten Jahren an schien Martin beseelt von dem Geist Gottes und obgleich seine Familie dem Götzendienst zugetan war, empfand er doch zu nichts anderem eine Neigung, als zu frommen und gottseligen Übungen. In seinem zehnten Lebensjahr ging er gegen den Willen seiner Eltern in eine christliche Kirche und ließ sich als Katechumen (Taufbewerber) aufnehmen. Von nun an wohnte er fleißig den Unterweisungen bei, welche den Täuflingen erteilt wurden; und seine Liebe zu Gott war hierdurch bald so glühend, daß er, obgleich erst zwölf Jahre alt, den Entschluß fasste, in eine Wüste zu gehen, um sich der Betrachtung zu widmen, wovon ihn jedoch sein jugendliches Alter noch abhielt. Der Gedanke an Kirchen und Klöster war das einzige, was seinen Geist und sein Herz beschäftigte.

Inzwischen erschien ein kaiserlicher Befehl, der alle Söhne alter Krieger zur Fahne rief. Martin war selbst von seinem Vater, der diesen Stand jedem andern vorzog, angegeben, worauf er, obgleich erst fünfzehn Jahre alt, den Eid leisten und unter die Reuterei sich mußte einreihen lassen. Er begnügte sich mit einem einzigen Diener, den er wie seinen Bruder behandelte, so daß er ihm sogar oft die niedrigsten Dienste leistete. Vor den Lastern, die nur zu oft den ehrenvollen Kriegerstand schänden, wußte er sich rein zu erhalten und dabei gewann er durch seine Sanftmut, seine Liebe und seine anderen Tugenden die Zuneigung und Achtung aller seiner Waffengenossen. Seine Geduld und Demut schienen, obgleich er die heilige Taufe noch nicht empfangen hatte, die Kräfte der menschlichen Natur weit zu übersteigen. Die Betrübten fanden an ihm einen Tröster, die Dürftigen einen liebevollen Unterstützer, der sich von seinem Sold nur das Unentbehrlichste zurück behielt, um fremder Not abzuhelfen. Der heilige Sulpicius Severus erzählt folgenden Zug von Martins Armenliebe.

Eines Tages,  —   es war in einem so strengen Winter, daß mehrere Menschen vor Kälte erstarrten,  —   begegnete er am Tor von Amiens einem Halbnackten Bettler, der die Vorübergehenden um ein Almosen ansprach. Keiner achtete aber des Unglücklichen. Martin dachte, Gott habe ihm den selben aufbewahrt. Aber alles, was er besaß, hatte er schon verteilt und es blieb ihm nichts mehr, außer seine Waffen und sein Kriegsgewand. Gleich entschlossen, riß er sein Schwert von der Seite, zerschnitt seinen Mantel in zwei Stücken, gab die eine Hälfte dem Armen und warf die andere, so gut er es vermochte, wieder um sich. Einige, die ihn in diesem Anzug sahen, lachten seiner; andere hingegen staunten über eine solche Mildtätigkeit und schämten sich, daß sie dem Halbnackten von ihrem Überfluss nichts abgegeben hatten. In der folgenden Nacht erschien ihm der Heiland im Schlaf, angetan mit der Hälfte des Mantels, den er dem Armen gegeben hatte, und er hörte ihn zu einer ihn umgebenden Engelschar sagen: „Martin, noch Taufbewerber, hat mich mit diesem Gewande bekleidet.”

Dieses Gesicht erfüllte ihn mit neuem Eifer für Gottes Ehre und bewog ihn, in seinem achtzehnten Jahr sich taufen zu lassen. Indessen blieb er noch zwei Jahre im Kriegsdienst auf Bitten seines Feldobersten, mit dem er in inniger Freundschaft lebte, und der ihm versprochen hatte, nach vollendeter Dienstzeit ebenfalls der Welt zu entsagen. Während dieser Zeit dachte er an nichts anderes, als an die in der Taufe übernommenen Pflichten und erwartete mit heiliger Ungeduld den Augenblick, wo er allein für Gott leben könnte.

Damals machten die Deutschen einen Einfall in Gallien und die Kriegsvölker dieses Landes mußten gegen sie ins Feld rücken. Bei dieser Gelegenheit wurden unter den Soldaten Geschenke verteilt. Martin, der dem Waffendienst zu entsagen gedachte, wollte aus Zartgefühl an Belohnungen keinen Teil nehmen, welche auf einen weiteren Dienst an der Waffe abzielten. Er begehrte daher, daß man den ihm zukommenden Teil irgend einem anderen zuwenden möge und suchte zugleich um die Freiheit an, in Zukunft allein unter der Fahne des Heils zu dienen. Da man ihm aber vorwarf, er verlange seine Entlassung, aus Furcht, der auf den folgenden Tag bestimmten Schlacht beiwohnen zu müssen, antwortete er mit unerschrockenem Mut:

„Wenn man mein Begehren der Feigheit zu schreibt, verlange ich an die Spitze des Heeres gestellt zu werden, ohne Waffen, ohne Schild und ohne andere Verteidigung als die des Namens Jesu und des Kreuzzeichens. Und ich will mich in die dichtesten Reihen des feindlichen Heeres stürzen.”

In der selben Nacht aber begehrten die deutschen nach Frieden und Martin erhielt ohne Mühe den verlangten Abschied 1).

Nun zog er sich zu dem heiligen Hilarius zurück, der nachher, im Jahr 353 oder 354, auf den bischöflichen Stuhl von Poitiers erhoben wurde. Dieser große Bischof erkannte bald das außerordentliche Verdienst des heil. Martin und wollte ihn, um ihn für sein Bistum zu gewinnen, zum Diakon weihen; aber der heilige, aus Demut dieser Ehre sich weigernd, ließ sich bloß das Amt eine Erorcisten übertragen. Indessen hatte er ein großes Verlangen, seine Eltern wieder einmal zu sehen, die in Pannonien (Ungarn) wohnten und begehrte deshalb von dem heil. Hilarius die Erlaubnis, dahin zu reisen, nachdem er ihm vorher versprochen hatte, wieder nach Poitiers zurück zukommen. Als er durch die Alpen zog, fiel er unter Räuber; schon schwang einer das Beil, ihn zu erschlagen, war aber von einem seiner Gefährten noch zurückgehalten. Alle bewunderten seine Sanftmut und Unerschrockenheit. Auf die an ihn gestellte Frage, wer er sei und ob er nicht in Angst geraten, erwiederte Martin, er sei ein Christ, habe nie weniger Unruhe empfunden, als eben jetzt; er kenne die Güte seines Gottes, der seine Diener im Leben und im Tode beschütze; und dieser Schutz bewähre sich vorzüglich in großen Gefahren. Für sie aber, fügte er bei, sei alles zu befürchten, weil ihr lastvoller Lebenswandel sie der Barmherzigkeit Jesu unwürdig macht. Diese Rede vermehrte noch die Verwunderung der Räuber. Und derjenige, der ihn vorher erschlagen wollte, folgte ihm nach, wurde ein Christ und Gott geweihter Ordensmann und erzählte später selbst die Veranlassung seiner Bekehrung. Der Diener Gottes setzte seinen Weg über Mailand fort und kam in seine Heimat. Da gelang es ihm, seine Mutter und mehrere seiner Landsleute für Jesus zu gewinnen; seinen Vater vermochte er aber nicht, den Finsternissen des Heidentums zu entreissen.

