Quinidius - Bischof von Vaison
- Festtag, Gedenktag, auch Verehrungstag genannt, ist der 15. Februar
- * in Vaison
- † am 15. Februar 578 oder 579
Dieser Heilige wurde zu Vaison geboren und von frommen Geistlichen, denen ihn seine Mutter anvertraut hatte, zur Tugend gebildet.
Der heil. Theodosius, sein Bischof, weihte ihn zum Diakon und schickte ihn als seinen Abgeordneten zum fünften Konzil von Arles, das 552 abgehalten wurde.
In der Folge erwählter er ihn zu seinem Mitgehilfen und übertrug ihm die Verwaltung seiner Diözese, deren Würde seinem hohen Alter zu schwer geworden war.
Als der heil. Theodosius einige Zeit danach verstarb, stand der heilige Quinidius aber mit aller Wachsamkeit eines liebevollen und eifrigen Hirten der Kirche von Vaison vor.
Da ihn Mommel, Graf von Auxerre, Feldherr der fränkischen Armee, auf die unwürdigste Weise mißhandelte, unter dem Vorwand, er habe ihm nicht alle Ehre erwiesen, die er zu fordern sich berechtigt glaubte wegen des Sieges, den er in Dauphine über die Longobarden erkämpft hatte, litt er all diese Unbilden mit heldenmütiger Geduld; aber kaum hatte Mommel Vaison verlassen, als er von einem heftigen Übel ergriffen wurde.
Die Ärzte gaben seine Rettung auf und als dies seine Umgebung hörte, nahmen sie zu dem heiligen Bischof ihre Zuflucht und brachten ihn sterbend zu dessen Füßen.
Quinidius flehte zu Gott um dessen Genesung, die er auch auf der Stelle erhielt.
Kurze Zeit später wohnte er dem 4. Konzil von Paris bei, das 572 in der Kirche der Apostel Petrus und Paulus, jetzt St. Genovefa genannt, gehalten wurde und starb am 15. Februar 578 oder 579.
Sein Fest ist auf diesen Tag verzeichnet in den Martyrologien von Ado, Usuard und in dem römischen.
Die Stadt Vaison hatte ihn zu ihrem zweiten Patron erwählt.
Quellen:
- Leben der Väter und Märtyrer nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler. — Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier —
aus dem 3. Band von 1823, Seite 87.
Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2008)
- und Internetrecherchen
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