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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Die ersten Menschen Adam und Eva
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Die ersten Menschen Adam und Eva -

Der Festtag, Gedenktag, Verehrungstag ist der 24. Dezember

* unbekannt     

Nicht ohne tiefe Bedeutung feiert die heilige katholische Kirche den Gedächtnistag der ersten Menschen am Vorabend des Christtages.
— Adam und Eva haben die Sünde in die Welt gebracht, Christus, der zweite Adam, hat sie wieder hinweg genommen; Adam ist der Stammvater des durch die Sünde verderbten Menschengeschlechtes, Christus der zweite Adam, ist der Stammvater des in seinem Blute gereinigten und geheiligten Geschlechtes. Adam und Eva haben uns durch ihre Sünde den Himmel verschlossen. Christus hat ihn wieder geöffnet. Adam und Christus stehen daher mit Recht beisammen. Alle Menschen, von Adam angefangen bis zum letzt geborenen Kind, empfangen allein von Christus das Heil.

Vernimm nun, lieber Leser, die Geschichte der ersten Menschen, wie sie uns Moses, vom Geiste Gottes erleuchtet und belehrt, erzählt.

Nachdem Gott Himmel und Erde erschaffen hatte, sprach er:

„Lasset uns den Menschen machen nach unserem Bild und Gleichnis, der da herrschte über die Fische des Meeres und das Geflügel des Himmels und die Tiere und über die ganze Erde und alles Gewürm, das sich regt auf Erden.”

Als Gott die Welt erschuf, sprach er nur:

„Es werde,”

und Alles ist geworden. Als er aber den Menschen erschuf, da ging der dreieinige Gott gleichsam mit sich selbst zu Rate, wie er das Meisterstück seiner Schöpfung bilden möge. Und er bildete oder formte aus rötlicher Erde die Gestalt des Menschen, Adam rote Erde, Erdmann genannt. Diese aus Erde geformte Gestalt war aber noch Tod und starr; sie hatte noch keine Seele. Nun hauchte Gott dem leblose Leibe den Odem des Lebens, die unsterbliche Seele ein, und es ward der starre Leib lebendig, stand auf und wandelte. Der erste Mensch ist geschaffen und trägt das Ebenbild Gottes an sich, denn nach seinem Bild und Gleichnis schuf ihn Gott. Das Bild Gottes ist ganz in seine Seele eingegraben; durch sie gleichen wir ihm.

Gott ist einzig von Natur; unsere Seele ist einzig von Natur. In Gott sind drei Personen; unsere Seele hat drei verschiedene Kräfte, das Gedächtnis, die Erkenntnis, den Willen. Gott ist ein reiner Geist, unsere Seele ist ein reiner Geist. Gott ist ewig, unsere Seele ist unsterblich. Gott ist frei, unsere Seele ist frei. Gott ist allgegenwärtig, unsere Seele ist in allen Teilen unseres Körpers. Gott ist gerecht, wahr, heilig, gut und barmherzig, so war Adams Seele vor dem Falle und auch unsere Seele trägt, noch das Gefül der Wahrheit, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Güte und Barmherzigkeit in sich. Gott ist das aller vollkommenste Wesen, der Mensch ist die vollkommenste, sichtbare Kreatur. Gott hängt von Niemand ab, der Mensch nur von Gott; Gott ist der Herr Himmels und der Erde, der Mensch ist Köig dessen, was ihn umgibt. Alles bezieht sich auf den Menschen, und der Mensch auf Gott. So trägt der Mensch das Bild Gottes an seiner Seele. Mit welch hohem Adel hat dich, o Mensch, dein Gott begabt, welch hohe Würde hat er dir gegeben!

Nachdem Gott den ersten Menschen erschaffen hatte, führte er ihn in das Paradies, einen himmlisch schönen Lustgarten voll der lieblichsten Blumen und Früchte. Er war von einer Quelle bewässert, die in vier Arme geteilt, vier große Flüsse bildete. Zwei davon sind nicht mehr zu finden, Gehon und Pison, wohl aber die zwei andern, Tigris und Euphrat. Den schönen Garten sollte Adam bebauen und bewahren. Auch führte ihm Gott alle Tiere vor, damit er ihnen einen Namen gebe; denn er sollte ihr König und Herr sein, sie sollten ihm gehorchen. Adam war aber noch der einzige Mensch auf Erden. Er hatte Niemand, mit dem er reden und seine Freude und sein Glück teilen konnte. Da sprach Gott:

„Es ist nicht gut, daß de Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfin machen.”