Während seines Aufenthaltes in Illyrien bekämpfte er die Arianer mit großem Eifer. Diese Ketzer hingegen, die keinen Widerspruch duldeten, strichen ihn mit Ruten und trieben ihn aus dem Land. In Italien erfuhr er, daß eben diese Ketzer Galliens Kirche hart bedrängten und sogar die Verbannung des heil. J´Hilarius erwirkt hätten. Er wählte daher bei Mailand einen abgeschiedenen Ort, wo er ungehindert Gottseligen Übungen obliegen konnte. Diese Ruhe genoß er jedoch nicht lange, denn Auxentius, ein bitterer Arianer, der den Bischofsstuhl von Mailand an sich gerissen hat, nötigte den Diener Gottes, dessen Eifer für den Glauben er mit Schrecken vernahm, sein Bistum zu verlassen. Begleitet von einem tugendhaften Priester, floh er auf die kleine Insel Gallinaria, an den Küsten von Ligurien oder Genua, unweit der Stadt Albenga. Beide lebte und ernährten sich bloß von Wurzeln und wilden Kräutern. Da geschah es, daß Martin einmal ziemlich viel Nieswurz aß, ohne zu wissen, daß diese Pflanze ein wirkliches Gift sei. Es war ihm darauf so übel, daß er sterben zu müssen glaubte; doch durch sein Gottesvertrauen und seine Gebete erlangte er die Genesung wieder.

Als er im Jahr 360 erfuhr, daß der heil. Hilarius die Erlaubnis erhalten hatte, in sein Bistum zurück zu kehren, begab er sich nach Rom, in der Hoffnung, ihn da anzutreffen, aber der heilige Bischof hatte bei dessen Ankunft die Stadt schon wieder verlassen. Er reiste ihm daher unverzüglich nach, und wurde von dem Heiligen, nach dem er ihn eingeholt hatte, mit der größten Freude empfangen. Sie kamen nun gemeinsam nach Poitiers. Da der heil. Bischof seines Schülers Neigung zur stillen Zurückgezogenheit kannte, gab er ihm ein kleines Stück Land, Locociagum, jetzt Liguie genannt und zwei Meilen von der Stadt ´gelegen. Martin erbaute dort ein Kloster, das im achten Jahrhundert noch stand. Dies scheint das erste in Gallien gegründete Kloster gewesen zu sein. Unter den darin aufgenommenen Jüngern befand sich auch ein Katechumen, an dem der Heilige zuerst seine Wundergabe erwies.

Während einer dreitägigen Abwesenheit des heil. Martins in geistlichen Angelegenheiten wurde der Katechumen von einem heftigen Fieber befallen, wovon er auch unversehens starb, ohne die heilige Taufe empfangen zu haben. Als Martin kam, fand er die Brüder klagend um den Toten und schon bereit, ihn zur Erde zu bestatten. In Tränen zerfließend heftet er seine Augen auf die Leiche; dann eine göttliche Eingebung fühlend, entläßt er alle aus der Zelle, legte sich wie früher Elisäus auf die Leiche und betet einige Zeit mit vertrauensvoller Andacht. Sein Gebet wurde erhört, er richtet sich auf; der Tode bewegt seine Glieder und öffnete seine Augen. Unverzüglich wurde der Auferstandene getauft und lebte noch viele Jahre. Er erzählte nachher, daß seine vom Leibe geschiedene Seele vor Gottes Richterstuhl erschien und zu einem schrecklichen Gefängnis verdammt worden sei, daß sich aber zwei Engel vorstellten, Martin betete für sie, worauf ihr befohlen wurde, wieder in den Leib zu neuem Leben zurück zu kehren. Ebenso gab der Heilige Martin dem Sklaven eines reichen Mannes aus der Nachbarschaft, der sich erhängt hatte, das Leben wieder.

Diese zwei Wunder erhöhten ungemein den Ruf der Heiligkeit des Dieners Gottes. Die Stadt Tours verlangte ihn deshalb zu ihrem Hirten. Der heilige Gatian, der 250 mit dem heil Dionysius von Paris nach Gallien kam, war ihr erster Apostel und Bischof gewesen. Er stand dieser Kirche, nach der Angabe des heil. Gregor von Tours, fünfzig Jahre vor. Sein Nachfolger war, nachdem längere Jahre der bischöfliche Stuhl unbesetzt blieb, der heil. Lidorius. Nach dem Tod dieses Bischofs fiel, nach Hieronymus von Prato, die Wahl auf den heil. Martin um das Jahr 371 oder 375. Um ihn aus seinem Kloster zu bringen, mußte man zu einer frommen List seine Zuflucht nehmen. Man bat ihn, einem Kranken an der Pforte seinen Segen zu geben und als er sich zeigte, war er ergriffen und unter guter Bedeckung nach Tours geführt. Einige Bischöfe der Nachbarschaft, die zur Wahl berufen waren, versuchten den heiligen Martin davon auszuschließen, unter der Vorgabe, es gezieme sich nicht, einen Mann von einem so gemein und vernachlässigten Äusserem die bischöfliche Würde zu erteilen; dies gereichte jedoch nicht ihm, sondern nur ihnen zur Schmach. Die von ihnen an dem Diener Gottes getadelte Einfalt, war eben für ihn das größte Lob. Martin wurde zur allgemeinen Zufriedenheit des Volkes und der Geistlichkeit auf den bischöflichen Stuhl erhoben.

