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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

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Der heilige Eulogius von Córdoba
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Der heilige Eulogius von Córdoba - Priester und Märtyrer

  • Festtag, Gedenktag ist der 11. März
  • * in Cordoba (Spanien)
  • am 11. März 859

Eulogius stammte aus einer der ersten Familien Cordobas die damals die Hauptstadt der Mauren oder Sarazenen von Spanien war. Diese Völker hatten nach der Zerstörung des gotischen Reiches das Christentum fortbestehen lassen und sogar dessen öffentliche Ausübung bis zur Geburt unseres Heiligen geduldet, indem sie sich damit begnügten, von jedem Christen an den Neumonden eine Abgabe zu fordern.

Eulogius brachte seine ersten Lebensjahre unter den Geistlichen der Kirche des heiligen Märtyreres Zoilus zu, der in Cordoba während der dioklezianischen Verfolgung für den Glauben starb, und nun am 27. Juni verehrt wird. Er zeichnete sich durch bald durch Tugend und Wissenschaft aus. Da er in der Folge zum Priester geweiht wurde, machte man ihn zum Vorsteher der geistlichen Schule zu Cordoba, die damals sehr berühmt war. Seine wissenschaftlichen Arbeiten heiligte er durch das Gebet, Fasten und Nachtwachen, und erwarb sich durch seine Demut, Leutseligkeit und Nächstenliebe die Freundschaft und Verehrung Aller, die ihn kannten. Oft besuchter die Klöster, um sich nach den vollendeten Mustern, die er vor Augen hatte, in der Vollkommenheit bilden zu können; und sein Eifer für das Heil der Seelen bewog ihn, Vorschriften zur Leitung solcher Personen zu entwerfen, die sich auf besondere Weise Gott widmen wollten.

Da einige Christen aus unbescheidenem Eifer öffentlich gegen Mohammed und die von ihm gestiftete Religion geredet hatten, entstand eine grausame Verfolgung gegen die Kirche von Spanien; sie brach aus im Jahre 850 nach Christi Geburt und im neun und zwanzigsten der Regierung Abderrama`s des Dritten. Ein Bischof, Namens Rekkafred, erklärte sich gegen die Märtyrer, und auf sein Anstiften wurde der Bischof von Cordoba mir mehreren Priestern und anderen Christen in das Gefängnis geworfen. Unter der Zahl dieser Priester war auch Eulogius, dessen ganzes Verbrechen darin bestand, daß er den Märtyrern durch seine Lehre Mut einflößte. Der heilige Diener Gottes verwandte nun die Zeit, welche er im Gefängnisse zu brachte, zur Abfassung seiner Ermahnung an die Märtyrer. Sie ist an zwei Jungfrauen, Namens Flora und Maria, gerichtet, die den 24. Januar des folgendes Jahres enthauptet wurden. Eulogius und seine Gefährten setzte man sechs Tage nach dem Martertode oder zwei Jungfrauen wieder in Freiheit; und dieses schrieben sie der Fürbitte zu, welche Flora und Maria im Himmel für sie einzulegen versprochen hatten.

Noch eine große Anzahl Christen empfing im Jahre 852 die Märtyrerkrone. Die Vornehmsten unter ihnen waren Gumisund, Aurelius und Felix mit ihren Weibern, Christophorus, Levilgild, Rogel u. a. m. Allein da die Kirche von Spanien für die Schwachheit ihrer Kinder fürchtete, und die verderblichen Folgen, welche gewöhnlich die Vermessenheit nach sich zieht, kannte, ward in dem selben Jahre ein Konzilium zu Cordoba gehalten, welches jedem Christen verbot, sich selbst den Verfolgern auszuliefern.

Die Verfolgung dauerte fort unter Mohammed, Abderrama`s Sohn und Nachfolger. Die Mönche Fandil, Anastasius, Felix und drei Klosterfrauen, Namens Digna, Columba und Pomposa, starben im Jahre 853 für den Glauben. Der heil. Eulogius ermutigte sie alle zum großmütigen Kampfe. Gerne hätte er, wie man aus seinen Schriften sieht, an ihren Triumphen Teil genommen; denn seine brennende Liebe für Jesus scheute kein Opfer. Er beschrieb die Geschichte ihres Märtyrertodes in drei Büchern, unter dem Titel: Denkschrift der Heiligen; und verfaßte auch ihre Schutzrede gegen Jene, die ihnen den Rang der Märtyrer streitig machten, unter dem Vorwande, daß sie keine Wunder wirken, wie jene, welche in der ersten Kirche für den Glauben gestorben sind.

Der Heilige hatte einen Bruder, der ebenfalls die Wirkungen des Hasses der Mohammedaner gegen das Christentum empfinden mußte. Man entsetzte ihn seiner Stelle, die einer der angesehensten im Königreiche war. Eulogius wurde nach seiner Entlassung aus dem Gefängnisse gezwungen, bei Rekkafred zu leben, von dem wir schon geredet haben, und der unter des Schäfers Hülle ein Wolfsherz verbergend sein heilige Amt zum Dienste der Ungläubigen mißbrauchte. Er empfand einen tiefen Schmerz, daß er sich nicht von einem Bischofe trennen konnte, welcher so viele Christen in`s Verderben stürzte. In einer so drückenden Lage untersagte er sich alle Amtsverrichtung, die Verkündigung des göttlichen Wortes ausgenommen, und las nicht einmal die heilige Messe, um nicht mit diesem häuslichen Feinde in Gemeinschaft zu treten.