Nun ließ Gott einen geheimnisvollen Schlaf über Adam kommen, nahm ihm eine Rippe aus dem Leibe und bildete daraus einen Körper, dem er eine vernünftige Seele gab und erschuf so das erste Weib, die Eva. Als Adam erwachte und sie erblickte, rief er voll Verwunderung aus:

„Das ist Bein von meinem Beine und Fleisch von meinem Fleische! darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden zwei in Einem Fleische sein.”

Nun wandte sich Gott an die beiden ersten Menschen, und sprach zu ihnen:

„Wachet und mehret Euch und erfüllet die Erde.”

Mit diesen Worten setzte Gott die heilige Gemeinschaft der Ehe ein und machte Adam und Eva zu Stammeltern des Menschengeschlechtes.

Adam und Eva lebten im Paradies überaus glücklich in Unschuld und Freude. Sie arbeiteten und bebauten den Garten sonder Mühe und Schweiß; ihre Kräfte nahmen nicht ab, sie waren unsterblich. Die Liebe Gottes besaß ihr Herz vollkommen. Gott ging mit ihnen um, wie ein Vater mit seinen Kindern; sie selbst lebten glücklich, wie Kinder ohne Sorgen, ohne Leid, ohne Kummer, im stetem Frieden. Sie kannten keine Trauer, keinen Schmerz und keine Furcht. O wie selig waren sie im Paradies! Aber nun sollten auch die Tage der Prüfung über sie kommen. Sie sollten ihre Treue gegen Gott, ihren lieben Vater, auch bewähren, und diese Treue sollte das Band sein, welches Adam und seine Nachkommen für immer mit Gott vereinigen sollte. Ada war König der Erde; er sollte aber nicht vergessen, daß er auch ein Diener Gottes sei, daß er von Gott abhänge und daß er ihm, seinem Herrn die schuldige Verherrlichung leiste. Für diese Treue gegen Gott, für diese Unterwürfigkeit unter Gott, sollten die ersten Menschen sich freitätig entscheiden.

Mitten im irdischen Paradies standen zwei vor den übrigen merkliche Bäume. Der eine war der Baum des Lebens, der zweite war der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Der Baum des Lebens hatte seinen Namen von der Lebenskraft seiner Früchte, durch deren Genuß die Menschen ihre Kraft erhalten und ersetzen konnten. Er war ein Bild des Gottmenschen Jesus, dessen Leben spendendes Fleisch das Leben der Seele erhält und Unsterblichkeit verleiht.

Der zweite Baum war dazu bestimmt, um Adam und Eva in ihrer Treue zu prüfen. Eines Tages sprach Gott zu Adam:

„Von jedem Baume des Gartens magst du Essen, aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an welchem Tage du davon isst, wirst du des Todes sterben.”

Dieses Gebot war leicht und gerecht. Allein, o schreckliches Unglück! Adam und Eva vergaßen die Liebe ihres Schöpfers und übertraten das so leichte und gerechte Gebot ungeachtet der Drohung: Du wirst des Todes sterben!

