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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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über die Legenden der Heiligen

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Allerheiligen (1. November)
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Das Fest aller Heiligen Gottes -

Festtag, Gedenktag oder auch Verehrungstag ist der 1. November

Du hast gewiß einen Kalender in deinem Haus und du nimmst ihn oft zur Hand und schaust darin nach dem Datum, aber nach dem Mondwechsel und den Wetteranzeigen, auch wohl nach den Himmelszeichen und Sonnen- und Mondfinsternissen. Auch die Bauernregeln gefallen dir und die schönen Geschichten, die am Ende stehen. Aber Etwas steht noch im Kalender, das dich mehr als alles dieses ansprechen und freuen soll und was meinst du wohl, ist dieses? Das sind die Festtage des Herrn und die Namen seiner Heiligen, die darin verzeichnet sind. Wir sind Pilger auf Erden, die ins wahre Vaterland, in den Himmel ziehen; weit ist die Reise und beschwerlich und viele Irrwege leiten vom Ziel ab. Da bedürfen wir treue Wegweiser, die uns die rechte Strasse führen und Ruheorte, an denen wir uns, ermüdet, wieder neue Kräfte sammeln zur Weiterreise. Diese Ruheorte sind die Sonn- und Feiertage, wo wir nieder gebeugt und ermattet von den Kümmernissen und Sorgen, den Versuchungen und Kämpfen des Alltagslebens, unserer armen Seele gedenken und ihres Heiles und sie stärken mit dem Worte Gottes, mit Gebet und den heiligen Sakramenten. Die Heiligen aber sind die Wegweiser für jeden Tages weg, den wir machen; denn aus Tagen besteht unsere Lebenszeit und mit dem letzten beginnt die Ewigkeit. Darum ist auch an jedem Tag der Name eines heiligen Dieners oder einer heiligen Dienerin Gottes im Kalender verzeichnet und wie der Strassenzeiger am Wege den richtigen Weg zu Stadt und Dorf, so zeigen uns die Heiligen den rechten Weg zur Stadt Gottes, zum himmlischen Jerusalem, wo der Allerhöchste thront in seiner Glorie und wo wir Ruhe finden sollen, ewige Ruhe für unsere Seelen. Jeder Heilige ruft uns zu:

„Folget uns nach; wir sind voran gegangen und haben das Ziel erreicht, macht es uns nach.”

Jeder Tag hat seine Plage, jeder Tag bringt neue Arbeit, neue Sorge, neue Kümmernis und umstrickt unsere Seele damit und zieht sie zur Erde nieder. Aber da steht der heilige des Tages vor uns und ruft uns zu:

„Christ, Kind des Vaters im Himmel, Bruder des Sohnes Gottes, erkauft durch sein Blut, begnadigt vom heiligen Geiste! die Erde ist nicht dein Ziel, sie stillt deiner Seele Sehnen nicht; hinauf, hinauf zum Himmel geht dein Weg; heilig sollst du werden und selig; heilig hier, selig dort!”

Und wohl dir, wenn du den Ruf vernimmst und verstehst; wohl dir, wenn die Namen der Heiligen im Kalender dir nicht leere Namen sind; wohl dir, wenn du ihn ihre Fußstapfen trittst und ihnen folgst! Aber leider hören gar viele den Ruf nicht, leider wandern gar viele ihre eigenen Wege, verirren sich, und kommen nimmer zum Ziele! Was tut aber da die heil. Kirche Gottes? Am Schluss ihres Jahres, wenn der Herbst gekommen ist und der Landmann die Früchte seines Fleisches die ihm Gott gesegnet, in die Scheune führt, da ruft die Kirche ihren Kindern zu: Kommt, ich will euch andere und köstlichere Früchte zeigen, die in meinem Garten gereift sind. Und sie öffnet unserm Blich die Tore des Himmels und zeigt uns die unzählbare Schar der Heiligen, die am Thron des Allerhöchsten stehen, sie zeigt uns den Heiligen der Heiligen, den Sohn Gottes, sitzend zur rechten des Vaters und an seiner Seite die Königin aller Heiligen, unsere liebe Mutter Maria, und die heiligen Apostel von himmlischer Glorie umflossen und die Patriarchen und Propheten im Schauen des Allerhöchsten versunken und die Märtyrer mit ihren Palmen und Kronen und die Bekenner strahlend im Lichtglanz unnennbarer Seligkeit und die Jungfrauen mit dem nie verwelkenden Kranz auf dem Haupt, angetan mit dem weißen Kleid der Unschuld. Seht da spricht sie, das sind die Früchte der göttlichen Gnade, die der himmlischen Vater in seine ewige Scheune gesammelt; hört, wie sie singen das ewige neue Lied; seht, wie sie leuchten gleich den Sternen, wie sie gekränkt werden von Strömen der Wonne und Seligkeit! In die Höhe eure Augen und Herzen! in ihre Gesellschaft sollt auch ihr kommen, der Vater lädt euch ein, der Sohn führt euch, der heilige Geist stärkt euch, die Heiligen alle bitten für euch. Auf denn, eilt einzugehen in die selige Ruhe, die euch bereitet ist.