Der neue Bischof änderte nichts in seiner bisherigen Lebensweise und bezog eine kleine Zelle neben der Kirche, aber da er öfters durch Besuche gestört wurde, zog er sich in ein Kloster zurück, das er in der Nähe der Stadt erbauen ließ. Dies war die berühmte Abtei Marmoutier, die Älteste in Frankreich, die auch zu er Kongregation St Maurus gehörte. Der Ort wo diese Kloster errichtet wurde, war eine zwischen einem Felsen und der Loire gelegene Öde, wohin man nur durch einen sehr schmalen Weg gelangen konnte. Martin wohnte dort in einer aus Holz gebauten Zelle, wie auch einige andere Brüder. Die meisten aber wohnten damals in Felsengrotten. Eine dieser Zellen, worin der heil. Martin, der Überlieferung nach, gewohnt haben soll, hat sich bis heute (1825) erhalten. Bald hatten sich in diesem Kloster um die 80 Brüder vereinigt. Keiner davon besaß ein Eigentum, keiner kaufte oder verkaufte, obgleich die alten Ordensmänner aus ihrer Arbeit das zu ihrem Unterhalt Nötige ziehen durften. Die Jüngsten dieser Genossenschaft schrieben Bücher ab, die Älteren ablagen dem Gebet und den geistlichen Übungen. Am Abend hielten sie, die einziger Erquickung des Tages, ein gemeinschaftliches Mahl, ansonsten verbrachte sie die ganze zeit über in ihrer Zelle. Wein genossen nur die Kranken. Ihre Kleidung war grob und aus Kamelhaaren gefertigt, trotzdem lebten auch einige von edler Geburt und weichlicher Erziehung unter Ihnen. Aber genau aus diesem gottseligem Verein gingen viele Bischöfe hervor, weil alle Städte, aus Martins Schule ihre geistlichen Oberhirten erhalten wollten.

Der Liebe zu stillen Abgeschiedenheit ungeachtet, unterließ der heilige Bischof nicht, seinen Sprengel aufmerksam und fleißig zu bereisen. Direkt neben seinem Kloster war eine Kapelle und ein Altar, errichtet auf dem Grabe eines früheren Märtyrers. An diesen Ort zog eine große Volksmenge der Andacht wegen zusammen, aber der heil. Martin wollte erst dort beten gehen, wenn er sich von der Echtheit der Reliquien überzeugt hat. Daher unternahm er Erkundigungen bei den Älteren seiner Geistlichkeit, welche seine Zweifel über die Echtheit stärkten. Er begab sich daher mit einigen seiner Ordensgenossen an den fraglichen Ort. Auf dem Grab flehte er dann zu Gott, wer da begraben liege; denn sich zur Linken wendend, sah er eine scheusliche Gestalt, der er zu reden befahl. Die Gestalt nannte ihren Namen und der heil. Bischof erfuhr, daß der vom Volk als Märtyrer verehrte, ein wegen seiner Verbrechen hingerichteter Räuber gewesen ist. Er ganz allein konnte die Gestalt sehen, die anderen hörten nur deren Stimme. Den Altar ließ er daraufhin sofort nieder reissen und machte so dem Aberglauben ein Ende. Dieses Beispiel, so wie die Beispiele des heil. Gregor des großen und des heil. Karl Borromäus, haben immer die Wachsamkeit der Oberhirten rücksichtsvoll der Unterscheidung wahrer und falscher Reliquien geschärft.

Dem heiligen Martin war es vorbehalten die Abgötterei in dem Bistum Tours und in den anderen teilen Galliens vollends zu zerstören. Kurz nach dem Antritt seines bischöflichen Amtes sah er sich genötigt, an den Hof Valentinians I. sich zu begeben. Wahrscheinlich hatte diese Reise irgend ein die Götzentempel betreffendes Anliegen zum Grunde. Valentinian hielt sich gewöhnlich in Gallien auf. Er war ein tapferer Fürst aber wenig seiner Leidenschaften mächtig. Besonders wird er des Stolzes und der Härte beschuldigt. Obgleich er unter der Regierung Julians des Abtrünnigen Eifer fürs Christentum bewiesen hatte, schien er doch später bei gewissen Gelegenheiten dem Götzendienst zu begünstigen. Man hat sogar Grund, ihn der Gleichgültigkeit in Religionssachen verdächtig zu halten, wofür man unter mehreren anderen folgenden Zug anführt. Die Kirche ließ keine Schauspieler zur Taufe zu, bevor sie nicht ihren Gewerbe entsagten. Die Heiden waren deshalb sehr aufgebracht , wenn solche das Christentum annahmen, weil sie sich dadurch die Werkzeuge ihrer öffentlichen Lustbarkeiten entzogen sahen. Valentinian erließ, ihren Absichten entsprechend, ein Gesetz an die Behörden, daß sie, wenn ein kranker Schauspieler die Taufe begehre, ihn untersuchen lassen, und wenn keine Lebensgefahr besteht, die Taufe zu verhindern sei.

Der Kaiser, benachrichtigte, daß Martin an den Hof gekommen sei, etwas zu Gunsten der christlichen Religion zu begehren, was er nicht bewilligen wollte, befahl ihn, so oft er in den Palast komme, abzuweisen. Die Kaiserin Justina, die ganz der arianischen Sekte ergeben war, bot alles auf, den Fürsten gegen den heil Bischof einzunehmen. So versuchte Martin zwei oder dreimal vor dem Kaiser zu kommen, konnte aber nie zu ihm gelangen. Daher besann er sich seiner gewöhnlichen Waffen, zum Fasten und Beten, seine Zuflucht. Am siebten Tag befahl ihm in einem Gesicht, ein Engel, furchtlos in den Palast zu gehen. Er gehorchte und da die Türen offen standen, gelangte er ohne Widerstand bis zum Kaiser. Valentinian geriet in Zorn, als er den Bischof vor sich sah und würdigte sich anfangs nicht einmal, sich von seinem Thron zu erheben, doch plötzlich sprang er auf, weil Feuer den Thron ergriff. Von Gott gesandte Schrecken ergriffen ihn, er umarmte den Bischof mehrere Male, bewilligte ihm Alles, was er begehrte, ihm kaum Zeit lassend, seine Bitte vorzubringen. Er ließ ihn dann oft vor sich kommen, lud ihn an seine Tafel und bot ihm bei seiner Abreise viele Geschenke an, aber der Heilige schlug sie alle bescheiden aus, um sich nicht gegen die ihm so verehrte Armut zu verstoßen. Dies ereignete sich im Jahre 375, in welchem der Kaiser starb.

