www.fleurop.de
Suchbegriff(e) eingeben:

Heiligenlegenden im Jahresverlauf oder von A - Z
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
A B C
D E F
G H I
J K L
M N O
P Q R
S T U
V W X
Y Z

Weitere Legenden


Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




Hier entsteht ein Nachschlagewerk
über die Legenden der Heiligen

Ein Service von
www.feiertagsseiten.de



468x60

Infos hinzufügen  |  Druck Version  |  PDF Version  |  Buchtips  |  Zurück
Translate this page into English Translate this page into English   |   Traduction française de cette page Pressure Version

Die heilige Juliana, Märtyrerin
Copyright © by www.heiligenlegenden.de
Die heilige Juliana von Nikomedien - Märtyrerin

Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag genannt, ist der 16. Februar

* im  im Jahr 304

Standhaftigkeit, Mut und Ausdauer für Wahrheit und Recht, für die heilige Sache Gottes und seiner Kirche findet man heut zu Tage wenig mehr in der Welt, dagegen überall Wankelmut, Menschenfurcht, Menschengefälligkeit. Man will es mit der Welt und mit Gott nicht verderben; man will Christus und der Welt zugleich dienen; ja um irgend eines zeitlichen Vorteils willen begeht man den schändlichsten Verrat an Jesus und seiner heiligen Kirche. Die aber so gesinnt sind und solches tun, werden von der heiligen Jungfrau Juliana auf das Tiefste beschämt und finden an ihrem Mörder ihres Gleichen. Die heilige Juliana hatte zum Vater einen Heiden, zur Mutter ein Weib, die an gar nichts glaubte. Gottes Hand geleitete sie in ihrer Kindheit zu den Versammlungen der Christen; sie besuchte dieselben heimlich und bekannte sich bald öffentlich als Christin. Mit neun Jahren hatte sie ihr Vater einem vornehmen Jüngling Eleusius schon zur Ehe versprochen. Als sie 18 Jahre alt wurde, sollte die Ehe wirklich vollzogen werden; aber wie erstaunten die Eltern, als ihre Tochter mit allem Ernst erklärte, daß sie dem Eleusius nur unter der Bedingung die Hand reichen würde, wenn er ein Christ werde. Der Vater versuchte alle Art von Schmeichelei, um ihre Einwilligung zu erhalten; aber Juliana blieb standhaft und gab immer auf alles Zureden die Antwort: "Eleusius schwöre seinen Götzen ab, bete Jesus an und ich werde dann sein Weib." Der Vater versuchte nun durch Schläge seine Tochter zu bewegen; aber auch dies war vergeblich. Als Eleusius, der inzwischen Statthalter geworden ist, davon Kunde erhielt, wurde er ganz wütend vor Zorn. Er ließ die Jungfrau vor sich führen, suchte ihr anfänglich durch glänzende Versprechungen und süße Schmeichelreden beizukommen und als dies nicht fruchtete, ließ er sie entkleiden, auf den Boden werfen und mit Ruten unmenschlich peitschen. Da auch diese Qual nicht fruchtete, ließ er sie an ihren langen Haaren aufhängen. Sechs Stunden hing sie so in quälender Pein zwischen Himmel und Erde. Jesus, zu dem sie unaufhörlich flehte, stärkte sie und ließ sie im Glauben nicht wanken. Darüber geriet nur Eleusius in die höchste Wut. Er ließ sie herab nehmen, wieder zu Boden werfen, mit brennenden Reisern und Stoppeln ihren Leib überschütten und ihre Schenkel mit glühenden Eisen durchstechen. Auch diese Marter vermochte nicht die mutige Jungfrau von ihrem Entschluss abwendig zu machen.  —  

