Der heilige Edbert (Eadbert), Bischof von Lindisfarn in England -
- Festtag, Gedenktag ist der 6.Mai
- * um
- † am 6. Mai im Jahr 698
Eadbert oder Edbert war ein heiliger Mann, der große Kenntnisse in der göttlichen Schrift besaß und jedes Jahr den Armen den zehnten Teil seiner Güter gab.
Er folgte 687 dem heil. Euthbert auf dem bischöflichen Stuhl von Lindisfarn und stand 11 Jahre dieser Kirche zur größten Erbauung vor.
Er hatte es sich zum Gesetz gemacht, die fasten und die 40 Tage vor dem Weihnachtsfest an einem einsamen Ort zuzubringen, wo sein Vorfahrer Gott gedient hatte, ehe er auf die Insel Farn kam.
Entfernt von aller menschlichen Gesellschaft, beobachtete er während dieser ganzen Zeit ein strenges Fasten und beschäftigte sich nur mit dem Gebet und der Betrachtung.
Da elf Jahre nach dem Tode des heil. Euthberts die Mönche von Lindisfarn seinen Leib noch ganz und ohne die geringste Spur der Verwesung, samt den Kleidern, in der er eingehüllt war, fanden, begehrten sie von ihrem Bischof die Erlaubnis, diese köstlichen Überbleibsel zu erheben. —
Sie brachten ihm in die Einsamkeit, wo er sich gerade aufhielt, einen Teil der Kleider, in welcher der heil. Leib eingehüllt war.
Eadbert küßte sie ehrfurchtsvoll und befahl dann, daß die Reliquien seines heiligen Vorgängers, in einem ganz neuen Sarge verschlossen, vor dem Heiligtum aufgestellt werden.
"Das Grab", so fügte er bei, "das durch ein solches Wunder geheiligt ist, wird nicht lange leer bleiben."
Durch diese Worte zeigte er seinen nahen Tod an.
Er wurde auch wirklich gefährlich krank und starb den sechsten des folgenden Maimonats.
Er wurde in dem Grab des heil. Euthberts beigesetzt, wo auf seine Fürbitte mehrere Wunder geschahen.
Sein Name ist an diesem Tag im römischen Martyrologium verzeichnet.
Quellen:
- Leben der Väter und Einsiedler nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler. — Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier —
aus dem 6. Band von 1823, Seite 229
- Internetrecherchen und weitere Legendenbücher
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