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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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über die Legenden der Heiligen

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Die heiligen Märtyrer Nazarius und Zelsus (28. Juli)
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Die heiligen Märtyrer Nazarius und Zelsus - Gedenktag ist der 28. Juli

Der heilige Nazarius war zu Rom geboren von einem Afrikaner, einem Heiden, der eine ansehnliche Stelle am kaiserlichen Hofe bekleidete, und von Perpetua, einer gottseligen Christin, ungefähr um die Zeit da Petrus daselbst war. Die Verschiedenheit der Religion und die daher entstandene Uneinigkeit der Älteren machte den neunjährigen Knaben sehr unruhig und ängstlich, weil er nicht wußte, welchem von beiden er folgen sollte in jener Sache, die füer den Menschen das Wichtigste ist. Endlich entschloß er sich zur Religion seiner Mutter, weil er da mehr Liebe, mehr Frömmigkeit, Eingezogenheit und Gemütsruhe fand, als im Heidentume. Auf die Ermahnung der Mutter begab er sich zum heiligen Linus, der nachher Papst wurde, lies sich von ihm die Heilslehre Jesu Christi vortragen, darin unterrichten und nachher taufen. Gerne hätte dies sein Vater verhindert, gerne hätte er ihn durch Vorstellung des, wie Weltleute jetzt noch meinen, düstern elenden Lebens und der Verfolgung abgeschreckt; allein Gottes Gnade und Wahrheit trug den Sieg davon. Nazarius erkannte mehr und mehr die Gnade und Erbarmung Gottes gegen das arme Sündergeschlecht, sah im Christentum nichts anders als den Inhalt und Ausdruck jener Worte:

„So hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn dahin gab, damit jeder, der an ihm glaubt, nicht verloren gehe sondern das ewige Leben habe.”

Er fühlte in seiner Seele, das Göttliche, Heilige, Liebenswürdige und Allein beseligende des Christentums, wie in Jesus Christus das Ebenbild und den Abglanz Gottes. Das Gerede des Vaters konnte also den obgleich noch jungen Sohn nicht irre machen, sondern die Liebe und Gnade, die er von Gott erfahren, drang ihn zuerst seine Gespielen, und hernach auch andere für das beseligende Christentum zu gewinnen. Mit Wissen und Willen der Älteren, die seiner Offenheit und Eifers wegen Gefahr und Leiden für ihn besorgten, und mit reichlichem Vermögen versehen, damit er anderswo desto sicherer sich aufhalten könnte, verließ er Rom, kam an verschiedene Orte Italiens, und endlich nach Piazenz und Mailand. Überall ließ er Merkmale seines heiligen Eifers und seiner Liebe gegen Notleidende zurück. Zu Mailand verkündetet er mit Wort und Tat Jesum Christum das Heil der Welt, wurde aber vom Landpfleger daselbst bald ergriffen, geschlagen und aus der Stadt verwiesen. So kam er an andere Orte, predigte überall, und stiftete großen Nutzen zum Heil der Seelen; denn die erlittene Schmach ermutigte ihn nur desto mehr für den Herrn, und stärkte ihn im Glauben und in der Liebe. In der Zeit hatte er, wie gesagt wird, einen Traum: seine gottselige Mutter sei in der Gnade des Herrn gestorben, und sie ermahnte ihn dringend, das Evangelium der Gnade nach Gallien übertragen. Wirklich predigte er an unterschiedlichen Orten Galliens Jesum den Gekreuzigten, einige sagen zu Genf andere sagen zu Malien, deren Lage nimmer recht bekannt ist, bis nach Trier, mit vielem Segen des Himmels. In einer Stadt, einige sagen zu Genf, übergab ihm eine vornehme Frau ihren Knaben Zelsus mit Namen, daß er ihn in der Heilslehre unterrichtete und taufe, und überließ ihm denselben zum beständigen Reise- und Glaubensgenossen, von welcher Zeit ansie immer in der Geschichte beisammen vorkommen. Da wurden aber beide vom dasigen Landpfleger ergriffen, mit Ketten beladen, und in den Kerker geworfen, um beide nachher zu züchtigen. Allein auf dringendes Ermahnen seiner Gemahlin, sich nicht zu beflecken mit unschuldigem Blute, besann sich der Landpfleger eines Besseren, und entließ die Gefangenen mit dem Verbot der Drohung, in diesen Grenzen ja nimmer Jesum den Gekreuzigten zu verkünden. So wurde der Same des Evangeliums von einem Orte ins andere getragen, und ließ überall Früchte zurück. Nazarius kam nach mehreren Jahren mit Zelsus nach Rom zurück. Sie wurden dem Nero vorgestellt und als Christen angeklagt. Der Kaiser forderte sie auf, den Götzen zu opfern. Nazarius verlangte mit fröhlichem Angesichte in Götzentempel geführt zu werden, was auch geschah, in Erwartung des Opfers. Allein, wie Nazarius in den Tempel trat, stürzten auf sein Gebet die Götzen vom Altar. Erstaunen ergriff die Zuschauer, sie erkannten eine höhere Macht, und Viele glaubten an den Christen-Gott. Der Kaiser aber wurde zornig, und befahl die beiden Christen ins Meere zu werfen, was wirklich erfolgte. Jedoch Gott war mit den heiligen Glaubenszeugen; unversehrt kamen sie wieder ans Ufer, und die Schiffsleute erkannten das Wunder und glaubten. Das gab vielen Christen ein neues Herz, Glauben und Vertrauen zur Zeit der Verfolgung, und unserem Heiligen neuen Mut und Gelegenheit, den Glauben zu verbreiten. Nazarius kam mit seinem Reisegefährten wieder nach Mailand, wo ihnen die Vollendung durch die Marterkrone bevorstand. Anolinus, der dortige Stadthalter, nahm sie gefangen und verurteilte sie zur Enthauptung. Mit freudigem Mute vernehmen sie dass Todesurteil, ermunterten einander und empfingen den Todesstreich zur Zeit der Christenverfolgung des Nero. Ihre Leichname wurden von einem Christen in seinem Garten begraben, und das Andenken davon in der Familie erhalten unter dem Namen:

