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Der heilige Makarius (Macarius) von Alexandria
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Der heilige Makarius (Macarius) von Alexandria - Einsiedler

Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 2. Januar

* um ??      um 397 nach Christus

In dem römischen Marterbuche geschieht in diesem Monate Meldung von zwei Einsiedlern, deren jeder den Namen Macarius geführt hat. Derjenige, dessen Gedächtnistag heute begangen wird, hat seinen Zunamen von Alexandria, weil er in Alexandria auf die Welt gekommen ist. Seine zwar wenig bemittelten, aber sehr gottesfürchtigen Eltern haben ihn gleich von den ersten Jahren an zur Tugend und Arbeit angehalten. Im dreißigsten Jahre seines Alters begab er sich in die Wüste von Ägypten, worin er sieben Jahre lang ein gar strenges und enthaltsames Leben führte, und meistenteils nur rohe Kräuter aß; seine Zeit aber brachte er mit eifrigem Gebete und Handarbeit zu. Während der vierzigtägigen Fasten verdoppelte er die Strenge wider sich selbst, und nahm weder Speise noch Trank zu sich, als allein an den Sonntagen. Obwohl aber Makarius schon zu einem großen Grade von Vollkommenheit gelangt, und sich die herrlichsten Tugenden eines Christen eigen gemacht hatte, so glaubte dennoch dieser fromme Einsiedler, daß er weit von der Vollkommenheit entfernt wäre; er entschloß sich deswegen in das Kloster des heiligen Pachomius zu gehen, damit er unter einem so großen Lehrmeister die Wissenschaft des Heiles besser erkennen und die noch strengere Lebensart dieser Einsiedler nachahmen könnte. Er wurde in dem Kloster zu Tabenna, ohne von dem heiligen Pachomius erkannt zu werden , aufgenommen. Er lebte wirklich allda auf eine außerordentlich strenge Weise, so daß es ihm die Einsiedler dieses Klosters kaum gleich tun konnten. Nach einiger Zeit wurde er vom heiligen Pachomius erkannt, freundlichst empfangen, und nach seiner vorigen Wohnung auf dem Gebirge bei Nitria zurück zu gehen beredet. Da sich nun in Folge der Ruf seines frommen und heiligen Lebens weit ausgebreitet hatte, berief ihn der Patriarch von Alexandria, und weihte ihn zum Priester, damit auch Andere von ihm auf den Weg der Tugend desto besser könnten geleitet werden; denn obschon derselbe sich vor den Menschen zu verbergen suchte, kamen doch Viele zu ihm, die unter seiner Anführung Gott zu dienen eifrig verlangten.

Makarius nahm diese Obsorge über sich, und unterwies sie auf das emsigste in Allem, was Ihnen zur Erreichung der christlichen Vollkommenheit nötig war. Weil er aber zugleich, was er Andere Tugendsames lehrte, selbst im Werke ausübte, und also seinen Jüngern selbst das schönste Vorbild war; so erreichten sowohl der Lehrmeister als auch seine eifrigen Jünger bald einen außerordentlichen Grad von Tugend und Frömmigkeit. Unter Anderm hat er Ihnen nichts so oft anbefohlen, als das sie das Gebet lieben, und sich der Verläugnung der sinnlichen Natur befleißen sollten. In beiden Stücken leuchtete er ihnen mit seinem Beispiele vor; denn er war dem Gebete also ergeben, daß er dem selben nicht nur etliche Stunden des Tages, sondern auch den größten Teil der Nacht schenkte, ohne daß er sich jemals davon abhalten ließ. Einer aus seinen Jüngern, mit Namen Palladius, wurde sehr träge im Gebet, und wollte es gar unterlassen, weil er zur Zeit desselben mit vielen Zerstreuungen ist geplagt worden. „Nein,” sagte der heilige Makarius, da man ihm solches angezeigt hat: „Verlängere vielmehr dein Gebet und sag: Wenn ich schon nicht ruhig beten kann, so will ich doch ruhig da verbleiben und um Christi willen die Wände meines Zimmers hüten.” Von der Abtötung seiner selbst ist schon zuvor etwas gemeldet worden.

