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Der selige Karl, der Gute, Graf von Flandern
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Der selige Karl, der Gute, Graf von Flandern -

Festtag, Gedenktag ist der 2. März. Dezember

*

† im Jahre 1124.

Der heilige König Kanut von Dänemark war der Vater des seligen Karl. Als sein Vater des Martertodes gestorben war, mußte sich seine Mutter mit ihm zu ihrem Vater, Robert Graf von Flandern, flüchten. — Am Hofe dieses wackeren Fürsten wurde Karl von seiner frommen Mutter christlich erzogen. Als er zum Jüngling heran gereift war, zog er mit vielen anderen Rittern in das heilige Land, um gegen die Ungläubigen zu kämpfen. Nach seiner Rückkehr half er seinem Oheim Balduin, der auf Robert gefolgt war, in der Regierung des Landes und da er ihm recht gute Dienste leistete, so setzte dieser ihn noch vor seinem Tode zum Erben seines Landes ein. So wurde Karl ein reicher, mächtiger Graf. Aber er machte es nicht wie so manche große Herren, die sich um das Wohl und Wehe ihrer Untergebenen wenig kümmern und ein üppiges Wohlleben führen, sondern seine erste und wichtigste Sorge war gleich beim Antritte seiner Regierung das zeitliche und ewige Heil aller seiner Untertanen. Da er reich war, so minderte er die Abgaben und als eine Hungersnot eintrat, erließ er sie völlig. Ganz besonders lagen ihm die Armen am Herzen; er ließ Speise und Kleidung unter sie verteilen, und um ihnen besser helfen zu können, schränkte er die Ausgaben für seine Hofhaltung ein. Er selbst reichte gerne den Armen das Almosen und wenn er dieses tat, so betrachtete e in jedem Armen die Person Jesu, und küßte demütig die Hände desselben. Täglich ging er mit bloßen Füßen in die Kirche zur heiligen Messe; auf dem Wege dahin küßte er jeden Armen, der ihm begegnete, die Hand und schenkte ihm eine Gabe, und gegen das Ende seines Lebens kleidete er täglich fünf Arme. Östers zog er eines seiner Kleidungsstücke aus und schenkte es einem armen Manne. Auch seine Hofherren und Beamte ermahnte er zu gleicher Barmherzigkeit; er schärfte ihnen dringend ein, daß sie sich der Dürftigen, der Witwen und Waisen ganz besonders annehmen, keinen seiner Untertanen bedrücken sollten. Hörte er, daß ein Mächtiger einen Untertan bedrücke, dann strafte er ihn strenge. — So milde und gut er war, so tapfer war er auch. Die Feinde, die in seine Länder einfielen, schlug er siegreich zurück. Auf solche Weise lebten seine Untertanen immer in Frieden, denn der gute Karl wachte und sorgte für sie. Bei all seinen Geschäften unterließ er nie, die heilige Messe zu hören; erließ sich durch kein Wetter und durch keine noch so wichtige Arbeit davon abhalten, denn er wußte, daß durch das heiligste Opfer der reichste Segen ihm zufließe. Mit der größten Andacht , mit gühender Liebe ging er oft zum Tische des Herrn, um sich mit dem Brote des Lebens zu stärken. Obwohl er allgemein geliebt und hochgeehrt war, so blieb er doch immer vom Herzen demütig und es freute ihn, wenn er auf seine Fehler aufmerksam gemacht wurde, ja er bat sogar die Prälaten und Geistlichen, ihm offen zu sagen, was sie Tadelnswertes an ihm bemerkten. Die Schmeichler und Speichellecker, welche die großen Herren so oft zu bösen Werken verleiten, mochte er nicht leiden, sie mußten seinen Hof verlassen. Die größte Ehrfurcht hatte er gegen die Priester des Herrn. Er betrachtete sie als Diener Gottes und die Ausspender seine Geheimnisse. Daher befreite er sie von allen Abgaben, beschützte sie in ihren Rechten und Freiheiten und bestrafte strenge Alle, welche ihnen eine Unbild zufügten.

Eine strenge Gerechtigkeitspflege, welche der gute Karl übte, gefiel den Großen nicht, die überdies auch noch lüstern waren nach dem Kirchengut. Der ärgste Feind des Grafen aber war ein gewisser Bertulf, der von ihm wegen eines widerrechtlichen Angriffs auf die Güter der Kirche bestraft wurde. In seinem Ingrimme sann er auf den Plan, den Grafen aus dem Wege zu räumen. Er verband sich mit noch einigen Bösewichtern, die er durch Geld gewonnen hatte, und sie beschlossen, den guten Karl auf seinem Wege in die Kirche zu ermorden. Karl wurde auf seinem Gange von guten Freunden vor der drohenden Gefahr gewarnt, allein er ließ sich nicht abhalten und gab zur Antwort: „Ich bin ja stets von Gefahren umgeben, fürchte sie aber nicht; denn Gott bewahrt mein Leben so lange es ihm gefällt. Ohne Zulassung Gottes können mir die Feinde nicht schaden. Wenn es aber sein heiliger Wille ist, daß ich mein Leben verliere, so kann ich es für keine bessere Sache hingeben als für die Gerechtigkeit und Wahrheit.” Furchtlos trat er in die Kirche und verrichtete dort vor dem Altare der heiligen Jungfrau seine gewöhnliche Andacht. Er hatte sein Gebet noch nicht vollendet, als sich ihm ein Bettler nahte und um Almosen bat. Voll Güte reichte ihm Karl die Gabe, aber in demselben Augenblicke sank er unter den Schwertstreichen der Meuchelmörder; dies geschah im Jahre 1124. Der Leichnam des guten, allgemein betrauerten Vaters der Armen wurde am Platze der Marter bestattet, und von Gott durch wunderbare Heilungen von Kranken und Presshaften verherrlicht.

Karl wird abgebildet mit der Grafenkrone auf dem Haupte,mit einem Schwerte in der Hand, umgeben von Armen.

Quellen:

  • Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)
    Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2009)
  • und Internetrecherchen
Heilige im Monat März -
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