„es liege ein kostbarer Schatz im Garten,”

bis Ort und Stelle durch Länge der Zeit gänzlich in Vergessenheit kam. Endlich gefiel es Gott, seine Zeugen auch öffentlich zu verherrlichen. Auf ein Gesicht erhob im Jahre 865 der heilige Ambrosius ihre Leiber, die von einander gesondert lagen. Im Grabe des heiligen Nazarius fand man ein gläsernes Fläschchen, das mit dem Blute des Märtyrers angefüllt, und noch so rot und glänzend war, als wäre es erst an demselben tage vergossen worden. Die Gläubigen ließen einige Tropfen auf Tücher fliessen, und machten eine Art Kügelchen, von welchem der heilige Ambrosius ein Stückchen an den heiligen Gaudenzius von Breszia sandte. Der heilige Erzbischof zu Mailand versetzte die Reliquien der zwei Märtyrer in die Kirche, die er zu Ehren der Apostel hatte erbauen lassen; einen Teil davon schickte er dem heiligen Paulinus zu Nola, der sie als ein Geschenk vom Himmel aufnahm. das Andenken dieser Heiligen war von jeher groß in der Kirche.

Gebet.
Verleih, o Gott, daß das standhafte Bekenntnis der heiligen Nazarius und Zelsus uns in unserem Glauben stärke, und komm auf ihre Fürbitte unserer Schwachheit zu Hilfe; durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen

Quelle: Leben und Taten der Heiligen - Eine Legendensammlung für das christkatholische Volk - Zuerst bearbeitet von einigen katholischen Geistlichen in der Schweiz, dann neu bearbeitet und herausgegeben von Michael Sintzel, Beichtvater des Mutterhauses der barmherzigen Schwestern zu München im Jahre 1840

Heilige, Seelige im Monat Juli -
  1. • Rumoldus
    • Galus
    • Theobald
    • Aaron und Julius
    • Theodorich
    • Carilephus
    • Leonor
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  20. • Margaretha, Marina
  21. • Viktor
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  23. • Franziskus Solanus
    • Brigitta von Schweden
  24. • Christina
  25. • Jakob der Größere
    • Christophorus
  26. • Anna
  27. • Pantaleon
  28. • Nazarius, Zelsus
  29. • Martha
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  31. • Ignatius von Loyola
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