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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Der heilige Eustathius, Patriarch von Antiochia (16. Juli)
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Der heilige Eustathius, Patriarch von Antiochia - Gedenktag ist der 16. Juli

Gedenktag: in den meisten Büchern über die Legenden der Heiligen ist der 16. Juli als Gedenktag angegeben jedoch in der Encyklopädie der katholischen Theologie und ihrer Hilfswissenschaften von 1849 wird der 26 Juli als Gedenktag angegeben. www.heiligenlegenden.de hat, wie auch in den zahlreichen Legenden-Bücher, den 16. Juli als seinen Gedenktag angegeben.

* geboren zu Side in Phamphylien
um 337 oder 338

Nicht ohne Vorbedeutung erhielt dieser Heilige in der heiligen Taufe den Namen Eustathius, d. h. „der Starke,” denn er hat immer unerschrocken, ja bis zur Marter Jesum Christum bekannt und bis zu seinem Tode für die Erhaltung und Reinheit der katholischen Lehre gekämpft, weßwegen er auch mit Recht eine der vornehmsten Säulen der Kirche genannt wird.

Zuerst war er Bischof von Beröa in Syrien, von wo er dann wegen seiner ausgezeichneten Eigenschaften auf den Patriarchenstuhl von Antiochia erhoben wurde. Damals herrschte in der katholischen Kirche große Verwirrung durch die arianische Ketzerei, welche den ganzen christlichen Glauben zu vernichten drohte. Auf dem allgemeinen Konzil zu Nicäa im Jahre 325 wurde der Erzketzer Arius sammt seiner Irrlehre verdammt, er selbst starb eines scheuslichen Todes, aber seine Anhänger blieben verstockt, da sie mit Lug unf Trug nichts mehr ausrichten konnten, weil die rechtgläubigen Besichöfe sorgfältig wachten, so faßten sie den boshaften Plan, die katholischen Hirten zu verdrängen, sie von ihren Sitzen zu vertreiben und dann ihre Sitze mit Bischöfen von ihrer Partei zu besetzen, um die Gläubigen in ihre Schlingen zu fangen. Mit einem der tüchtigsten und eifrigsten machten den Anfang und dies war eben der heilige Eustathius von Antiochia. Er hatte schon aus Demut den bischöflichen Sitz dieser Stadt nicht annehmen wollen und auch aus dem Grunde sich seiner Wahl widersetzt, weil die heilige Kirche es nicht billigt, daß ein Bischof seinen Sitz verlasse und einen anderen ohne wichtige Ursachen einnehme. Er selbst hatte auf dem Konzil von Nicäa hierfür geeifert und großen Anteil an den Satzungen genommen, die abgefaßt wurden, um die Bischöfe zu hindern, ihre Stühle zu verwechseln. Er wollte also diese Satzungen beobachten und sein Bistum nicht verlassen; allein trotz seines Widerstrebens mußte er gehorchen, weil das Erzbistum Antiochia eines tüchtigen Oberhirten bedurfte, um dort die Kirchenzucht herzustellen und die Ketzer zu bekämpfen; hierzu war aber Eustathius der tauglichste. Als er seinen Sitz eingenommen hatte, suchte er vor allem den Frieden in seiner Heerde herzustellen und die Priester strenge zu prüfen. Da er diejenigen, deren Glaube und Sitten ihm verdächtig schienen, nicht unter die Zahl seiner Geistlichen aufnahm, so schlugen sie sich auf die Seite der Ketzer gerade so, wie es in unseren Tagen gar manche treulose Priester machten, welche vom heiligen Glauben abfielen und protestantisch oder deutsch-katholisch wurden, weil die Bischöfe ihren schlechten Lebenswandel oder ihren Hochmuth nicht duldeten. Der heilige Eustathius ließ sich aber nicht irre machen, und erhob seine Stimme sogar gegen einen pflichtvergessenen Bischof, Eusebius mit Namen, der die Ketzer begünstigte, und bekämpfte denselben mit Wort und Schrift.

Jetzt aber brach das Ungewitter gegen ihn los; die Ketzer beschlossen seinen Untergang. Mehrere irrgläubige Bischöfe versammelten in der Stadt Antiochia und hielten dort ein Konzil, um den heiligen Bischof zu stürzen. Da sie keine Schuld an ihm finden konnten, so gaben sie einer feilen Buhldirne Geld und verlangten von ihr, daß sie öffentlich aussagen solle, Eustathius hätte mit ihr ein Kind erzeugt. Wirklich erschien sie auch mit ihrem Kinde vor den Bischöfen und klagte den gegenwärtigen heiligen Bischof mit schamlosem Munde dieses Verbrechens an. Vergeblich beteuerte der heilige Bischof seine Unschuld, vergeblich forderte er, daß man Zeugen herbei bringe; die Feinde des heiligen verurteilten ihn zur Beraubung seiner Würde, denn er war ihnen schon lange ein Dorn im Auge.