Eva konnte dem Verlangen, den Bau zu beschauen, nicht widerstehen, sie nahte sich ihm. Diesen Augenblick benutzte der Teufel, um seinen boshaften Plan, die ersten Menschen und mit ihnen alle Nachkommen in das Verderben zu stürzen, auszuführen. Zu seinem Vorhaben schien ihm die Schlange ganz tauglich. Er nahm den Leib dieses Tieres an, welches das gewandteste und geschmeidigste unter allen ist, die der Herr erschaffen hat. In Schlangengestalt verhüllt, richtete er sich an das Weib, dessen Schwäche und Leichtgläubigkeit er gar wohl kannte. Mit erheucheltem Mitleid sprach er zu Eva: „Warum hat Gott geboten, nicht zu essen, von allen Bäumen des Gartens?”
— Eva, statt diese verführerische Stimme von sich zu weisen und sie nicht einmal anzuhören, um Gott ihre vollkommene Treue zu bezeigen, antwortete: „Wir essen von den Früchten, die im Garten sind, aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat uns Gott geboten, daß wir nicht davon essen, ihn auch nicht berühren, damit wir nicht etwa sterben.” Eva hatte sich in die Versuchung eingelassen, Satan hatte schon halb gewonnen, und e war ihm nicht mehr schwer, die Unglückliche in seiner Schlinge zu fangen. Er ging jetzt mit der Sprache weiter heraus und sagte: ”Keineswegs werdet ihr sterben! Denn Gott weiß, daß,an welchem Tage ihr davon essen werdet, eure Augen sich auftun und ihr wie Gott werdet, Gutes und Böses erkennend.“ Und das Weib sah, daß der Baum gut zu essen, und schön für die Augen, und daß es eine Lust sei, ihn anzuschauen. Jetzt regte sich die Eitelkeit, der Ehrgeiz erwachte und diese erzeugte Gottvergessenheit und vertrieb die Gottesfurcht im Herzen der Eva. Sie streckte den Arm aus, nahm von der Frucht, aß und gab auch ihrem Manne davon, der bei ihr stand und, gefällig gegen sei Weib, auch von der verbotenen Frucht aß. Die erste Sünde war vollbracht, Satan hohnlachte, die Engel trauerten!
— Eine schreckliche, in ihren Folgen furchtbare Sünde hatten Adam und Eva begangen. O wie leicht hätten sie die selbe vermeiden können; allein wer die Gefahr liebt, geht darin zu Grunde! Wären Adam und Eva nicht zum Baum gegangen, hätten sie den Reden der listigen Schlange kein Gehör geschenkt, hätten sie den Baum und seine Frucht nicht betrachtet, nimmermehr wären sie gefallen. Aber Übermut und Leichtsinn, Eigendünkel und Stolz führt sie in Gefahr; Sie vergessen Gott und sein Wort, glauben der schmeichelnden Stimme des Verführers mehr als dem Worte ihres Schöpfers und Vaters und — fallen. Und ihr Fall wäre gleich geworden dem Sturze der Engel, hätte sich Gott nicht ihrer erbarmt!

kaum hatten sie von der verbotenen Frucht genossen, als ihnen wirklich die Augen aufgingen, aber nur, um ihre Schmach zu sehen. Bisher waren Adam und Eva nackt geblieben, wie sie Gott erschaffen hatte. Mit dem Kleider der Unschuld geziert, gut und einfältig wie die Kinder, erröteten sie nicht über ihre Nacktheit. Aber jetzt, dieser Unschuld und Einfalt beraubt, öffneten sich ihre Augen, sie sahen, daß sie nackt waren, und schämten sich sehr. Von Feigenblättern flochten sie sich Schürzen und bedeckten sich damit. Angst und Schrecken ergreift sie, das böse Gewissen peinigt sie und gar nicht mehr wissend, was sie tun, verstecken sich die Unglücklichen vor dem Angesichte des allsehenden und allwissenden Gottes unter die Gesträuche des Gartens.

