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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




Hier entsteht ein Nachschlagewerk
über die Legenden der Heiligen

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Anscharius, Ansgar der heil. Erzbischof von Hamburg und Bremen
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Anscharius auch Anschar oder Ansgar genannt - heil. Erzbischof von Hamburg und Bremen

  • Festtag, Gedenktag, auch Verehrungstag genannt, ist der 3. Februar
  • * am 8. September 801 im nördlichen Frankreich
  •   am 3. Februar 865 in Bremen mit 67 Jahren

Der heilige Anscharius wurde im Jahr 801 im nördlichen Frankreich von edlen Eltern geboren und da ihn der göttliche Heiland zu einem Apostel unter den Heiden bestimmt hatte, so leitete auch seine Gnade die Schritte und Tritte des Heiligen von Kindheit an. Da seine fromme Mutter schon sehr früh verstarb, so übergab ihn sein Vater dem berühmten und gelehrten Paschasius Radbert zur Erziehung. Bald legte der Knabe allen kindlichen Leichtsinn ab und sein ganzes Benehmen wurde zum Erstaunen aller, die ihn sahen, das eines ernsten Mannes. Die Ursache hierfür war aber ein wunderbarer Traum. Es träumte dem Anscharius einst, daß er auf einem morastigen und schlüpfrigen Wege dahin wandle, wo er sich nur mit größter Mühe durcharbeiten konnte. Neben diesem Wege war aber ein anderer anmutiger und wohl gebahnter, auf welchem eine Gesellschaft weiß gekleideter Frauen daher ging, angeführt von einer hohen wunderschönen Frau, die sich vor allen durch ihren glänzenden Schmuck und ihr majestätisches Ansehen auszeichnete. Auch seine Mutter sah Anscharius unter diesen Frauen. Kaum erkannte er sie, als er auch auf sie zulaufen wollte, konnte sich aber aus dem Morast nicht befreien. Da kam es ihm vor, als hörte er aus dem Munde der hohen Frau, die keine andere als die seligste Jungfrau Maria war, die Worte: "Mein Sohn, willst du zu deiner Mutter?! und als er nun mit sehnlichem Verlangen sprach: Gerne, gerne, da erwiderte jene: "Willst du Teil an unserer Gesellschaft haben, so verzichte auf alle Eitelkeiten und laß fahren die Kinderpossen. Denn wir verabscheuen gar sehr alles, was eitel und böse ist, und keiner kommt zu uns, den dergleichen noch freut."

Dieser Traum machte auf den frommen Knaben einen so starken Eindruck, daß er alle Kinderspiele aufgab und als er später wieder anfing, mit seinen Gefährten zu spielen, kam er durch die Nachricht von dem Tode des Kaisers Karl des Großen, den er kurz zuvor in seiner Herrlichkeit gesehen hatte, und durch ein neues Traumgesicht zu seinem früheren ernsten Leben zurück. Zum Jüngling heran gereift, nahm er das Ordenskleid des heiligen Benedikt und hatte nun kein anderes Verlangen, als den Heiden das Evangelium zu verkünden und als Märtyrer zu sterben. Bald wurde ihm das Erstere zu Teil. Der König der heidnischen Dänen Harold, der sich am Hofe des Kaisers Ludwig des Frommen hatte taufen lassen, verlangte einige eifrige Missionare, um in seinem Land das Licht des Evangeliums zu verbreiten. Man gab ihm den frommen Anschar, der so heißes Verlangen trug, die Heiden für Christus dem Herrn zu gewinnen. Anschar zog nun mit seinem treuen Gefährten Aubert in das Dänenland und predigte dort mit solchem Erfolg, daß sich eine ungeheure Menge Heiden zum Glauben bekehrte. Um aber die Bekehrung dauerhaft zu machen, kaufte er junge Sklaven frei, ließ sie in der Furcht Gottes erziehen und errichtete aus ihnen eine Pflanzschule für künftige Missionare.  —  
Während dieser Zeit, da Anschar das Christentum in Dänemark verbreitete, verlangte auch der König von Schweden christliche Missionare für seine heidnischen Völker. Anschar übernahm die Mission. Unter unsäglichen Beschwerden, von Seeräubern ausgeplündert, kam er mit noch einem frommen Gefährten in Schweden an und predigte auch dort mit gleichem Erfolg wie in Dänemark.   —  
Als die Zahl der Christen in beiden Reichen sich immer mehr vermehrte, beschloß der Kaiser in Hamburg ein Erzbistum zu gründen. Zum ersten Bischof wählte er den heiligen Anschar. Er hätte keine bessere Wahl treffen können, denn mit unermüdetem Eifer arbeitete dieser am Heile der Seelen durch Wort und Beispiel. Seine Nahrung war Brot und Wasser, auf seinem Leib trug er ein härenes Gewand und seine Liebe zu den Armen kannte keine Grenzen. Sein größtes Vergnügen war, ihnen die Füße zu waschen und sie bei Tisch zu bedienen.

Er hatte gehofft, sein Blut für den Glauben vergießen zu dürfen und als ihm nun eine Krankheit auf das Sterbebett warf, da war er untröstlich, daß ihm dieses Glück nicht zu Teil werden sollte. "Ach sprach er, meine Sünden sind wohl Schuld, daß ich der Gnade des Martertums beraubt werde!" Schon seiner Auflösung nahe, ließ er seine Schüler um sich versammeln und ermahnte sie zur Treue gegen Gott und zum Eifer für die heilige Mission, dann starb er in einem Alter von 67 Jahren.

Er wird abgebildet in bischöflicher Kleidung, bekehrte Heiden neben sich.

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

Bild: Holzstich aus dem Buch Legende von den lieben Heiligen Gottes (1863)

Heilige, Seelige im Monat Februar -
  1. • Brigida (Schröder)
    • Brigitta, Brigida (Butler)
    • Brigitta, Brigida (Sintzel)
    • Ignatius
  2. • Maria Lichtmeß
    • Maria Reinigung
    • Hadeloga (Adela)
    • Burkhard
  3. • Blasius
    • Anscharius, Ansgar
  4. • Andreas
  5. • Agatha
    • Ingenuin, Bischof
    • Agnellus, Bischof
    • Albuin Bischof
  6. • Dorothea
  7. Romuald
  8. Johannes u. Martha
  9. • Alto, Abt
    • Apollonia
    Nicephorus
  10. • Scholastika
  11. Saturnin
    Dativus u. Gefährten
  12. • Eulalia v. Barcelona
  13. • Martinian
    • Stephan, Abt in Rieti
  14. • Valentin von Rom
  15. • Faustin und Jovita
    • Siegfried von Schweden
    • Cyrillus und Methodius
    • Walfried
    • Quinidius von Vaison
  16. • Juliana
  17. • Flavian, Erzbischof
    • Loman
    • Silvin von Auchy
  18. • Simeon, Simon
    • Helladius von Toledo
  19. • Konrad
  20. • Eleutherius
  21. • Felix von Tibiura
  22. Margareta v. Kortona
  23. Petrus Damianus
  24. • Matthias
  25. • Walburga, Äbtissin
  26. • Porphyrius von Gaza
  27. • Baldomer, Galmier
  28. • Roman, Romanus
  29. Märtyrer der Nächstenliebe



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