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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Die heilige Felizitas, und ihre sieben Söhne (10. Juli)
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Die heilige Felizitas - Gedenktag ist der 10. Juli

Das Fest der heiligen Felizitas wird am 23 November, das ihrer Söhne aber am heutigen Tag gefeiert

Zu den Zeiten des Kaisers Antonius entstand unter den Götzenpriestern in Rom ein großer Lätm; Felizitas, eine edle Matrone, mit sieben Söhnen, die alle sehr gottesfürchtig lebten, war die Ursache hiervon. Nach dem Tode ihres Gatten gelobte sie Gott, nicht mehr zu heiraten, und immer keusch zu leben. Tag und Nacht lag sie dem Gebete ob und gab durch ihren wahrhaft frommen Lebenswandel das schönste Beispiel.

Da nun die Götzenpriester sahen, daß die Verehrung des christlichen Namens durch sie so sehr zunahm, suchten sie den Kaiser selbst gegen sie aufzureizen und sprachen zu ihm:

„Dieses Weib, eine Witwe mit ihren Kindern, schmähet unsere Götter zu deinem Verderben; wenn sie die Götter nicht ehret, so wisse, o Kaiser, daß die Götter in Zorn geraten und sich nicht mehr besänftigen lassen werden.”

Der Kaiser trug nun dem Stadthalter Publius auf, daß er die fromme Matrone samt ihren Söhnen vor sich rufen und zwingen solle, den Göttern zu opfern, damit sie besänftigt würden.

Publius ließ also die heilige Witwe sogleich kommen, forderte sie anfangs mit schmeichelhaften Worten zum Opfern auf und drohte ihr auch mit dem Tode, wofern sie nicht gehorche. Fruchtlos gab ihm Felizitas zur Antwort:

„Ich werde weder durch deine Schmeicheleien meinen Entschluß, noch durch deine Drohungen meinen Mut aufgeben. Denn in mir wohnet der heilige Geist, der mich nicht vom Teufel besiegen läßt, und darum bin ich sicher, daß ich lebend dich besiegen und durch meinen Tod dich noch eher überwinden werde.” Publius entgegnete mit Zorn; „Elende, wenn du an dem Tode eine Freude hast, so mache doch, daß wenigstens deine Söhne am leben bleiben.” Felizitas erwiederte: „Meine Söhne werden leben, wenn sie den Götzen nicht opfern; wenn sie aber dieses Verbrechen begehen, werden sie in das ewige Verderben stürzen.”

Publius wollte nicht gleich zur Marter schreiten, sondern entließ die heilige Matrone mit der Warnung, sie möge sich eines Besseren besinnen. Ganz heiter ging sie nach Hause, erzählte, was ihr begegnet, ihren Söhnen, und bereitete sich mit ihnen auf den nahen Tod. Des andern Tages saß Publius öffentlich zu Gericht und befahl, die Witwe Felizitas samt ihren Söhnen vorzuführen. Als sie erschienen, sprach er zu ihr:

„Habe doch Mitleid mit deinen Söhnen, diesen guten Jünglingen, welche in der Blüthe ihrer Jahre stehen.” Felizitag entgegnete: „Dein Mitleid ist Gottlosigkeit und deine Ermahnung ist Grausamkeit.”

Sie wandte sich dann zu ihren Sönen und sagte:

„Sehet den Himmel, Kinder! schauet aufwärts, dort erwartet euch Christus mit seinen Heiligen.. Kämpfet für eure Seelen und zeiget euch treu in der Liebe Christi.” Als dies Publius hörte, befahl er, sie mit Backenstreichen zu schlagen und rief ihr zu: „Du wagst es, in meiner Gegenwart solche Lehren zu geben, daß sie die Befehle unseres Kaisers verachten?”

Darauf rief er ihren ersten Sohn mit Namen Januarius, versprach ihm große Belohnung und drohte ihm zugleich mit Schlägen, wenn er sich weigeren würde, den Götzen zu opfern. Januarius anwortete ihm aber:

„Du ratest mir Unsinn; denn die Weisheit meines Herrn stärket mich und wird mir Alles überwinden helfen.”

Sogleich befahl der Stadthalter ihn mit Ruten zu peitschen und in`s Gefängnis zu werfen. Den zweiten Sohn Felix ließ er nun herbei führen, aber auf die Ermahnung, den Götzen zu opfern, erwiderte dieser standhaft:

„Es ist nur ein Gott, den wir verehren, und dem wir wir das Opfer frommer Andacht bringen. Glaube ja nicht, daß ich oder einer meiner Brüder von der Liebe des Herrn Jesu Christi abweichen werden. Möge uns Schläge drohen und blutiges Urteil bevorstehen, unser Glaube kann weder besiegt, noch verändert werden.”

Als dieser in das Gefängnis abgeführt war, befahl er, den dritten, Philipp mit Namen, herbei zu bringen und sprach zu ihm:

„Unser Herr, der Kaiser Antonin, hat befohlen, daß ihr den allmächtgen Göttern opfert.” Ihm antwortete Philipp „Diese sind weder Götter, noch allmächtig, sondern es sind eitle, elende und leblose Götzenbilder; wer ihnen opfern wollte, wäre in der ewigen Gefahr.”