Eleusius ließ sie nun in das Gefängnis werfen und versuchte dann auf`s neue durch Liebkosungen und glänzende Verheißungen sie in sein Garn zu locken. Aber Juliana hatte für ihn keine andere Antwort als: "Ich werde dich ehelichen, wenn du ein Christ wirst." Endlich schienen diese Worte Eindruck auf Eleusius zu machen, nur die Furcht vor dem Kaiser machte ihn zaghaft. Da rief ihm Juliana zu: "Du fürchtest die Ungnade eines sterblichen Kaisers, den Verlust deiner Götter und den Tod und willst deshalb kein Christ werden und ich soll nicht die Ungnade des unsterblichen Gottes fürchten, der mich sicher strafen wird, wenn ich deine Götzen anbete oder mich mit einem Heiden verheirate? Ich soll nicht den Verlust der ewigen Güter und des ewigen Lebens fürchten, wenn ich dir nachgebe? Nein, Eleusius, nie werde ich in dein Begehren einwilligen, nur einem Christen reiche ich die Hand; als Christin will ich leben, als Christin will ich sterben." Auf diese Worte kannte die Wut des Eleusius keine Grenzen mehr. Er ließ sie mit geschmolzenem Blei übergießen, um sie zum Abfall zu zwingen. Doch vergeblich war sein Wüten. Juliana duldete schweigend die unerhörte Qual und wurde halb entseelt in das Gefängnis zurückgebracht. Hier aber wartete ihrer eine neue Versuchung. Der Teufel nahte sich ihr und suchte sich durch eitle Vorspiegelung zu verführen. Er stellte ihr vor, daß sie den Eleusius ehelichen könne, ohne Gott zu beleidigen; denn sie habe ja ihre Treue schon bewährt und sie dürfe daher keine Gefahr für ihren Glauben mehr fürchten.  —   Aber die heilige Dulderin ließ sich nicht täuschen, sie blieb standhaft. Da Eleusius nun keine Hoffnung sah, je die heil. Jungfrau seinem Willen geneigt zu machen; so ließ er sie nochmals mit geschmolzenem Blei begießen und dann enthaupten. Heiteren Antlitzes reichte Juliana ihren Leib zur Marter und ihr Haupt dem Schwerte hin. Mehrere Heiden, die ihre Standhaftigkeit bewunderten, bekehrten sich, wurden Christen und starben ebenfalls den Martertod. Dies geschah im Jahr 304.

Juliana wird abgebildet mit einem Schwert in der Hand, neben sich den Satan an einer Kette.

Quellen:

  • Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)
Heilige, Seelige im Monat Februar -
  1. • Brigida (Schröder)
    • Brigitta, Brigida (Butler)
    • Brigitta, Brigida (Sintzel)
    • Ignatius
  2. • Maria Lichtmeß
    • Maria Reinigung
    • Hadeloga (Adela)
    • Burkhard
  3. • Blasius
    • Anscharius, Ansgar
  4. • Andreas
  5. • Agatha
    • Ingenuin, Bischof
    • Agnellus, Bischof
    • Albuin Bischof
  6. • Dorothea
  7. Romuald
  8. Johannes u. Martha
  9. • Alto, Abt
    • Apollonia
    Nicephorus
  10. • Scholastika
  11. Saturnin
    Dativus u. Gefährten
  12. • Eulalia v. Barcelona
  13. • Martinian
    • Stephan, Abt in Rieti
  14. • Valentin von Rom
  15. • Faustin und Jovita
    • Siegfried von Schweden
    • Cyrillus und Methodius
    • Walfried
    • Quinidius von Vaison
  16. • Juliana
  17. • Flavian, Erzbischof
    • Loman
    • Silvin von Auchy
  18. • Simeon, Simon
    • Helladius von Toledo
  19. • Konrad
  20. • Eleutherius
  21. • Felix von Tibiura
  22. Margareta v. Kortona
  23. Petrus Damianus
  24. • Matthias
  25. • Walburga, Äbtissin
  26. • Porphyrius von Gaza
  27. • Baldomer, Galmier
  28. • Roman, Romanus
  29. Märtyrer der Nächstenliebe



Die Heiligenlegenden    (http://www.heiligenlegenden.de)
Copyright © by Josef Dirschl, www.heiligenlegenden.de    -    info@heiligenlegenden.de
ALLE RECHTE VORBEHALTEN / ALL RIGHTS RESERVED
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

Haftungshinweis:
Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Website angebrachten Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.