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Die heilige Gertrudis, Jungfrau
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Die heilige Gertrudis, Jungfrau - Äbtissin in Nivelles (Belgien)

  • Festtag, Gedenktag ist der 17. März
  • * 626 zu Nivelle
  • † am 17. März im Jahre 659 in Nivelles (Belgien)

Die heilige Gertrudis, deren Fest heute die Kirche feiert, darfst du nicht verwechseln mit einer anderen heiligen Gertrudis, deren fest am 16. November gefeiert wird. Die heilige Gertrudis , von der ich jetzt erzähle, hatte zum Vater den seligen Pipin von Landen (Reichsverweser dreier Könige in Frankreich), einen gar treuen Diener Gottes. Ihre Mutter war die selige Jtta und ihrer Mutter Bruder war der heilige Bischof Modoald von Trier. Der Wohlgeruch der Heiligen duftete also schon um die Wiege der heiligen Gertrudis. Im Palast ihres Vaters sah sie als Kind nur die schönsten Beispiele aller christlichen Tugenden und so konnte es gar nicht fehlen, daß auch ihr Herz von der heiligen Liebe zu Gott ergriffen und mit innigem Verlangen nach der Vereinigung mit Gott erfüllt wurde. Schon in ihrem zwölften Jahre brachte sie ihr unschuldiges, jungfräuliches Herz Gott durch ein Gelübde zum Opfer, und wandte dann auch alle Wachsamkeit an, die Lilie der Keuschheit rein zu bewahren. Sie war zur blühenden Jungfrau herangewachsen und sollte nun nach dem Wunsche ihres Vaters einen schönen, reichen und noch dazu tugendhaften Fürstensohn heiraten, aber entschlossen gab sie zur Antwort:

„Ich habe schon einen unsterblichen Bräutigam erwählt, dessen ewige Schönheit der Grund aller Schönheit der Geschöpfe ist, dessen Schätze unermeßlich sind und vor dessen Angesicht die Engel anbetend nieder fallen. Ihm kann ich niemals einen sterblichen Bräutigam vorziehen.”

Der fromme Vater drang nicht weiter in sie und nun lebte sie still und zurück gezogen im elterlichen hause bis zu seinem Tode. Nachdem sie ihm die letzte Ehre erwiesen, faßte sie mit ihrer frommen Mutter den Entschluß, das Haus, wo sie bisher gewohnt, in ein Kloster zu verwandeln, und darin ihre Tage dem Dienste des Allerhöchsten zu weihen.

Mutter und Tochter ließen auch wirklich das Haus zu einem wohnlichen Kloster einrichten und daneben eine Kirche bauen. Bald kamen mehrere Jungfrauen, durch das Beispiel der frommen Gertrudis angelockt, und begehrten und erhielten die Aufnahme.

Die gottselige Mutter Jtta leitete fünf Jahre lang als Vorsteherin die frommen Bräute Christi, bis sie selig im Herrn entschlief. Nun leitete Gertrudis die fromme Gemeinde. Allen war sie ein Muster der Frömmigkeit; im Innern des Klosters war sie wie die Seele im Leibe; alle Schwestern entflammte sie zum heiligen Eifer im Dienste Gottes; allein war sie eine liebende Mutter, in Handarbeit, die sie jeder anwies, und im Gebet und Betrachtung brachte sie mit ihnen die tage zu; sie selbst aber verwendete auch die Nächte auf das Gebet. Aus Rom ließ sie um teures Geld gute Bücher kommen; sie selbst las täglich die heilige Schrift so fleißig, daß sie einen großen Teil auswendig wußte.

Um fromme, in den Wegen des Heils erfahrene Beichtväter war sie sehr besorgt. Der Müßiggang war ihr sehr verhaßt, immer arbeitete und betete sie, las in einem Buche oder führte geistliche Gespräche. Auch die Armen und Kranken vergaß sie nicht und ließ deshalb auch ein Spital nahe dem Kloster erbauen. Im dreißigsten Jahre ihres Alters legte sie das Vorsteheramt nieder, um sich ungestörter auf den Tod vorbereiten zu können. Drei Jahre danach traf sie ein Schlagfluß, der ihr die Nähe des Todes anzeigte. Gott für diese Gnade dankend, empfing sie mit inniger Andacht die heiligen Sakramente, ermahnte dann die Schwestern zur Treue im Dienste des Herrn und befahl, all ihr Habe den Armen zu geben; die Schuldurkunden ließ sie verbrennen. Dann verordnete sie, daß man ihren Leib in dem härnen Bußgewande, das sie bisher auch in der Krankheit trug, begrabe; „denn, sprach sie, das Überflüssige nützt weder den Toten noch den Lebendigen.”