Plötzlich hörten sie die Stimme des Herrn, der bei der Kühle nach Mittag im Garten wandelte. „Adam, wo bist du?” ertönte es in ihr Ohr. Adam antwortete zitternd und bebend: „Ich habe deine Stimme im Garten gehört und mich gefürchtet, weil ich nackend bin, und habe mich verborgen.” Gott sprach: „Wer hat dir gesagt, daß du nackend seiest, als weil du von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten, nicht zu essen?” Und Adam sprach: „Das Weib, das du mir zugesellt, hat mir vom Baum gegeben, und ich aß. ” Und Gott der Herr sprach zum Weibe: „Warum hast du das getan?” Eva antwortete: „Die Schlange hat mich betrogen und ich aß.” Beide arme Sünder wollten sich entschuldigen, aber wer kann wohl den allwissenden Gott täuschen? Die Schuldigen trifft die gerechte Strafe. Zuerst wendet sich Gott zu dem Verführer. Dieser darf sich nicht verteidigen und da er schon verurteilt und zur ewigen Qual bestimmt ist, so verurteilt Gott die Schlange, welche er mißbraucht hat. „Weil du dies getan, spricht der Herr zu ihr, bist du verflucht unter allem Vieh, und unter allen Tieren der Erde; auf deiner Brust sollst du gehen und Staub essen alle Tage deines Lebens. Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; sie wird deinen Kopf zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellen.” Die Schlange trifft der entsetzliche Fluch, der eigentlich den Satan angeht. Gott wollte uns durch Bestrafung der Schlange einen sichtbaren Beweis geben, wie sehr ihm der Teufel und alles Böse verhaßt ist. Mit dem Fluche über die Schlange verband aber Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit einen wunderbaren Trost für die ersten Menschen. Sie wußten, daß sie des Todes, und zwar des ewigen Todes sterben müssen, wenn sie von der verbotenen Frucht essen. Schrecklich und entsetzlich war für sie die dieses Wort. In furchtbarer Angst erwarteten sie das Todesurteil, das sie für immer von Gott trennen sollte. Doch Gott erbarmt sich ihrer. Sterben sollen sie, aber nicht ewig. Darum setzt Gott zu dem Fluche, den er über die Schlange ausspricht, die für Adam und Eva tröstlichen Worte:

„Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinen Samen und ihrem Samen; sie wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellen. ”

Gott wollte sagen: Es wird ein Weib kommen, das mit dir, o Satan, nichts gemein hat, das von deinem Gifte nicht berührt wird; dieses Weib wird dein und du ihr Feind sein; ebenso wird zwischen ihrem Samen, zwischen dem Kinde, das sie gebärt, und zwischen dir und denen, die du durch Verführung erzeugst, ewige Feindschaft bestehen. Aber das Weib wird durch ihr Kind dir den Kopf zertreten, deine und deines Anhanges Macht gänzlich vernichten, während du dem Weibe zwar nachstellen, aber nichts anhaben kannst. Das Weib aber, das kommen wird, ist Maria die unbefleckte Jungfrau und Mutter des Sohnes Gottes, unseres Erlösers, dessen Ankunft also Gott den ersten Menschen verhieß.

Während die trostvolle Verheißung noch in ihren Ohren tönte, öffnete Gott seinen Mund, um mit seinem Urteilsspruch fortzufahren. Er sprach zur Eva:

„Ich will die Beschwerden deiner Schwangerschaft vermehren: in Schmerzen sollst du Kinder gebären, und sollst unter der Gewalt des Mannes sein.” Dann wandte sich Gott zu Adam und sprach: „Dieweil du Gehör gegeben der Stimme des Weibes und von dem Baume gegessen, so sei die Erde verflucht in deinem Werk; mit vieler Arbeit sollst du essen von ihr alle Tage deines Lebens. Dörner und Distel soll sie dir tragen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zur Erde zurückkerst, von der du genommen bist. Denn du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren.”

Dieser schmerzenvolle Vorfall von Gottes erstem Gericht ging in eben dem Garten vor sich, wo die Sünde begangen worden. Es blieb nur der Vollzug des Urteilsübrig. Der Herr sprach, und Adam und Eva, die einst so glücklichen Menschen, mußten das Paradies , wo sie so viele selige Tage verlebten, für immer verlassen. Bevor sie aber ihr traurige Verbannung antraten, machte Gott Adam und seinem Weibe Kleider von Fellen und tat sie ihnen an. Hierauf verließen sie traurig den schönen Garten, und traten hinaus in die unwirtbare Welt, deren Geschöpfe und Elemente nun ihre Feinde waren. Ein Cherub mit funkelndem Schwerte bewahrt den Eingang des Paradies, das nicht mehr zu finden ist. Dies geschah, wie Gott selbst sagte, damit Adam nicht seine Hand ausstrecke, und nehme vom Baume des Lebens und esse und ewiglich lebe. Denn Adam und und alle seine Nachkommen sollten sterben.