Also feiert die heilige katholische Kirche das Fest aller Heiligen und ihre Absicht ist dabei keine andere, als unsere Herzen die das Alltagsleben zur Erde nieder zieht, an ihre ewige Bestimmung zu mahnen und mit heiligem Verlangen nach dem Himmel zu erfüllen. Und da wir uns so gerne mit unserer Schwäche entschuldigen und meinen, wir können das hohe Ziel nicht erreichen, so läßt sie uns am heutigen Tag die Epistel aus der Offenbarung Johannes vorlesen und sagt uns, daß der Himmel mit Menschen aus allen Geschlechtern, Sprachen und Nationen bevölkert ist; daß die Heiligen alles waren, was wir sind, schwach, versucht, sogar Sünder, mit einem Wort, Kinder Adams wie wir, daß es also nur von uns abhängt, eines Tages das zu werden, was sie sind. Und wenn wir fragen, was müssen wir tun, um in ihre Gesellschaft zu kommen? dann zeigt sie uns im heutigen Evangelium die Bedingungen, unter denen wir das Ziel erreichen können. Es sind jene Tugenden, welche Jesus selbst geübt und die er Seligkeiten nennt, weil sie das Menschenherz schon auf Erden zufrieden und selig machen, wenn es davon erfüllt ist.

Das Fest aller Heilige selbst verdankt seinen Ursprung dem Papst Bonifazius IV., der im Jahr 608 das Pantheon, einen heidnischen Tempel, feierlich zu Ehren der allerseligsten Jungfrau und Gottesgebärerin, sowie zum Lob aller heiligen Märtyrer ein weihte.  —   Dieser prächtige Tempel zu Rom, erbaut von Marcus Agrippa, einem Günstling des Kaisers Augustus und Pantheon genannt, weil man darin alle falschen Götter zugleich verehrte, wurde bei Einführung des Christentums nicht zerstört, sondern der Kaiser Honorius befahl, daß man es als Denkmal der alten Herrlichkeit des Kaiserreiches bestehen lasse, aber seine Tore schließe. Es ist ein Meisterwerk der Baukunst, rund, ohne Pfeiler, Säulen und Fenster; das Licht kommt nur durch eine breite Öffnung in der Spitze der Kuppel. Dem Eingang gegenüber stand der Altar des Götzen Jupiter und ringsherum waren die Bilder der verschiedenen Götzen angebracht, welche die Römer von den unterjochten Völkern in den Kreis ihrer Verehrung aufnahmen. In diesem heidnischen Tempel war als der Greuel des Götzentums der ganzen Welt aufgehäuft; alle Götzen fanden da ihren Platz und ihre Verehrung. Da kam nun der Papst Bonifaz auf den Gedanken, diesen Tempel aller heidnischen Gottheiten zu öffnen und von dem scheußlichen Schmutz der Abgötterei zu reinigen. Der Tag der christlichen Weihe dieses Tempels war einer der feierlichsten, welche Rom kannte. Am Vorabend wurde aus den Katakomben eine große Menge Reliquien heiliger Märtyrer auf achtzehn reich geschmückten Wägen gelegt; am Tag selbst erschien der Papst, mit allen Zeichen seiner Würde angetan, begleitet von einer großen Zahl Priester. Die Reliquien wurden im Triumph zum Tempel geführt und in die bereiteten Behälter gelegt. Nun begann der Papst die heilige Weihe und widmete das prachtvolle Gebäude der heiligsten Jungfrau und allen Märtyrern. Von diesem Tag an wurde alljährlich das Fest aller heiligen in dieser Kirche begangen und vom Papst Gregor IV. dann über die ganze katholische Kirche ausgedehnt und am 1. November zu feiern befohlen.