Martin ließ die Götzentempel schleifen und mehrere von den Heiden als heilige verehrte Bäume nieder hauen. Nach der Zerstörung einer dieser Tempel, der sehr alt war, wollte er auch eine vor demselben stehende Fichte umhauen lassen. Aber die Götzenpriester und andere Heiden, sie sich anfangs widersetzten, willigten zuletzt nur unter der Bedingung ein, daß sie selbst den Baum fällen dürften und Martin, der ein so großes Vertrauen auf den von ihm verkündeten Gott setzte, an die Stelle treten sollten, welche sie ihm anweisen würden. Der heilige Bischof, dem bei solchen außerordentlichen Ereignissen, göttliche Erleuchtungen zu Teil wurden, nahm die Bedingungen an und ließ sich gebunden an die Stelle bringen, wohin der Baum sich neigte. Als aber die fallende Fichte ihn eben zermalmen zu wollen schien, machte er das Kreuzzeichen und der Baum fiel auf die entgegen gesetzte Seite. Die Zuschauer, betroffen durch das vor ihren Augen geschehene Wunder, begehrten alle durch Handauflegung unter die Zahl der Katechumenen aufgenommen zu werden. Ein anderes mal, da er in das Land der Aeduer, der jetzige Bezirk Autun, zog, um einen Götzentempel zu zerstören, stürzten die ergrimmten Heiden über ihn her und einer der selben erhob sein Beil, ihn zu ermorden. Martin schob seinen Mantel zurück und bot dem Unglücklichen seinen Hals dar. Der Heide fiel aber, von wunderbarem Schrecken ergriffen, vor ihm nieder und flehte um Verzeihung. So war er durch seinen Eifer öfters Todesgefahren ausgesetzt, aber durch den sichtbaren Schutz Gottes zur Ausbreitung des Evangeliums immer wunderbarer Weise gerettet. An die Stätten der nieder gerissenen Tempel erbaute er Kirchen oder Klöster.

Während seines Aufenthalts in Trier machte er ein gichtkrankes, dem Tode nahes Mädchen gesund, indem er einige Tropfen eines von ihm geweihten Öle in dessen Mund träufeln ließ. Auch befreite er einen besessenen Sklaven des Proconsuls Tetradius von dem Teufel. Auf seiner Rückreise von Trier nahm er seinen Weg über Paris, an dessen Tor er einen Aussätzigen (Leprakranken) heilte, indem er ihm einen Kuß und dann seinen Segen gab. Oft gab den Kranken die bloße Berührung der Kleider des heiligen Bischofs die Gesundheit wieder. Auf dem Weg nach Chartres kam er durch ein Dorf, dessen Bewohner dem Götzendienst noch ergeben waren. Alle strömten herbei, ihn zu sehen. Der heilige Bischof, vom zärtlichem Mitleid gegen dieses unglückliche Volk ergriffen, erhob seine Augen zum Himmel, flehend um ihre Erleuchtung. Dann redete er ihnen von den Heilswahrheiten so kräftig und salbungsvoll, daß man deutlich erkannte, der Geist Gottes spreche aus ihm. Eine Mutter, die den einzigen Sohn verloren hatte, brachte dessen Leiche vor den Heiligen mit der flehenden Bitte, ihn von dem Gott, dessen Freund er sei, das leben wieder zu erlangen. Martin, der sah, daß ein bei dieser Gelegenheit gewirktes Wunder für die Bekehrung dieser Landsleute glückliche Folgen haben könnte, verrichtete sein Gebet, erweckte in Gegenwart des ganzen Volkes den Toten zum Leben und gab ihn der von Staunen und Freude erfüllten Mutter. Die Dorfbewohner, alle von diesem Wunder ergriffen, riefen aus, sie beten Martins Gott an und warfen sich zu seinen Füßen, ihn bittend, sie zu unterrichten und zum Empfang der Taufe vorzubereiten. Der Heilige war erfreut über die Bekehrung dieser Seelen, wie die Heiligen sich freuen, deren einziger und höchster Gewinn das Seelenheil der Menschen ist.

Paulin von Rola, so berühmt durch seine hohe Heiligkeit, war von einer heftigen Augenkrankheit befallen und schon hatte der Star sich angesetzt. Martin berührte ihn mit einem Pinsel und sogleich verschwand die Krankheit. Wahrscheinlich hat sich dies zu Wien zugetragen, wo der heilige Paulin den heil. Martin mit dem heil. Victicius besuchte, wie wir aus seinem Brief an diesen Letzteren erfahren 2). Wir übergehen noch viele andere von dem Heiligen gewirkte Wunder, die bei Sulpicius Severus aufgezeichnet sind. Wenn er die Teufel austrieb, geschah es nicht durch Drohungen und Befehle, wie es andere taten, sondern er zog ein rauhes Bußkleid an, bestreute sein Haupt mit Asche, dann sich zur Erde nieder werfend, betete er mit glühender Andacht und die bösen Geister entwichen. Er hatte auch, nach des Sulpicius Severus Bericht, die Gabe der Weissagung und war vieler Erscheinungen und Offenbarungen gewürdigt, seine außerordentliche Klugheit, die besonders in Unterscheidung der Geister hervor leuchtete, war die Frucht seiner tiefen Demut, seiner vollkommenen Herzensreinheit und seiner Liebe zum Gebet und zur Beschauung, daher wußte er so leicht die Täuschungen und Fallstricke des Geistes der Finsternis zu entdecken.

Da er einst in seiner Zelle betete, stand plötzlich der Lügengeist neben ihm, um strahlt vom Lichtglanz, herrlich geschmückt, die Stirn umwunden mit einem von Edelsteinen funkelnden Diadem, kurz, in einer Gestalt, die jeden, der nicht wachsam gewesen wäre, leicht getäuscht hätte. Zwei Mal sagte der Erscheinende, er sei Christus, aber die Demut ist das wirksamste Mittel, des Satans Arglist zu ertragen. Martin erkannte bald den Engel der Finsternis und sprach:

„Jesus hat nicht gesagt, daß er kommen werde, schimmernd in Purpur und Diadem. Niemals werde ich glauben, daß mir Christus erscheine, wenn ich ihn nicht sehe in der Gestalt, in welcher er litt, mit den Malen seiner Wunden.   —  Bei diesen Worten verschwand die Gestalt”

Während der heil. Martin beschäftigt war, das Reich Jesu Christi immer mehr auszubreiten, erlitt das abendländische Kaisertum schreckliche Erschütterungen. Die römischen Legionen riefen 383 dem Maximus in Großbritanien zum Kaiser aus. Maximus setzte nach Gallien über, ließ sich von dem Heer huldigen und errichtete zu Trier den Sitz seiner Herrschaft. Gatian erlitt in der Nähe von Paris, verraten von seinen eigenen Soldaten, eine Niederlage und wurde am 25 August des Jahres 383 zu Lyon von Andragathius gemeuchelt. Zu der selben Zeit verwirrten die Priscillianisten Spaniens und Galliens Kirchen. Diese Ketzer erneuerten verschiedene Irrtümer des Simon Magus, der Gnostiker und Manichäer. Dabei bedienten sie sich ohne Scheu der Verstellung und Lüge und ihr Ausbeugungsgrundsatz war, man könne schwören, und selbst meineidig werden, so lange man nur das Geheimnis der Sekte nicht verrate. Ithacius, ein spanischer Bischof, ihr feurigster Ankläger, begab sich an das Hoflager des Maximus zu Trier, wo sich Jdacius, sein Amtsgenosse, ebenfalls einfand. Der neue Kaiser nahm sie mit Huld auf und ließ die Häupter der Irrlehrer aus Spanien zu sich kommen um sie ihren Anklägern gegen über zu stellen.