Allein Gott läßt die Unschuld oft drücken, aber nie ganz unterdrücken. Eustathius hatte all sein vertrauen auf Gott gesetzt und der ließ ihn nicht zu Schanden werden. Nicht lange nach dieser schändlichen Aussage wurde das lügenhafte Weibsbild krank; dem Tode nahe erkannte sie ihr verbrechen. Sie ließ mehrere Geistliche kommen und erklärte in deren Gegenwart, daß die Ketzer sie durch Geld zur falschen Anklage angestiftet hätten und Eustathius ganz unschuldig, vielmehr ein Schlosser, mit Namens Eustathius, der Vater ihres Kindes sei.

Da nun die ketzerischen Bischöfe auf diese Weise beschämt waren, suchten sie ihren Plan auf andere Weise auszuführen. Sie beschuldigten nun den heiligen Bischof der Ketzerei, setzten ihn gewaltsam ab und gewannen sogar durch falsche Vorspiegelung den Kaiser Konstantin. Eustathius trug auch diese Verfolgung mit Geduld und ließ sich nicht beugen. Kaum hatten die treuen Gläubigen von Antiochia gehört, daß man ihren heiligen Bischof abgesetzt habe, als sie sich empörten. Dieß benützten die Ketzer, hetzten den Kaiser noch mehr auf, und dieser verbannte den heiligen Bischof nach Mazedonien. Eustathius mußte jetzt der Gewalt weichen. Bevor er aber seinen Sitz verließ, ließ er die Gläubigen um sich versammeln, mahnte sie zum treuen Festhalten an dem heiligen katholischen Glauben, nahm herzlichen Abschied von allen und zog in die Verbannung. Die Gläubigen folgten den Worten ihres heiligen Bischofs, flohen die Ketzer und blieben standhaft im Glauben. Der heilige Bischof lebte nicht mehr lange, seine Kräfte, die er nur zur Ehre Gottes, zur Befestigung des heiligen Glaubens und zum Heile seiner Gläubigen Heerde verwendete, waren aufgerieben; es freute ihn, für Jesus gearbeitet und gelitten zu haben, und er verschied endlich ruhig und getrost im Herrn im Jahre 338.

Der heilige Hieronymus nennt ihn eine „hellschallende Posaune,” um die Gläubigen vor der Irrlehre zu warnen, und der heilige Chrysostomus erteilte ihm in einer Rede, die er zu seinem Gedächtnisse hielt, das größte Lob.

Er wird abgebildet in bischöflicher Kleidung mit einem Buch in der Hand.

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

Wie in einem Kirchenlexikon von 1849 zu lesen ist, wurde er nach Thracien verbannt und starb in seinem Exil um das Jahr 337.

Übertragung der Gebeine: Von Trajanopolis, wo er begraben lag, wurden seine Gebeine im Jahre 482 nach Antiochien gebracht; die Kirche verehrt ihn als Heiligen am 26. Juli. Viele Katholiken zu Antiochien blieben dem Eustathius stets mit Verehrung und Libe ergeben, sie erkannten sie ihnen aufgedrungenen Arianer nicht als Bischöfe an, und bildeten daher unter dem Namen Eustathianer eine abgesonderte Kirchenpartei, die sogenannte „meletianische Spaltung zu Antiochien”

Heilige, Seelige im Monat Juli -
  1. • Rumoldus
    • Galus
    • Theobald
    • Aaron und Julius
    • Theodorich
    • Carilephus
    • Leonor
    • Eparchius oder Cybar
    • Simeon, Salus
  2. • Mariä Heimsuchung
  3. • Phokas
  4. • Ulrich
  5. Wilhelm
    Petrus
  6. • Goar
    • Godoleva
  7. • Willibald
  8. • Elisabeth
  9. • Kilian
  10. • Felizitas
  11. • Pius I.
  12. • Johannes Gualbertus
  13. • Heinrich
  14. • Kamillus von Lellis
  15. • Bonaventura
  16. • Eustathius
  17. • Alexius
  18. • Symphorosa
    • Friederich
  19. • Vinzenz von Paul
  20. • Margaretha, Marina
  21. • Viktor
  22. • Maria Magdalena
  23. • Franziskus Solanus
    • Brigitta von Schweden
  24. • Christina
  25. • Jakob der Größere
    • Christophorus
  26. • Anna
  27. • Pantaleon
  28. • Nazarius, Zelsus
  29. • Martha
  30. • Julitta
  31. • Ignatius von Loyola
    • Batho von Freising
    Johannes Kolumbini



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