Die Absicht der Kirche aber bei der Einführung dieses festes ist außer der oben angeführten eine dreifache.

Erstens ist ohne Zweifel die Zahl der Heiligen, die mit Christus um Himmel regieren, sehr groß. Der heilige Johannes sagt:

„Und ich sah eine große Menge, die niemand zählen kann, aus allen Geschlechtern, Stämmen, Völkern und Sprachen, stehend vor dem Thron und Angesicht des Lammes.”

Von den heiligen Märtyrern, die um Jesu willen ihr Blut vergossen, zählt man in den Gräbern Roms allein über 6 Millionen und auf der ganzen Erde mehr als 17 Millionen. Wer vermag aber die Zahl jener treuen Diener Gottes zu zählen, welche im Laufe so vieler Jahrhunderte in seiner Gnade verschieden sind? Die Namen vieler Heiligen aus allen Ständen sind uns bekannt, der Kalender gibt eine große Zahl derselben an, aber wer kennt die Namen so vieler, die in Christo verborgen gelebt und deren Namen allein im Buch des Lebens verzeichnet sind? Da nun einerseits nichts billiger ist, als daß wir den verklärten Freunden Gottes, mit denen wir als Glieder der katholischen Kirche in Gemeinschaft stehen, die gebührende Ehre erweisen, da sie von Gott selbst so hoch geehrt werden und da andererseits ihre Namen uns unbekannt sind und es nicht möglich ist, jedem Heiligen ein besonderes Gedächtnis zu widmen, so hat die heilige Kirche sehr weise angeordnet, daß man dieselben insgesamt an einem bestimmte Tag verehre.

Zweitens besteht unter den katholischen Christen kein Zweifel, daß die Heiligen durch ihre Fürbitte viel bei Gott vermögen. Sind sie ja doch auserwählte Gefäße seiner Gnade und sein Freunde, denen er Macht gegeben, mit ihm zu herrschen. Gewiß können wir Gnaden durch ihre Fürbitte erlangen, die wir unserer Sünden wegen zu erhalten nicht würdig wären. Damit wir nun um so gewißer alles erhalten, was uns zur Seligkeit notwendig und nützlich ist, hat die Kirche angeordnet, alle Heiligen zugleich um ihre Fürbitte anzurufen im vertrauen, Gott werde das Flehen seiner geliebten Freunde nicht verschmähen. Daher betet auch die Kirche in der heutigen Messe also:

„Allmächtiger, ewiger Gott! der du uns die Verdienste aller deiner Heiligen mit Einem male feiern läßt; wir bitten dich, laß uns die erwünschte Fülle deiner Erbarmung auf die Fürbitte so vieler zukommen, durch Christus unseren Herrn, Amen.”

Drittens will uns die heilige Kirche am heutigen Tag ganz besonders mahnen und aufmuntern, den Heiligen auf dem Weg zum Himmel nachzufolgen und ihre schönen Tugenden zu üben, wodurch sie eben heilig und selig geworden sind.   —  Heilig müssen wir werden, dazu sind wir ja von Gott berufen. Wer nicht heilig wird, wird auch nicht selig. Wir können aber auch heilig werden, wenn wir in die Fußstapfen Jesus, seiner göttlichen Mutter und seiner Heiligen treten. Sie haben tiefe unvertilgbare Spuren zurück gelassen, die du nicht übersehen kannst, außer du drückst die Augen zu. Lies nur die Legende durch, die Lebensgeschichte eines jeden Heiligen wird dir hierüber Aufschluß geben. Doch will ich dir in Kürze zeigen, wie sie es gemacht haben, eine solche Heiligkeit und Seligkeit zu erlangen.

Fürs Erste hatten sie ein recht inniges Verlangen, eine heilige Sehnsucht, die Christliche Vollkommenheit zu erreichen oder, was das selbe ist, Christus ähnlich zu werden. Dieses Verlangen, so es in einem Herzen lebendig ist, nennen die Geisteslehrer schon ein Zeichen der Auserwählung. Dieses Verlangen wird aber im Herzen rege und lebendig, wenn man ernstlich betrachtet, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben, welche unaussprechliche Seligkeit, welch unschätzbarer Lohn denen versprochen ist, welche die Vollkommenheit erreichen. Daher haben denn auch die Heiligen anverwandt ihren Blick auf die ewigen Güter gerichtet und sich von dem trügerischen Schein der vergänglichen Güter und Freuden dieser Welt nicht täuschen und fesseln lassen.