Der heil. Martin befand sich damals auch in Trier. Er war dort hin gereist, um für Mehrere, die wegen ihrer Anhänglichkeit an Gratian zum Tode verurteilt wurden, die Begnadigung zu erhalten. Die meisten am Hof suchten auf den Wege der Schmeichelei die Gunst des Fürsten zu gewinnen. Aber der Bischof von Tours behauptete das Ansehen seines Amtes; er handelte mit Festigkeit, wie der heil. Ambrosius, der als Abgesandter Valentinians II., Bruder des ermordeten Gratian, welcher immer noch Italien beherrschte, nach Trier gekommen war. Der heil. Martin, obgleich Untertan des Kaisers Maximus, was Ambrosius nicht war, bewies eine große Abneigung, mit diesem Fürsten in Kirchengemeinschaft zu treten, er weigerte sich sogar lange Zeit, an dessen Tafel zu speisen, indem er kühn heraus sagte, er könne nicht Tischgenosse eines Mannes sein, der einen Kaiser seiner Staaten, und einen andern seines Landes beraubt habe. Maximus jedoch beteuerte, er habe die Herrschaft nur gezwungen von seinem Heer angenommen, seine unglaublichen Fortschritte scheinen Gottes Willen zu offenbaren und von allen seinen feinden habe keiner auf andere Weise, als in der Schlacht kämpfend, das Leben verloren. Der Heilige gab sich endlich zufrieden. Und Maximus war darüber so erfreut, daß er jenen Tag als ein fest ansah. Er ließ zugleich alle Angesehenen seines Hofes einladen, unter anderem seinen Oheim und seinen Bruder, wovon jeder den Comestitel führte, so wie auch den Präfectus Pratorio. Martin erhielt den Platz an der Seite des Kaisers, und der ihn begleitende Priester zwischen dessen Oheim und Bruder. Während des Mahls, reichte ein Diener, dem Gebrauche gemäß, dem Kaiser den Becher dar. Maximus befahl, ihn dem Bischof darzubieten, aus dessen Händen er ihn u empfangen hoffte, aber der heil. Martin gab ihn, nachdem er getrunken hatte, dem Priester, als der würdigsten Person in der Versammlung. Und diese Handlung erhielt von dem Kaiser und dem ganzen Hof ungeteilten Beifall.

Die Kaiserin, die allezeit zu den Füßen des Heiligen saß, um seine Reden anzuhören, wünschte ihn ebenfalls an ihrer Tafel zu bewirten, wozu sie auch den Kaiser einlud. Martin willigte aber nur mit viel Mühe ein, denn, obgleich er siebzig Jahre alt war, unterhielt er sich doch nie mit Frauen, es hätte ihn denn die Notwendigkeit oder Nächstenliebe dazu verpflichtet. Hier glaubte er indes von seiner allgemeinen Regel abweichen zu müssen, zudem hatte er mehrere Gnaden zu begehren, wie die Befreiung mehrerer Eingekerkerten, die Zurückberufung vieler Verbannten und die Rückerstattung der ungerecht eingezogenen Güter. Die Kaiserin wollte selbst den heil. Martin bei Tisch bedienen.

Inzwischen wollte der heil. Martin und der heil. Ambrosius nicht mit Ithacius und den ihm ergebenen Bischöfen in Kirchengemeinschaft treten, weil sie die Ketzer so sträflich verfolgten. Sie wußten, daß die Kirche jeder Zeit das Blutvergießen verabscheute, würden auch die wirklich des Lebens Unwürdigen mit dem Tode bestraft und daß die Geistlichkeit solchen gerichtlichen Verurteilungen beizutreten immer untersagte. Auch machte Martin stets dem Ithacius seine Verfahrensweise zum Vorwurf und drang in ihn, von seiner Anklage abzusehen. Ebenso hat er den Kaiser Maximus, den Schuldigen das Leben zu lassen, als Grund angebend, es genüge, daß sie als Ketzer erklärt und von den Bischöfen verdammt wurden, und daß es übrigens beispiellos sei, daß eine bloß kirchliche Sache vor einen weltlichen Richter gebracht werde. Ithacius aber, weit entfernt, die Meinungen des Bischofs von Tours anzunehmen, beschuldigte ihn der Ketzerei. Dies war seine Art gegen diejenigen, deren Wandel ihm zu streng schien. Maximus achtete auf die Vorstellungen des heiligen Martin und die Sache der Priscillianer wurde hinaus geschoben, bis sich der heilige Bischof von Trier entfernt hatte, wo ihm der Kaiser noch versprach, daß die Angeklagten nicht zum Tode verurteilt werden sollten.

Kaum aber war Martin von Tours abgereist, als Maximus seine Gesinnungen änderte. Er übergab die Sache der Priscillianer dem Evodius, den er zum Präfektus Prätorio erhoben hatte. Priscillian war durch eigenes Geständnis mehrere Verbrechen überführt, als nächtlicher Zusammenkünfte mit Weibern von verrufenen Sitten, empörender Schändlichkeiten und anderer dergleichen Freveltaten. Ithacius war vor dem Richterstuhl nicht nur dessen Ankläger, sondern wohnte auch dem mit ihm angestellten Verhör bei. Doch als das Todesurteil gefällt werden sollte, entfernte er sich aus dem Richtersaal. Evodius legte die ganze gerichtliche Verhandlung dem Kaiser vor, den Priscillian und seine Mitschuldigen der Todesstrafe würdig erkannte, worauf das Urteil gefällt war. Priscillian, Feliciffimus und Armius, seine zwei Geistlichen, ein Laie, Namens Lactrocinius und Euchrocia wurden enthauptet. Instantius, den das Konzilium von Bordeaux verdammt hatte, war in die sylinischen Inseln jenseits von Großbritannien verwiesen. Kurz nachher verurteilte man auch die Diakonen Afarinus und Aurelius zum Tode. Tiberian wurde ebenfalls, nachdem man seine Güter eingezogen hatte, auf die sylinischen Inseln verbannt worden. Neben diesen wurden noch mehrere andere in eben diesen Handel verwickelte Personen, mit Strafen belegt 3).