Auch diesen ließ Publius ins Gefängnis werfen und den vierten Silvanus, herbeiführen und rief ihm zu:

„Wie ich sehe, habt ihr euch mit eurer boshaften Mutter verabredet, durch Verachtung der Befehle des Kaisers alle zusammen dem Verderben entgegen zu laufen.” „Silvanus entgegnete: Wenn wir diesen vorübergehenden Untergang fürchteten, so würden wir der ewigen Strafe verfallen. Aber weil wir gewiß wissen, welche Belohnung de Gerechten bereitet ist, und welche Strafe die Sünder erwartet, darum verachten wir deine menschlichen Befehle, um die göttlichen Gebote zu halten. Denn die Götzen verachten und dem allmächtigen Gott dienen, erwirbt das ewige Leben; diejenigen aber, welche die Dämonen verehren, werden mit ihnen im ewigen Feuer zugrunde gehen.”

Silvanus wurde fortgeschleppt und der fünfte, Alexander, vorgefordert. Diesem rief Publius zu:

„Du wirst doch dein junges Leben schonen und kein Empörer sein wollen, sondern das befolgen, was unserem Kaiser angenehm ist? Darum opfere den Göttern, damit du ein Freund des Kaisers seiest und seine Gnade und das Leben erhaltest.” Alexander aber antwortete: „Ich bin ein Diener Christi. Ihm bekenne ich mit dem Munde, Ihn halte ich fest im Herzen. Ihn bete ich unaufhörlich an. Mein schwaches Alter, das du siehst, besitzt eine alte Weisheit, die du nicht kennst, denn es betet nur einen Gott an. Deine Götter aber samt ihren Verehrern werden ewig verderben.”

auch ihn ließ Publius abführen und den sechsten, Vitalis, herbeirufen, zu dem er sprach:

„Du wünschest doch wohl wohl lieber zu leben als in das Verderben zu stürzen?” Vitalis entgegnete: „We wünschet wohl mehr zu leben, der den wahren Gott anbetet, oder der dem Dämon gefallen will? ” Auf die Frage des Publius: „Wer ist der Dämon?” erwiderte Vitalis: „ Alle Götter der Haiden sind Dämonen und jene die sie verehren.”

Nachdem auch dieser hinweggeführt war, befahl er den siebenten, Martialis, zu bringen und sprach zu ihm:

„Ihr seid doch grausam gegen euch und habt es euch nur selbst zuzuschreiben, wenn ihr gestraft werdet, da ihr die kaiserlichen Befehle verachtet.” Martialis antwortete: O enn du wüßtest, welche Strafen den Verehrern der Götzen bereitet werden! Aber Gott wartet noch, seinen Zorn gegen euch und euere Götzen zu zeigen. Alle, die nicht bekennen, daß Christus wahrer Gott ist, werden in das ewige Feuer geworfen werden.

Auch diesen lies Publius in das Gefängnis werfen und schickte dann das ganze Verhör mit Felizitas und ihren Söhnen dem Kaiser zu, damit dieser Urteile.

Dieser sendete nach Einsicht der Akten die glorreichen Bekenner zu verschiedenen Richtern, damit sie gestraft würden. Der eine lies den Januaris mit Geißeln von Bleikugeln töten; ein anderer den Felix und Philipp mit Kolben totschlagen; ein anderer den Silvanus in einem tiefen Abgrund stürzen; ein anderer den Alexander, Vitalis und Martialis mit dem Beile hinrichten. Die Mutter Felizitas mußte der Marter ihrer lieben Söhne zusehen, unterlies aber nicht, während ihr Herz blutete vor Schmerz, ihnen zuzureden, daß sie standhaft ausharren. Nachher wurde auch sie enthauptet.

Ihr Fest wird am 23 November, das ihrer Söhne aber am heutigen Tag gefeiert.

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

Heilige, Seelige im Monat Juli -
  1. • Rumoldus
    • Galus
    • Theobald
    • Aaron und Julius
    • Theodorich
    • Carilephus
    • Leonor
    • Eparchius oder Cybar
    • Simeon, Salus
  2. • Mariä Heimsuchung
  3. • Phokas
  4. • Ulrich
  5. Wilhelm
    Petrus
  6. • Goar
    • Godoleva
  7. • Willibald
  8. • Elisabeth
  9. • Kilian
  10. • Felizitas
  11. • Pius I.
  12. • Johannes Gualbertus
  13. • Heinrich
  14. • Kamillus von Lellis
  15. • Bonaventura
  16. • Eustathius
  17. • Alexius
  18. • Symphorosa
    • Friederich
  19. • Vinzenz von Paul
  20. • Margaretha, Marina
  21. • Viktor
  22. • Maria Magdalena
  23. • Franziskus Solanus
    • Brigitta von Schweden
  24. • Christina
  25. • Jakob der Größere
    • Christophorus
  26. • Anna
  27. • Pantaleon
  28. • Nazarius, Zelsus
  29. • Martha
  30. • Julitta
  31. • Ignatius von Loyola
    • Batho von Freising
    Johannes Kolumbini



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