Fürs Zweite haben die Heiligen eben deshalb auch die Welt vom ganzen Herzen verachtet und ihre eitlen erbärmlichen Freuden verschmäht. Sie haben auf das schmähliche, bittere Ende der selben geschaut und wurden mit Ekel und Abscheu gegen sie erfüllt. Schau dich nur auch um und siehe, wie die Welt ihre Liebhaber belohnt; mit Sorgen und Kümmernis, mit Mühen und Plagen, mit Streit und Zwietracht, mit Jammer und Elend, mit Krankheit und Tod. Keinen Liebhaber der Welt wirst du zufrieden finden und ihr Tod, wie bitter, wie jammervoll, wie schrecklich ist er!

Fürs Dritte ließen es die Heiligen beim bloßen Verlangen nach Vollkommenheit und Seligkeit nicht bewenden, sondern sie haben auch ernstlich Hand angelegt, eingedenk der Worte Jesus: Das Himmelreich leidet Gewalt. Sie haben ihre bösen Neigungen fortwährend bekämpft, haben den Versuchungen kein Gehör gegeben, dem Lockungen der Welt widerstanden und die Anfechtungen immer mit aller Kraft bestritten. Sie haben sorgfältige Wache gehalten über ihre Sinne, haben sie abgetötet und bezähmt und weil sie ihrer Schwäche bewußt waren, sich immer mißtraut. Allerdings war dieser Kampf für sie hart, auch sind sie gar oft gestrauchelt und haben Wunden davon getragen, aber sie haben den Mut nicht verloren. Sie haben erkannt, daß es zwischen Himmel und Hölle, zwischen ewiger Seligkeit und ewiger Verdammnis keinen Mittelweg gibt; sie wußten, daß Jesus nur von einem engen und einem breiten Weg spricht; darum haben sie auch mit aller Gewalt gerungen gleich einem Soldaten, der umgeben von Feinden keinen anderen Ausweg mehr kennt, als zu siegen oder zu sterben. Haben sie auch gefehlt, so erhoben sie sich in Demut und Reue wieder, wurden noch behutsamer und vorsichtiger und so gereichten ihnen sogar die Fehler zum besseren Fortschreiten im Guten.

Fürs Vierte haben die Heiligen sehr viel Treue bewiesen in kleinen Dingen und haben eben dadurch auch die Gnade erlangt, Großes und Schweres zu üben. Wenn du von den übermenschlichen Bußwerken, von dem überaus strengen Leben so mancher Heiligen, von ihren großen Leiden liest, so gerätst du in Furcht und glaubst, daß es dir unmöglich sei, heilig zu werden, weil du solches nicht zu tun vermagst, indem deine ganze Natur davor erschaudert. Aber du sollst wissen, daß du diesen schrecklichen Bußwerken allein die Heiligkeit noch nicht liegt und dann, daß die Heiligen nicht einmal zu solcher Höhe der Abtötung gelangt sind. Sie haben zuerst mit Kleinem angefangen, haben im Kleinen sich geübt, gaben darin treu ausgeharrt und die Gnade erlangt, größeres zu tun. Verachte nur Kleinigkeiten nicht, glaube nicht, dieser oder jener kleine Fehler habe nicht viel zu bedeuten, sondern meide und bekämpfe auch das geringste, denn Christus sagt:

„Wer getreu ist im Kleinen, wird auch treu im Großen; und wer in dem Wenigen ungetreu und böse ist, der wird es auch im Vielen sein” (Luk. 16, 10.)