Ithacius und seine Anhänger hatten sich so sehr des kaiserlichen Schmutzes bemächtigt, daß mehrere von jenen, die ihr Verfahren mißbilligten, es nicht wagten sie zu verdammen. Nur ein Bischof, Namens Theognostus, erklärte sich öffentlich gegen die Ithacianer. Diese hingegen bewogen den Kaiser, Kriegsoberste nach Spanien zu senden, die Ketzer zu suchen, mit der Weisung, die Aufgefundenen mit dem Tode und der Einziehung ihrer Güter zu bestrafen. Man glaubt, daß auch mehrere Unschuldige in dieser Verfolgung gelitten haben, denn es bedurfte nicht viel, um von den Ithacianern der Ketzerei verdächtig gehalten zu werden, als einer blassen Gesichtsfarbe und eines vernachlässigten Äusserem.

Als eben der hier erwähnte Befehl erlassen wurde, erfuhr man, daß Martin nach Trier zurück kommt und nicht mehr weit von der Stadt entfernt sei. Die Sorge für das Wohl der Kirche und seine Menschenliebe führten ihn mehrere Male an das kaiserliche Hoflager. Diese Nachricht bereitete den Ithacianern große Sorgen. Da sie sahen, daß der Bischof von Tours keine Kirchengemeinschaft mit ihnen hakten wollte, spiegelten sie dem Kaiser vor, es sei um ihre Ehre geschehen, wenn Martins Ansehen Theognostens Hartnäckigkeit unterstützen werde. Maximus stellte dem Heiligen mit sanfter Schonung vor, daß, wenn die Ketzer durch weltliche Richter verdammt worden seien, sie sich dieses Laster zugezogen hätten. Diese Vorstellungen schienen jedoch dem Heiligen nicht zu befriedigen, er beharrte vielmehr dabei, die Bischöfe hätten dieses gerichtliche Verfahren betrieben. Der Kaiser entfernte sich höchst unwillig und sprach über die Männer, für welche Martin Begnadigung erflehen wollte, das Todesurteil. Unter den Unglücklichen, für welche sich der Heilige Bischof verwandte, waren besonders Gomes Rarses und der Statthalter Leucadius, deren einziges Verbrechen in ihrer Anhängigkeit an Gratian bestand. Martin beabsichtigte zudem noch der Absendung der Kriegsobersten nach Spanien zuvor zu kommen und so nicht nur den Ketzern, sondern auch mehreren Katholiken das Leben zu retten.

Durch die Verweigerung der Kirchengemeinschaft mit den Ithacianern wollte er den Folgen des von diesen gegebenen Ärgernis Einhalt tun. Auf der andern Seite aber verletzte er auch keinen Kanon, wenn er mit ihnen in Kirchengemeinschaft trat, weil sie nicht mit dem Banne belegt waren. was wird er nun beginnen? Er geht zum Kaiser und verspricht ihm, mit den Ithacianern in Kirchengemeinschaft zu treten, sofern die zum Tode Verurteilten verschont und die nach Spanien abgesandten Kriegsobersten zurück berufen würden. Was er verlangt hatte, wurde ihm gewährt. Am folgenden Tag sollten die Ithacianer den neu erwählten Bischof Felix von Trier weihen, bei dieser Gelegenheit hielt nun Martin mit ihnen Kirchengemeinschaft. Am folgenden Tag verließ er aber diese Stadt voll Reue, Kirchengemeinschaft mit jenen Männern geschlossen zu haben. Unweit der Stadt verrichtete er sein Gebet in einem Gehölz bei Andethanna, jetzt Echternach genannt. Da erschien ihm ein Engel, der ihn tröstete, indem er ihm sagte, er habe zwar die Ursache wegen seiner Nachgiebigkeit sich zu betrüben, doch entschuldige ihn seine Nächstenliebe, die ihn dazu bewogen. Sulpicius Severus fügt noch bei, mit Tränen in den Augen habe der heilige seinen Jüngern gesagt, er habe seit jener Zeit größere Schwierigkeiten empfunden, und längere Gebete als ohnehin zur Austreibung der Teufel verrichten müssen. So verursacht oft eine Schwachheit die Verminderung der Gnaden, bis sie durch die Zerknirschung und Demut wieder gesühnt wurden, oft auch sind solche Entziehungen nur heilsame Prüfungen nach den unerforschlichen Ratschlüssen Gottes.

Bei seiner Ankunft zu Tours wurde der heilige Martin von seiner Gemeinde wie ein schützender Engel empfangen. Obgleich voran gerückt im Alter ließ er doch nicht ab, in seinen Bußübungen und apostolischen Arbeiten und bis an das Ende seines Lebens bestätigte er durch Wunder die von ihm verkündete Lehre. Alle diese Tatsachen hat uns Sulpicius Severus aufbewahrt. Dieser große Mann, wählte zu seinem Aufenthalt, als er der Welt entsagte, zuerst ein kleines Haus in einem Dorf, Primuliac, dann Mont-Primlau genannt, an den Grenzen von Aquitanien und Languedoc. Von da besuchte er den heil. Bischof, um ihn über Gewissensangelegenheiten zu Rate zu ziehen. Bei seiner Ankunft reichte der Heilige ihm und seiner Begleitschaft Wasser zum waschen, ließ ihnen ein mäßiges Mahl bereiten und unterhielt sie von geistlichen Gegenständen. Seine Reden gingen dahin, ihnen Betrachtung gegen die Sinnesfreuden, gegen die Welteitelkeiten und gegen alles einzuflößen, was sie von gänzlicher Hingabe an Jesus abhalten könnte. Des Abends wusch er ihnen mit eigener Hand die Füße.

Nach Sulpicius Severus waren die Reden des Heil. Martin, obgleich er in den profanen Wissenschaften nicht bewandert gewesen ist, klar, geordnete, eindringlich und salbungsvoll, er besaß eine besondere Gabe die schwierigsten Fragen, die man ihm über die Wege des inneren Lebens vorlegte, aufzulösen und wußte allezeit weisen Rat zu erteilen. Niemand verstand so bündig und so überzeugend wie er den Irrtum zu widerlegen und die Wahrheit auseinander zu setzen; in allen seinen Reden bemerkte man einen Reichtum nützlicher Kenntnisse und durchdringenden Scharfblick; eine ganz reine mit Ernst, Bescheidenheit und Demut unbeschreiblich anmutig gewürzte Sprache, aber seine Ermahnungen zur Tugend erhielten durch seine Beispiele und Wunder eine neue unwiderstehliche Kraft. Nie sah man ihn zornig, noch von sonst einer Leidenschaft zerstört, bei allen Ereignissen bewahrte er einen ungetrübten Gleichmut. Jesus war stets auf seinen Lippen und in seinem Herzen. Man konnte nicht müde werden, seine Demut, seine Sanftmut, seine Glückseligkeit, sein Mitleid gegen alle Unglücklichen zu bewundern. Über den Nächsten wollte er kein Urteil fällen, sondern legte, so viel er vermochte, anderen Handlungen zum Guten aus. Wenn seine Feinde ihm zu schaden und ihn zu verfolgen suchten, begnügte er sich ihre Sünden beweinen und rächte sich an ihnen nur durch Wohltun. Keinen Augenblick des Tages ließ er verloren gehen und oft brachte er sogar noch die Nacht im Gebete zu oder mit Arbeiten zu. Ein auf die Erde ausgebreitetes Bußkleid war seine Liegestätte und seine Ruhe dauerte nur so lange, als es das Bedürfnis der Natur erforderte. In seinem äußerlichen Beschäftigungen fand sein Herz keine Zerstreuung und er hatte sich gewöhnt, nie Gottes Gegenwart aus den Augen zu verlieren. Alles was ihm begegnete, bot ihm Anlaß zur eigenen Heiligung oder zur Tugendlehre für andere dar. Als er einst eben ein geschorenes Schaf erblickte, bemerkte er freundlich seiner Umgebung:

„Dieses Schaf hat die Vorschrift des Evangeliums erfüllt, es besaß zwei Röcke, wovon es einen dem gegeben, welcher keinen hatte, laßt uns das selbe tun.”

Beim Anblick eines mit Lumpen bedeckten Menschen, der die Schweine hütete, rief er aus:

„Sehet den aus dem Paradies vertriebenen Adam, ziehen wir den alten Adam aus, um den neuen anzuziehen”

Ein andere Mal kam er an einen Bach, wo Vögel den Fischen nach haschten:

„Sehet ihr da, sagte er, das Bild der Feinde unseres Heils, sie liegen im Hinterhalte, um unsere Seelen zu fangen und Beute zu machen.”

Seine Empfindungen suchte er auch in das Herz seiner Schüler hinüber zu pflanzen, damit Jesus in ihre Seelen kommen und sie seiner würdig findend, darin seine Wohnung aufschlagen möchte. Durch die Übungen der Tugend und besonders durch seine bewunderungswürdige Herzensreinheit hatte Martin jene wahre Wissenschaft, jene ganz himmlische Beredsamkeit erlangt, die ihn dem Fürsten der Finsternis so schreckbar machte.

Der heilige Bischof war achtzig, vielleicht neunzig Jahre alt, als es Gott gefiel, ihn für seine Arbeiten zu belohnen. Seinen Tod hatte er längst schon vorher angekündigt. Sein Zwist, der sich unter der Geistlichkeit von Gnade, einer an der äußersten Grenze seines Sprengels gelegenen Pfarrei 4), erhoben hatte, nötigte ihn, eine Reise dort hin zu machen. Er wurde seiner Gewohnheit gemäß von mehreren Schülern begleitet. Nach einem kurzen Aufenthalt und wieder hergestelltem Frieden, wollte er nach Tours zurück kehren, als ihn eine Krankheit befiehl und er plötzlich alle seine Kräfte verlor. Er versammelte nun seine Jünger und sagte, daß der Augenblick seines Todes gekommen sei. Alle zerflossen in Tränen und riefen einhellig aus: „Vater, warum verläßt du uns? Wem wirst du die Sorge für deine Kinder übermachen? Reißende Wölfe werden über deine Herde herfallen. Wir kennen dein Verlangen, mit Jesus vereinigt zu sein, aber deine Belohnung ist gesichert; sie wird, wenn auch verschoben, allezeit die selbe bleiben. Laß dich rühren durch unsere Not und betrachte die Gefahren, in denen du uns zurück läßt.” Martin weinte mit Ihnen und betete so:

„Herr, soweit ich deinem Volke noch notwendig bin, so weigere ich mich nicht der Beschwerde. Dein Wille geschehe;”

Gleichsam, als wollte er sagen, bemerkt Sulpicius Severus, das Alter, die Mühsale haben meine Seele nicht gebrochen; sie ist noch beriet, o Herr neue Kämpfe zu bestehen, wenn du sie dazu rufst, aber schonst du meine Schwäche und vereinigst mich mit dir, so sei Hort und Schutz dieser Seelen, die ich nicht ohne Besorgnis verlasse. Er zeigte durch dieses Gebet, daß er nicht wisse, was er vorziehen solle, die Welt zu verlassen, um zu Jesus zu gehen, oder da zu bleiben aus Liebe zu Jesus. Lernen wir hieraus, wenn wir von Gott zeitliche Gnaden begehren, uns mit vollkommener Ergebung seinem Willen unterwerfen und ihm die Leitung alles dessen, was in uns für uns zu seiner größeren Ehre gereichen mag, anheim stellen.

Der Hitze des Fiebers ungeachtet blieb der heil. Bischof auf einem mit Asche bestreuten Bußkleid liegen und betete die ganze Nacht hindurch. Seine Jünger wollten ihm ein wenig Stroh zur Lagerstätte bereiten, er lehnte es aber ab, mit den Worten:

„Ein Christ muß auf der Asche sterben, Wehe mir, wenn ich euch ein anderes Beispiel gebe!”

Seine Augen und Hände hatte er stets zum Himmel erhoben und betete ununterbrochen. Da man ihn antrug, ihn auf die andere Seite zu wenden, um ihn ein wenig Linderung zu verschaffen, entgegnete er:

„Brüder, laßt mich lieber gen Himmel als auf die Erde schauen, damit meine Seele beim Hinscheiden die rechte Richtung nehme.”

Hierauf erblickte er den höllischen Geist, der ihn zu erschrecken suchte, da sprach er zu ihm die Worte:

„Was willst du das, grausames Tier? Du wirst an mir nichts finden, das dir gehört. Der Schoß Abraham ist bereit mich aufzunehmen.”

Nach diesen Worten gab er den Geist auf. Es war der 6. oder 11. November und nach der wahrscheinlichen Meinung, im Jahr 400. Die bei seinem Tod zugegen waren, sahen sein Angesicht und seinen Leib strahlend in himmlischen Glanz 5).

Die Einwohner von Poitiers wünschten im Besitz der sterblichen Hülle des Dieners Gottes zu bleiben, aber die Stadt Tours brachte sie in ihre mauern zurück. Bei dieser Gelegenheit strömte eine unzählige Menschenmenge jeglichen Standes zusammen, worunter sich Zweitausend Ordensmänner und eine große Anzahl Jungfrauen befanden. Alle beweinten den heil. Bischof, obgleich sie ihn im Genuss der ewigen Herrlichkeit glaubten.