Da der Erzbischof von Toledo im Jahre 853 starb, wurde Eulogius einstimmig zu dessen Nachfolger erwählt. Allein seiner Weihe trat ein Hindernis in den Weg. Übrigens überlebte er auch nur kurze Zeit seine Wahl, indem er bald darauf den Martertod erlitt, zu dem er so viele Christen ermahnt hatte. Die Veranlassung dazu war folgende: eine Jungfrau, Namens Leokrizia, aus einer vornehmen Familie unter den Muselmännern, war von ihrer Kindheit an durch eine ihrer Verwandten im Christentum unterrichtet worden, die sie auch sogar hatte taufen lassen. Ihr Vater und Ihre Mutter, die dieses wahrnahmen, mißhandelten sie Tag und Nacht, um sie zur Verläugnung des Glaubens zu zwingen. Diese benachrichtigte den Priester Eulogius und dessen Schwester Anulona von ihrer bedrängten Lage, und ließ ihnen sagen, daß sie wünschte, sich an irgend einen Ort zurück zu ziehen, wo sie frei ihre Religion ausüben könnte. Eulogius gab ihr heimlich Mittel an die Hand zur Entweichung aus dem väterlichen Hause, und hielt sie einige Zeit bei treuen Freunden verborgen. der Vater und die Mutter boten in ihrer Verzweiflung über die Flucht ihrer Tochter alle Mittel auf, um sie wieder zu finden; was ihnen auch endlich nach langem Nachforschens gelang.

Man führte Eulogius und Leokrizia vor den Richter. Da dieser den Heiligen fragte, warum er eine Tochter von dem ihrer Eltern schuldigen Gehorsam abwendig gemacht habe, bewies er ihm, daß es Fälle gebe, wo der Ungehorsam gegen die Eltern eine Pflicht sei. Er erbot sich, ihn, wie die Jungfrau, den Weg zum Himmel zu lehren, und ihm dar zu tun, daß Mohammed ein Betrüger gewesen sei. Der Richter, ergrimmt über diese Rede, drohte ihn zu Tode geißeln zu lassen. Eulogius sagte ihm, daß die Qualen fruchtlos sein würden, und daß er niemals seine Religion ändern werde. Hierauf befahl der Richter, ihn in den Palast vor den Rat des Königs zu führen. Einer der Räte nahm ihn bei Seite und sagte ihm: „Unwissende mögen wohl blind dem Tode entgegen laufen! Ein so weiser und aufgeklärter Mann aber, wie du, soll ihrem Wahne nicht nachahmen. Folge mir, ich bitte, schicke dich in die Notwendigkeit, die nur ein Wort von dir fordert. Du kannst wieder deine Religion ausüben, und wir versprechen dir, dich ferner nicht zu beunruhigen.”   —   „O, entgegnete Eulogius, wenn du nur den geringsten Begriff von den Belohnungen hättest, die den Christen, welche bis ans Ende ausharren, versprochen sind, du würdest mit Freuden allem zeitlichen Vorteilen entsagen, um dir jene zu erwerben.” Sogleich hob er an, dem Rate die Wahrheiten des Christentums zu beweisen; allein man wollte ihn nicht hören, und verdammte ihn auf der Stelle zur Enthauptung. Auf dem Wege zur Todesstätte gab ihm ein Entmannter einen Backenstreich, weil er gegen Mohammed geredet habe; worauf ihm der Heilige auch die andere Wange dar bot, und geduldig noch einen Streich empfing. Er vollendete sein Märtyrertum am 11. März 859. Leokrizia wurde vier tage nachher gleichfalls enthauptet. Die Christen nahmen ihre Leiber und begruben sie ehrenvoll. Die Kirche erwähnt beide an diesem Tage.

Quellen:

  • Leben und Taten der Heiligen - Eine Legenden-Sammlung für das christkatholische Volk von Michael Sitzel, Beichtvater des Mutterhauses der barmherzigen Schwestern zu München (1839)
  • Encyklopädie der katholischen Theologie und ihrer Hilfswissenschaften (1850) von
  • und weitere

Heilige im Monat März -
  1. • Eudoria (Eudokia)
    • Suitbert (Suidbert)
    David
    • Leo
    • Monan
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  2. • Karl von Flandern
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  3. • Kunigunde, Kaiserin
    • Marinus, Märtyrer
  4. • Kasimir von Polen
    • Lucius
    • Basin
    • Petrus
    • Hadrian v. St. Andrews
  5. • Johann Joseph v. Kreuz
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    • Kiaran (Kenerin)
    • Gerasimus
    • Theophilus
    • Eusebius
    • Virgilius
  6. • Koletta, Coleta
    • Reginbald, Bischof
    • Baldred
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  8. • Johannes von Gott
    • Apollonius u. Philemon
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    • Vierzig Märtyrer
  11. • Eulogius von Cordoba
  12. Fina
  13. • Euphrasia, Jungfrau
  14. • Mathildis, Mathilde
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