Leo - Märtyrer, Bischof von Bayonne und Apostel des Baskenlandes
- Festtag, Gedenktag ist der 1. März
- * im Jahr 856 zu Carentan in der Normandie
- † am 1. März
Dieser Heilige wurde 856 zu Carentan, in der unteren Normandie, im Bistum Coutances, geboren.
Einige Schriftsteller haben ihn ohne Grund für einen Erzbischof von Rouen ausgegeben.
Er war Priester oder höchstens Regionalbischof, als er mit seinen Brüdern Gervasius und Cleutherius auszog, das Evangelium zu Bayonne und in dem Land Labour, welches die Basken bewohnten, zu verkünden. 1)
Die Basken waren Cantabrier, die, als sie aus ihrem Vaterland vertrieben wurden, sich in den Gebirgen von Biscaya und in den Wüsteneien des Landes Labour bis gegen Bayonne niedergelassen hatten.
Das Licht des Glaubens hatte schon in den ersten Jahrhunderten diese Gegend erleuchtet.
Aber die Eroberungen und Verheerungen der Sarrazenen hatten es beinahe wieder gänzlich verdunkelt.
Leo, dem der Papst den Auftrag erteilte, eine Mission bei den Basken anzustellen, kam mit seinen zwei Brüdern gegen das Jahr 900 nach Bayonne.
Wenn es nicht gewiß ist, daß der Bischof dieser Stadt war, so ist es doch gewiß, daß er da die Lehre des Christentums verbreitete und eine Kirche unter Anrufung der allerseligsten Jungfrau gründete.
Durch seien apostolischen Arbeiten wuchs die christliche Religion zur schönen Blüte im Lande Labour, dem Land jenseits Bordeaux, in Biskaya und Navarra.
Er wurde mit seinem Bruder Gervasius von Seeräubern getötet, am 1. März, an welchem auch sein fest in den Martyrologien verzeichnet ist.
Das Jahr seines Todes ist unbekannt; seine Reliquien bewahrt man in der Kathedralkirche zu Bayonne auf, wo er als Patron der Diözese verehrt wird.
1)
Das Land Labour erstreckte sich ehemals von Adour bis St. Sebastian, in der Provinz Guipuscoa, aber seitdem die Provinz Guipuscoa einen Teil des Königreichs Spanien ausmacht, reicht es nur noch bis an die Pyrenäen.
Quellen:
- Leben der Väter und Einsiedler nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler. — Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier —
aus dem 3. Band von 1823, Seite 328.
Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2009)
- und Internetrecherchen
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