Sein Leib wurde an das Ufer gebracht, zwei Hundert Schritte unterhalb der Stadt Tours, wie sie damals lag 6). Zu seiner Begräbnisstätte wählte man einen Ort, der nach Allucuin einen Teil des Christenkirchhofs ausmachte, wo der heil. Gatian zuerst beerdigt wurde. Dieser bis auf die letzten Zeiten durch eine aus hohem Altertum her stehende Kapelle, ausgezeichnete Ort, wurde die Stätte des heil. Martin genannt. Aber der heil. Brictius ließ die sterbliche Hülle seines heil. Vorgängers in eine unweit davon entlegene Kirche versetzen und da dessen Grabmahl aufführen. Diese Basilika war unter dem Namen des heil. Stephan geweiht, denn es war in den ersten Jahrhunderten gebräuchlich, bloß den Andenken der Märtyrer Kirchen zu widmen und die Überlieferung hiervon erhält sich noch durch die Inschrift "Protomartyri" eines an dem Grabe des heil. Martin angebauten Altars. Es dauerte nicht lange, so wurde der Name des berühmten Wundertäters unter dem Volk so bekannt, daß sie von allen Orten zu dessen Verehrung herbei strömten. Sehr bald schon wurde die Kirche zur Aufnahme der Menge unzureichend und der heil. Perpetus, sechster Bischof von Tours, ließ deshalb an derselben Stätte eine geräumigere erbauen.

Die Bewahrung der Reliquien des heiligen Martin wurde einer auserlesenen Anzahl seiner Schüler anvertraut, die durch das heilige Opfer und durch Gebete die öffentliche Andacht unterhielten. Nebst dem beschäftigten sie sich noch mit Abschreiben nützlicher Religionsbücher und arbeiteten an ihrer und anderer Heilung. Sie lebten in Gemeinschaft unter der Aufsicht der Bischöfe, die ihnen in der Folge besondere Vorsteher gestatteten. Das Kapitel zum heiligen Martin bestand aus zehn Würdenträgern, wovon dem König die erste gehörte, als Abt, Haupt und Schutzherr; aus vierzehn Pröbsten und aus fünfzig präbendirten Kanonikern.

Es ist unbeschreiblich, wie groß in Frankreich und in ganz Europa die Verehrung des heiligen Martin war. Um sein Grab war immer eine zahlreiche Volksmenge versammelt. Die großen Verdienste, welche sich der heilige Martin um die christliche Religion erworben hatte, und die ihm allgemein erwiesene Liebe und heil. Ehrfurcht hielt jedoch die calvinischen Stürmer nicht ab, dessen Sarg zu plündern und die Reliquien zu verbrennen. Nur ein Armbein und ein teil der Hirnschale wurden der Kirche gerettet. Vor der Vernichtung der selben hatten mehrere Kirchen kleine Teile davon erhalten, wo sie hie und das auch noch aufbewahrt werden 7).

Die von unserem Heiligen zu Tours erbaute Kathedrale wurde unter Anrufung des heil. Mauritius geweiht. Seit dem Jahr 1096 trägt sie den Namen des heil. Gatian. Das Bistum Tours stand unter Rouen, bis es zur Metropolitankirche erhoben wurde.

Zu St. Martin in Marmoutier, bei Tours, bewahrte man eine Flasche geweihten Öls; mit diesem Öl und nicht mit dem von Rheims wurde Heinrich IV. als König gesalbt. Sulpicius Severus erzählt, daß der heil. Martin öfters Krankheiten mit einem von ihm geweihten Öl heilte und daß sich dieses Öl oft wunderbarer Weise vermehrte. Die Andacht der Gläubigen zu dem heil. Martin wurde sehr erhöht durch die Wunder, welche an seinem Grab oder durch seine Fürbitte unmittelbar nach dessen Tod geschahen. Einige dieser Wunder findet man erzählt bei dem heil. Gregor von Tours, bei Fortunat und anderen Schriftstellern jener Zeit.

Man hat behauptet, der heil. Martin sei der erste Heilige gewesen, den man öffentlich in der Kirche als Bekenner verehrte. aber dies läßt sich nicht genau beweisen. Ohne von der heil. Petronilla, der heil. Praredis, der heil. Pudentina zu reden, ist es gewiß, daß der heil. Johannes der Evangelist, die heil. Thekla und mehrere andere Heilige keine eigentliche Märtyrer waren.

1)
Hieronymus von Prato folgt einer anderen Zeitrechnung. Nach diesem Schriftsteller wurde der heilige Martin 310 oder doch vor 314 geboren. Zehn Jahre alt, wurde er unter die Katechumen aufgenommen und fünfzehn Jahre alt, unter die Reuterei eingereiht. Zum ersten Mal erschien er in den Kriegen vom Jahr 351 unter Constantius. Drei Jahre nachher erhielt er die Taufe, blieb noch zwei Jahre beim Heer, doch bloß dem Namen nach Soldat; endlich erhielt er von Julian seinen Abschied, der zur Cäsarwürde erhoben und 355 den Befehl über Gallien erhielt, wo er bis 361 verblieb. Siehe Hieronymus von Prato, Dissert. 4, tom. I, p.256.

2)
Sulpicius Severus Bericht, in vita S. Martini, c. 9.

3)
Sulpicius Severus Bericht, Hist. 1. 2, c. 51.

4)
Am Zusammenfluss der Loire und Vienne, auf den Grenzen von Poitou und Anjou

5)
Sulpicius Severus, ep. 3 ad Bassulam.

6)
Man erbaute eine besondere Stadt um die Kirche, wohin der Leib des Heiligen versetzt wurde, um die gegenwärtig noch sein Grab umschließt. Lange Zeit hatte diese Stadt ihre besonderen Mauern, die zum Teil mit Türmen noch bestehen. Man nannte sie Martinopel oder Martinsstadt und später wegen einer dort erbauten Feste, Chauteauneuf. Martinopel und Tours lagen gegen sechs hundert Schritte von einander, haben sich aber im Verlauf der Zeit genähert.

7)
In den Legenden der heiligen Gottes und verehrter Landespatrone von Österreich u.s.w. lesen wir, S. 273, daß in der Domkirche zu Salzburg von den Gebeinen des heil. Martin unter dem dritten Epistelseitenaltere sich zur Verehrung der Gläubigen gesetzt finden.

Quellen:

  • Leben der Väter und Märtyrer nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler.  —  Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier  —   aus dem 16. Band von 1825
    Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2008)
  • und weitere
  • Bild1: Holzstich aus dem Buch Legende von den lieben Heiligen Gottes (1863)
  • Bild2: Holzstich aus dem Buch Legende oder der christliche Sternenhimmel (1865)
  • Bild3: Holzstich aus dem Buch Heiligen-Legende für Schule und Haus (1890)
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    Jakob d. Zerschnittene
  28. Stephan
  29. Saturninus M. zu Rom
    Saturminus, Bischof
  30. • Andreas, Apostel



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