Der heilige Friederich - Gedenktag ist der 18. Juli
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† am 18. Juli 838
An dem heutigen Tage wird auch in der Kirche der heilige Bischof und Märtyrer Friederich verehrt.
Obwohl aus fürstlichem Geschlechte, war doch schon von Jugend auf all sein Verlangen, Gott allein zu gefallen.
Die Geistlichen am Dome zu Utrecht unterrichteten ihn und als er zum Jüngling herangewachsen war, trat er in den Priesterbund und lebte nun so gottesfürchtig, daß ihn das Volk wie einen Heiligen ehrte.
Damals gab es im Norden von Deutschland noch viele Heiden, die Jesum nicht kannten.
Der Bischof gab daher dem eifrigen Friederich den Auftrag, jene Heiden, welche nach der Taufe verlangten, zu unterrichten, und erfüllte diesen Auftrag mit dem größten Segen.
Als der Bischof starb, verlangte das Volk einstimmig seine Wahl zum Nachfolger des Verstorbenen.
Friederich weinte und weigerte sich, diese hohe Würde anzunehmen; allein nun wandte sich das Volk an den Kaiser Ludwig und auf Befehl desselben nahm nun Friederich die Würde an.
In seinem hohen Amte war es nun des Heiligen eifrigstes Bestreben, die armen Heiden zu Kindern Gottes zu machen.
Er sendete fromme Priester zu ihnen und ging ihnen selbst nach, um sie zu gewinnen. —
Auf der Insel Walchern war besonders die Zahl der Heiden gar groß, und ihre Herzen waren hart und trotzig.
Mit finsterm Gesichte nahmen sie den Heiligen auf und wollten ihm kein Gehör geben, weil sie ihr gottloses Leben nicht verlassen wollten.
Erst nach jahrelanger Anstrengung und nach vielem Gebete und häufigen Traänen gelang es ihm, ihre Herzen zu erweichen.
Während so der heilige Bischof seines Amtes wartete, wurde sein väterliches Herz durch ein schreckliches Ärgernis betrübt.
Die Gemahlin des Kaisers Ludwig, Judith mit Namen, war ein ehrfürchtiges und der scheuslichen Wollust ergebenes Weib.
Durch ihre Umtriebe kam es so weit, daß sogar des Kaisers Söhne aus seiner ersten Ehe gegen ihn das Schwert zückten, ihn mit Krieg überzogen und gefangen setzten,
Überall wütete Mord, Raub, und Brand im schönen Frankenreiche.
Der heilige Bischof war von Schmerz hierüber tief ergriffen.
In Aachen hielt Kaiser Ludwig seinen Hof.
Dorthin eilte der Heilige und bat und beschwor die Kaiserin, ihren Ausschweifungen und Umtrieben zu entsagen und Buße zu tun.
Das boshafte Weib aber verschmähte seine Worte, beschimpfte ihn und drohte ihm mit ihrer Rache.
Nicht lange dauerte es, so vollzog sie auch ihre Drohung.
Der Heilige sah es voraus und hörte daher nicht auf, für seine Feindin zu beten, daß Gott sie erleuchte und bereitete sich mit größtem Eifer auf seinen Tod vor. —
Am 17. Juli 838 hatte er in der Kapelle des heiligen Johannes zu Utrecht das heilige Meßopfer dar gebracht und wollte sich eben zur Danksagung niederknieen, als zwei Meuchelmörder auf ihn zustürzten und mit ihren Dolchen ihn durchbohrten.
Während er sterbend nieder sank, rief er aus: „Ich will gefallen dem Herrn im Lande der Lebendigen,”
und gab seinen Geist auf.
Er wird abgebildet in bischöflicher Kleidung, zwei Schwerter in der Brust.
Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)
Zum Todestag und Gedenktag des heiligen Friederich:
Als Todestag wird in Georg Ott`s Legende von 1863, in Vogel`s Legende von 1864 und
in Otto Bitschnau`s Legende von 1881 der 17. Juli 838 angegeben.
Die Legende jedoch wurde bei allen 3 Büchern unter dem Datum des 18. Juli abgedruckt und auch als Gedenktag angegeben.
Lediglich in dem Buch Heiligen-Legende für Schule und Haus aus dem Jahre 1907 von P. Wilhelm Auer ist als Todestag
und Gedenktag der 18. Juli 838.
www.heiligenlegenden.de hat daher auch den 18. Juli 838 als Verehrungstag angegeben.
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