Aber der Tod kam nicht gleich; Adam lebte noch 930 Jahre und auch Eva erreichte ein hohes Alter. Gott ließ sie so lange leben, damit sie ihre große Schuld beweinten und büßten. Und diese Buße der ersten Menschen war so demütig, so voll Ergebung, daß sie im Hinblick auf den verheißenden Erlöser die Gunst ihres Gottes wieder erwarben, und in seiner Gnade starben. Adam wurde auf dem Kalvarienberg begraben, an der Stelle, wo vier tausend Jahre nachher das Kreuz des Heilandes aufgerichtet wurde. Christus sühnte Adams und seines ganzen Geschlechtes Sünde. An Adam war das Wort ergangen: „Du bist Erde und sollst wieder zur Erde werden.” Den Ort, wo dieser Urteilsspruch sich an Adam vollzog, wählte der zweite Adam, Christus, mit der Absicht zum Schauplatz seines Versöhnungtodes, um dies Urteil wieder aufzuheben und anstatt der Worte: „Du bist Erde und sollst wieder zur Erde werden,” zu ihm zu sprechen: „Stehe auf, der du schläfst und gehe hervor aus deinem Grabe” (Ephef. 5, 14.)

Adam und Eva haben gebüßt, aber ihre Sünde ist mit ihren traurigen Folgen auch auf alle Menschen übergegangen. Jeder Mensch, der in die Welt tritt, hat die Sünde Adams auf sich und trägt ihre Folgen. Die Bibel, das Buch aller Bücher, verkündet mit klaren Worten dies schreckliche Geheimnis. „Wer ist frei von Befleckung, ruft der Dulder Job aus, Niemand, selbst kein Kind das nur einen Tag alt ist.” (Job. 14,4.) Und der königliche Prophet David klagt in dem Psalme, der seinem reuevollen Herzen entflossen ist, und den er oft, in bittere Tränen zerfließend, gesungen: „Ich bin in Ungerechtigkeit empfangen und in Sünden empfing mich meine Mutter.” (Psalm 50) Und der große Apostel Paulus schreibt: „Gleich wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist, und durch die Sünde der Tod, und so auf alle Menschen der Tod übergegangen ist, weil alle in ihm (in Adam) gesündigt haben,...gleich wie durch Eine Sünde auf alle Menschen Verdammung kam; so kommt auch durch des Einen Gerechtigkeit (durch Christus) auf alle Menschen Rechtfertigung des Lebens. Denn gleich wie durch den Ungehorsam des Einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten gemacht.” (Röm. 5, 12. 18. 19.)

Quelle: Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)

Heilige, Seelige im Monat Dezember -
  1. • Eligius
    • Marinus, Theklanus
  2. • Bibiana
  3. • Franz Xaver
    • Konrad
  4. • Barbara
  5. • Sabas
    • Johannes de Britto
  6. • Nikolaus v. Myra
  7. • Ambrosius
  8. • Mariä Empfängnis
  9. • Petrus Fourier
    • Leocadia
    • Cyprian o. Subran
    • Wulfhilda
  10. • Eulalia
  11. • Damasus I.
    • Fuscian, Victoricus, u.
      Gentian

    Daniel
  12. • Epimachus, Alexander
    • Finian
  13. • Lucia
    • Berthold
    • Ottilia, Odilia
  14. Spyridon
  15. • Christina
  16. • Adelheid
  17. • Sturmio
    • Begga
  18. • Wunibald
  19. Nemesion
    Thimotheus
  20. Dominicus v. Silos
  21. • Thomas, Apostel
    Petrus Canisius
  22. • Flavian
  23. • Victoria von Rom
    • Servulus
  24. • Adam und Eva
    • Tharsilla u. Aemiliana
  25. • Geburt Christi
    Anastasia
  26. • Stephanus
  27. • Johannes (Apostel)
    • Walto
  28. • Fest d. unsch. Kinder
  29. • Thomas
  30. Sabinus
  31. • Silvester, Sylvester
    • Columba von Sens



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