Der heilige Guido (Wido), Abt zu Pomposa in Italien -
- Festtag, Gedenktag ist der 31. März
- * in Casemar bei Ravenna
- † am 31. März 1046
Dieser Heilige 1), wurde geboren in dem Dorf Casemar (Casamari), bei Ravenna.
Seine Eltern gaben ihm ein christliche Erziehung, wodurch in ihm die glücklichen Anlagen zur Tugend bald entfaltet wurden.
Er bekam die Tonsur auf einer Reise nach Rom.
Nachdem er wieder in seine Heimatregion zurückgekehrt war, übergab er sich der Führung eines heil. Einsiedlers mit dem Namen Martin.
Drei Jahre später bezog er das Kloster Pomposa in der Grafschaft Ferrara.
Er wurde dort zum Abt gewählt und die Frömmigkeit blühte bald herrlich auf unter ihm, welches denn auch eine Menge Jünger herbei führte, unter denen Albert, sein Vater und Gerhard, sein Bruder, sich befanden.
Er starb im Jahre 1046, nachdem er dem Kloster Pomposa vierzig Jahre vorgestanden hatte.
Geduld in den Prüfungen, Liebe zur Einsamkeit und zum Gebete waren seine Tugenden, welche vorzüglich zu seiner Heilung beitrugen.
Der Kaiser Heinrich III. ließ seine Überbleibsel nach Speier am Rhein bringen, wo er auch nachher als Hauptpatron verehrt wurde.
Nachdem das Stift durch die französische Staatsumwälzung aufgehoben und zerstört wurde, brachte man diese heiligen Gebeine in die St. Magdalena Kirche zu den ehemaligen Dominikanerinnen, wo bis zur Herstellung des damaligen Domes der Pfarrgottesdienst verrichtet wurde.
1)
In Frankreich nennt man ihn Guyon oder einfach Guy. In Deutschland ist er auch bekannt unter dem Namen Wido oder Weiden.
Daher der erhöhte Ort, wo das Stift unter dessen Namen in Speier stand, den Namen Weidenberg führt.
Quellen:
- Leben der Väter und Einsiedler nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler. — Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier —
aus dem 4. Band von 1823, Seite 307
Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2009)
- und Internetrecherchen
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