Der heilige Makarius war nicht nur allein ein vortreffliches Muster eines wahren Einsiedlers, sondern ein eifriger Verteidiger des christlichen Glaubens. Er wußtesich und viele Andere gar wohl gegen das Gift der arianischen Irtümer, welche zu jener Zeit so viele Verwüstungen in der katholischen Kirche anrichteten, zu verwahren. Er ließ keine Gelegenheit unbenutzt, die Falschheit dieser Irrlehren zu beweisen; und weil er wegen seiner Heiligkeit in großem Rufe war, so geschah es, daß sehr Viele, besonders aus den Arianern, sich zur wahren Kirche bekehren. Dieses ferner zu verhindern, begaben sich einige derselben zu dem Kaiser Valens, der Ihnen sehr günstig war, und beschuldigten heftig den heiligen Makarius. Durch ihre falschen Anklagen brachten sie es so weit, daß der Kaiser den Befehl erließ: Makarius sollte aus seiner Einöde vertrieben, und in eine weit entfernte, von barbarischen Menschen bewohnte Insel verbannt werden. Aber eben das war eine treffliche Gelegenheit, die katholische Lehre, welche die Arianer durch Verstossung des heiligen Makarius kränken und unterdrücken wollten, noch mehr auszubreiten und zu verherrlichen und das Evangelium also bei den Ungläubigen bekannt zu machen. Das liebreiche Zureden dieses neuen Apostels, die vielen Wunderwerke, welche er auf dieser Insel durch Gotteskraft wirkte, und die Heiligkeit seines Lebens hatten bei den Inselbewohnern einen solchen Eindruck auf ihre Herzen gemacht, daß sie sämtlich allen Unglauben und alle Irrtümer verflucht, und sich zum katholischen Glauben bekannt haben. Dieser so unerwartete Sieg der katholischen Wahrheit kam den Arianern unerträglich vor; daher verjagten sie den heiligen Makarius wieder aus jener Insel, in welche er vorhin durch ihre Bosheit war verstossen worden. Er kam hernach in seine geliebte Einöde wieder zurück, und beschloß bald darauf sein heiliges Leben mit einem heiligen Ende im 99sten Jahre seines Lebens, im Jahre 397 nach Christi Geburt.

Der heilige Hieronymus erzählt von diesem Heiligen eine sehr merkwürdige Handlung. Ein Mönch hinterließ bei seinem Tode nach unserem Gelde beiläufig hundert Taler, die er sich durch Verfertigung von Leinwand erwarb. Da waren nun die Meinungen der Einsiedler, wozu man das Geld verwenden sollte, geteilt. Einige glaubten, man sollte es als ein Almosen den Armen austeilen; Andere sagten, es wäre besser, wenn man es der Kirche gäbe; wieder Andere hielten es für billig, dasselbe den Eltern oder den Verwandten des Verstorbenen zu übergeben. Makarius aber und die ältesten Väter, die wohl einsahen, von welcher Wichtigkeit es sei, den üblen Folgen eines so bösen Beispieles vorzubeugen, befahlen, man sollte die hundert Taler mit dem Verstorbenen begraben. Diese, gerechte und weise Strenge machte auf die ägyptischen Mönche einen solchen Eindruck, daß sie es nachher als ein Verbrechen ansahen, auch nur einen Taler nach dem Tode zu hinterlassen. Endlich entschlief der Heilige, nachdem er bis in das höchste Alter in der Wüste gelebt hatte, voll Verdienste und Tugenden, sanft dem Herrn, ungefähr um das Jahr 394 oder 395.

Das Leben der heiligen Einsiedler war kein müssiges und unnützes Leben, wie sich Manche einbilden und Andere glauben machen möchten.

Der Herr lockte und führte sie in die Einsamkeit, um dort zu ihrem Herzen zu reden. (Osee 2, 14)

Gebet
Wir bitten dich, o Gott, laß uns aus den Versuchungen Vorteil ziehen, und bei den Wiederwärtigkeiten dieses Lebens an die ewige Herrlichkeit denken, die du deinen Dienern im Himmel bereitet hast; durch Jesum Christum unsern Herrn, Amen.

Quelle: Leben und Taten der Heiligen - Eine Legenden-Sammlung für das christkatholische Volk von Michael Sintzel, (Beichtvater des Mutterhauses der barmherzigen Schwestern zu München (1839)

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