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Der heilige Serapion, der Sindonite von Ägypten
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Der heilige Serapion von Ägypten - genannt der Sindonite

Festtag, Gedenktag ist der 21. März

* in Ägypten, † kurz vor dem Jahr 388 in Ägypten eventuell im Jahre 356

Serapion mit dem Beinamen Sindonite, so genannt wegen seiner Kleidung, einer Art leinernen Schärpe, mit welcher er seinen Leib bedeckte, wurde in Ägypten geboren. Seine Lebensweise war ausserordentlich streng. Seine verschiedenen Reisen verminderten nicht im Geringsten jenen Geist der Demut, der Abtötung und Versammlung, die ihm zu einer heiligen Angewöhnung geworden waren. Gerührt durch den elenden Zustand eines heidnischen Gauklers, bediente er sich, um dessen Bekehrung nicht zu verfehlen, eines Mittels, das großen Eifer, und glühende Nächstenliebe voraus setzte. Er verkaufte sich ihm als Sklave um zwanzig Silberlinge. Die genaueste Dienstleistung ließ ihn immer noch die Zeit übrig, um den Gebete und der Betrachtung zu obliegen. Wasser und Brot machten seine ganze Nahrung aus. Endlich brachten seine Reden und Beispiele die Wirkung hervor, die man natürlich davon erwarten mußte; der Gaukler bekehrte sich mit seiner Familie, und entsagte seinem leidigen Gewerbe. Er wollte nicht mehr zugeben, daß Serapion sein Sklave bleibe, und gab ihm als Dankbarkeit die Freiheit, konnte ihn aber nicht dazu bewegen, daß er die von ihm empfangenen zwanzig Silberlinge entweder zu seinem Gebrauche, oder für die Armen zurück behielte.

Einige Zeit nachher verkaufte sich der Heilige abermal, um eine arme Witwe mit dem Erlösten zu unterstützen. Sein neuer Meister war mit dem Dienste so zufrieden, daß er ihn frei gab; er schenkte ihm noch sogar ein Kleid, einen Oberrock und ein Evangelien Buch. Kaum hatte Serapion das Haus verlassen, als er einem Armen begegnete, und ihm das Kleid dar reichte. Eine Strecke weiter stieß er auf einen zweiten Armen, der dem Froste beinahe erlag; diesen bedeckte er mit seinem Oberrocke, so daß ihm zu seiner eigenen Bedeckung nur noch ein Stück Leinwand übrig blieb. Als ihn Jemand fragte, wo seine Kleider hingekommen waren, antwortete er:

„Dieses da,” indem er auf das Evangelien Buch hin deutete: „Dieses da, hat mich der selben beraubt.”

Auch dieses Buch blieb nicht lange sein Eigentum, er verkaufte es, um damit eine in das äußerste Elend geratene Person zu unterstützen; und als man ihn zu Rede stellte, was er damit gemacht habe, gab er zur Antwort:

„Solltet ihr`s wohl glauben? Es kam mir vor, als hörte ich beständig das Evangelium mir zurufen: Gehe hin verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen. Daher habe ich mein Buch verkauft, und habe den Ertrag davon den Gliedern Jesu Christi, die ich im Bedrängnisse sah, gegeben.”

Serapion, der nichts mehr hatte, als sich selbst, verkaufte sich noch mehrere Male, um den geistlichen und leiblichen Bedürfnissen seiner Brüder abzuhelfen. Unter denjenigen, in deren Sklavendienst er trat, war auch ein Manichäer, der zu Lazedemon wohnte; er hatte das Glück, diesen mit seiner ganzen Familie in den Schoß der wahren Kirche zurück zu führen. Die merkwürdige Lebensgeschichte des heiligen Serapion machte auf den heiligen Johannes, Patriarch zu Alexandrien, mit dem Beinamen Almosengeber, einen solchen Eindruck, daß er seinen Hausverwalter zu sich berief, und ihn mit tränenden Augen sagte: „Ach! wir würden sehr unrecht haben, wenn wir uns rühmten, daß wir unsere Güter den Armen austeilen. Hier ist ein Mann (der heilige Serapion) der ein Mittel gefunden hat, sich selbst hinzugeben für sie, und zwar mehrere Male.”

Serapion ging von Lazedemon nach Rom, um sich nach den erhabenen Tugendbeispielen, welche in dieser Stadt leuchteten, zu vervollkommnen; hierauf kehrte er nach Ägypten zurück, und starb daselbst in der Einöde in seinem Sechzigsten Lebensjahre. Sein Tod ereignete sich kurz vor der Zeit, wo Palladius die Einsiedler Ägyptens besuchte, das heißt, kurz vor dem Jahre 388. (Pallad I. c. cap. 83)

Quellen:

  • Leben und Taten der Heiligen - Eine Legenden-Sammlung für das christkatholische Volk von Michael Sitzel, Beichtvater des Mutterhauses der barmherzigen Schwestern zu München (1839)
  • Encyklopädie der katholischen Theologie und ihrer Hilfswissenschaften (1850) von
    • Heinrich Joseph Metzer (Doctor der Philosophie u. Theologie und ord. Professor der orientalischen Philologiean der Universität zu Freiburg im Breisgau)
    • Benedikt Welte, (Doctor der Theologie und ord. Professor an der katholisch-theologischen Facultät zu Tübingen)
  • und weitere
Heilige im Monat März -
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