Fürs Fünfte haben sie immer auf ihr Vorbild Jesus Christus geschaut, der uns, wie der heilige Petrus sagt, ein Beispiel hinterlassen, auf daß auch wir in seine Fußstapfen treten. In seiner Bergpredigt hat Jesus die Stufen angegeben, auf denen man zur Seligkeit gelangt; er selbst aber ist sie auch voran gegangen und die Heiligen haben ihm treu nach gewandelt. Sie haben seine Demut, seine Sanftmut, seine Friedfertigkeit, seine Barmherzigkeit, seinen Gehorsam, seine Reinigkeit, seine Geduld etc. nachgeahmt und zu dieser Nachahmung sich angespornt und beständige Betrachtung seines Lebens, Leidens und Sterbens. Wohl wußten sie, daß sie aus eigener Kraft Christus nicht ähnlich werden könnten, sie kannten ihre Schwächen und die Gefahren, die ihnen drohten, aber eben deshalb haben sie

Sechstens fest auf des Herrn Hilfe gebaut, unablässig gebetet und gefleht und die Gnadenmittel angewendet, die Christus zum Heil der Menschheit verordnet hat. Durch ihr Gebet haben sie auch das nötige Licht und die nötige Kraft erlangt, das Gute zu erkennen und zu tun und da sie oft die heiligen Sakramente empfingen, so hat Christus selbst in ihnen und mit ihnen gegen die feinde ihres Heiles gekämpft und ihnen den Sieg erringen helfen. Endlich

Siebtens haben alle Heiligen eine kindliche Andacht und Liebe zur seligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria im Herzen getragen und was sie durch ihr Gebet nicht vermocht, das hat ihnen Maria, die barmherzige und mächtige Jungfrau, bei Gott erfleht, weswegen mit Recht Maria „die Königin aller Heiligen” genannt wird, und nicht bloß deshalb, weil sie alle Heiligkeit übertroffen hat, sondern weil alle Heiligen auf Erden ihre treuen Diener und Verehrer gewesen sind.

Lies nun, Christliche Seele, diese sieben Punkte nochmal durch, nimm sie zu Herzen, befolge sie und du wirst und kannst heilig und selig werden. Du willst ja heilig werden, ja mußt heilig werden, wenn du in das Himmelreich eingehen willst. Es gibt keinen Mittelweg, Himmel oder Hölle, heilige oder gottlos, selig oder verdammt, wähle!..

Zum Schluß will ich dir noch die Titel erklären, welche die Kirche ihren verklärten Kindern gibt und in der Legende öfters vorkommen, nämlich: Diener Gottes, Ehrwürdig, Selig, Heilig

  • Diener Gottes wird der genannt, welcher im Rufe der Heiligkeit verschieden ist.
  • Ehrwürdig heißt der, dessen Ruf der Heiligkeit durch ein gesetzliches Urteil erwiesen ist, oder vielmehr, dessen Prozess der Seligsprechung begonnen hat.
  • Selig der, welcher Selig gesprochen ist, d. h. der, dessen Heiligkeit durch ein feierliches Urteil ausgesprochen ist, und dem der Papst in gewissen Ländern, in gewissen religiösen Orden bis zur feierlichen Heiligsprechung eine öffentliche Verehrung erweisen läßt.
  • Heilig endlich der, welcher feierlich heilig gesprochen oder kanonisirt, d. h. dessen öffentliche Verehrung in der ganzen katholischen Kirche gestattet ist.

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

Bild: Holzstich aus dem Buch Legende von den lieben Heiligen Gottes (1863)

Heilige, Seelige im Monat November -
  1. • Allerheiligen
  2. • Allerseelen
  3. • Hubertus, (Hubertustag)
    • Pirmin
    Malachias
  4. Borromäus
  5. Itha
  6. • Leonhard
  7. Willibrord
  8. Gottfried
  9. Barlaam
    Patricius
  10. Andreas
  11. • Martin, Bischof
  12. • Martin, Papst
    • Victorin
  13. Stanislaus
  14. • Gertrudis
  15. • Marinus und Anianus
    • Leopold
    Homobonus
  16. Albertus
  17. Gregorius
  18. Petrus und Paulus
  19. Elisabeth
    Mechtildis v. Helfta
    • Totto, Abt
  20. Edmund
    • Korbinian
    Vinzenz Strambi
  21. Opferung Mariä
  22. Cäcilia
  23. Klemens
  24. Johannes v. Kreuze
  25. • Katharina
  26. • Konrad
  27. • Virgilius
    • Bilhildis, Witwe
    Jakob d. Zerschnittene
  28. Stephan
  29. Saturninus M. zu Rom
    Saturminus, Bischof
  30. • Andreas, Apostel



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