Am vorletzten Tage schickte sie einen Priester zu dem frommen Pilger Ultanus, der sich in einem von der Heiligen erbauten Kloster aufhielt, und ließ ihn fragen, an welchem Tage sie sterben werde? Bei aller Sehnsucht nach dem Tode fühle sie doch eine innerliche Furcht. Ultanus gab zur Antwort: „Sage ihr, Morgen während der heiligen Messe wird Gertrud, die Dienerin Gottes und Braut Christi, ihr Leben enden. Sie möge nur alle Furcht fahren lassen und wohl getröstet sein: denn der heilige Patritius (heute am 17. März ist sein Festtag) wartet auf sie mit den Chören der Engel und sie wird mit großer Herrlichkeit empfangen werden.” Die Antwort machte der Heiligen große Freude; sie empfing noch einmal die heilige Wegzehrung und gab, wie Ultanus vorher gesagt hatte, während der heiligen Messe ihren Geist in die Hände Jesu am 17. März 659.

Sie wird abgebildet in Nonnenkleidung, ein Kruzifixbild in der Hand.

Quellen:
Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

Heilige im Monat März -
  1. • Eudoria (Eudokia)
    • Suitbert (Suidbert)
    David
    • Leo
    • Monan
    • Albinus von Angers
  2. • Karl von Flandern
    • Ceadda (Chad)
    • Marnan
  3. • Kunigunde, Kaiserin
    • Marinus, Märtyrer
  4. • Kasimir von Polen
    • Lucius
    • Basin
    • Petrus
    • Hadrian v. St. Andrews
  5. • Johann Joseph v. Kreuz
    • Hadrian und Eubul
    • Kiaran (Kenerin)
    • Gerasimus
    • Theophilus
    • Eusebius
    • Virgilius
  6. • Koletta, Coleta
    • Reginbald, Bischof
    • Baldred
    • Cadrool
    • Kineburga, Kineswida
    • Fridolin
    • Rosa von Viterbo
  7. • Perpetua
    • Felicitas
    • Thomas von Aquin
  8. • Johannes von Gott
    • Apollonius u. Philemon
    • Sennan
    • Felix
    • Julian
    • Duthac
  9. • Katharina von Bologna
    • Pacian
    Franziska von Rom
  10. • Simplicius, Papst
    • Vierzig Märtyrer
  11. • Eulogius von Cordoba
  12. Fina
  13. • Euphrasia, Jungfrau
  14. • Mathildis, Mathilde
    • Bonifacius von Roß
  15. • Zacharias
  16. • Megingoz von Würzburg
    • Heribert von Köln
    • Julian von Cilicien
    • Finian
    • Eusebia
    • Gregor
  17. • Gertrud von Nivelles
    • Patrizius, Patrick
  18. Zyrillus, Cyrill
    • Eduard von England
    • Alexander v. Jerusalem
    Narzissus
  19. • Joseph, Josephitag
  20. • Wolfram von Sens
    • Ambrosius von Sienne
  21. • Nikolaus von Flüe
    • Serapion, der Sindonite
    • Benedikt von Nursia
  22. • Paulus von Narbonne
    • Lea
    • Deogratias
    • Katharina von Schweden
    Basilius von Ankara
  23. • Toribio, Turribius
  24. • Gabriel, Erzengel
    • Katharina von Schweden
    • Simon von Trient
  25. • Mariä Verkündigung
  26. • Ludgerus, Ludger
    • Johannes von Lykopolis
  27. • Rupert, Ruprecht
  28. • Guntram
    • Sixtus III., Papst
  29. • Jonas
    • Barachisus
    • Regulus
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  30. • Acacius, Achatius
    • Guido (Wido)



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