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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Die heiligen Epimachus, Alexander u.s.w., Märtyrer in Alexandrien
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Die heiligen Epimachus, Alexander u.s.w. - Märtyrer in Alexandrien

  • Festtag, Gedenktag ist der 12. Dezember
    • der 31. Oktober ist auch als Gedenktag angegeben, weil die Hl. Gordian an dem Tag als Patron von eingesetzt wurden.
    • der 10. Mai ist eigentlich der Gedenktag von dem hl. Gordian wird aber oft zusammen an dem Tag angegeben.
  • * in
  • im Jahr 250
  • Patron von Kempten im Allgäu

Die von Decius angeregte Verfolgung richtete im Jahre 250 zu Alexandrien unglaubliche Verheerungen an. Man suchte die Christen mit verschmitzter Wut und arglistiger Grausamkeit auf. Epimachus und Alexander, die man verhaftete, bekannten sich mit heldenmütiger Treue zu dem Namen Jesus. Mit Fesseln beladen führte man sie in das Gefängnis, wo ihre Tugend und Starkmütigkeit Peinigungen jeglicher Art zu ertragen hatte. Da ihre Standhaftigkeit nicht zu besiegen war, wurden sie mit Stockschlägen und eisernen Krallen grausam zerfleischt und zuletzt in ungelöschtem Kalk verbrannt 1)

Der heilige Dionysius, Bischof von Alexandrien, welcher zum Teil Augenzeuge ihrer Peinen war, hat uns eine gedrängte Erzählung davon hinterlassen. Auch tut er Meldung von vier Frauen, welche die Marterkrone an dem selben Tag und an dem selben Ort empfingen.

  1. Die Erste hieß Ammonarium und war eine Jungfrau, die immerdar ein keusches Leben führte. Sie erduldete, ohne die mindeste Klage, die schrecklichsten Peinigungen und öffnete den Mund nur, um zu erklären, daß nichts im Stande sein werde, sie zur Abkehr von dem Christentum zu vermögen. Man glaubt, daß sie enthauptet worden ist.
  2. Die zweite hieß Mercuria, eine ihrer Tugenden und ihres hohen Alters wegen ehrwürdige Matrone.
  3. Die dritte mit dem Namen Dionysia, war Mutter einiger Kinder, die sie zärtlich liebte, sie flehte zu Gott, er möchte für ihre Erziehung sorgen und erhob sich über die Gefühle der Natur, um für Jesus dem Welterlöser treu zu sterben.
  4. Die Vierte hieß gleichfalls Ammonarium.

Da der Richter sich schämte, von der Ersten besiegt worden zu sein 2), ließ er die drei Anderen gleich enthaupten; unerschütterlicher Starkmut wohnte in ihrer Seele. Alle diese Heiligen kommen an diesem Tag im römischen Martyrologium vor.

Um die Tugenden der Märtyrer richtig zu beurteilen, darf man sie nur mit dem vorgeblichen Heldenmut der heidnischen Weisen vergleichen. Die Starkmut des Blutzeugen beruht auf Demut; seine Triebfeder ist die Liebe Gottes und die Erfüllung seines Gesetzes. Er sieht sich an als ein schwaches Rohr, erwartet alle seine Kraft von oben und die Gnade erhebt ihn über alle Prüfungen des Lebens und der Verfolgungen. Er sieht in sich nur einen armseligen Sünder, ganz würdig des ihm bevorstehenden Todes. Das Märtyrertum erscheint ihm als der Anfang seiner Buße und nicht als die Vollendung seiner Tugend. Er ist überzeugt, daß all seine Leiden nicht in Vergleich kommen können mit dem, was seine Sünden verdienen; er schätzt sich unendlich beglückt, daß er Jesus seine Liebe und Treue erweisen darf durch die Hinopferung alles dessen, was ihm auf Erden am Teuersten ist, daß er sterbe für Jenen, der vermöge seiner unendlichen Barmherzigkeit sich für uns dem grausamsten und schmachvollsten Tode hingegeben hat. Wenn anderer Seits der Blutzeuge mutig leidet, so leidet er auch in aller Demut; ihn kümmert weder der Beifall, noch der Menschen Lob; außer Gott verlangt er keinen anderen Zuschauer seiner Kämpfe und wenn er auf Menschen Rücksicht nimmt, so geschieht es nur in der Hoffnung, den Gott seiner Anbetung zu verkünden und zu verherrlichen durch das Zeugnis, welches er seinem heiligen Gesetz gibt. Endlich preist er den Herrn und dankt ihm in Mitte der Qualen; er überläßt sich keinem Rachegefühl; er liebt seine Verfolger und betet für sie; sein einziger Schmerz ist ihre Verblendung, in welcher sie verstockt dahin leben, das Ewige und Schätzbarste mit Füßen tretend. Betrachten wir nun die Helden der heidnischen Vorzeit, was finden wir da? Hochmütige Menschen, die in ihren Leiden sich erheben, ihre vermeinte Tugend hoch sprechend zur Schau tragen unter dem Schein des Starkmutes ihren Gram, ihre Wut und Verzweiflung kaum verbergen können; Menschen, die ihren Feinden mit widerwärtigem Trotz Hohn sprechen und in ihrem ganzen erzwungenen Großtun nichts als Rache schnauben. Sato wird ein Selbstmörder, um sein Leben nicht dem Cäsar, der ihn bezwungen, verdanken und von einem Feind, den er verabscheute, erscheinen zu müssen. Ein christlicher Held hingegen wäre mutig und harmlos ihm unter die Augen getreten und hätte ihn seiner Seits durch Gelassenheit, Geduld und Demut besiegt. Sokrates verhöhnte seine Richter durch seinem trotzigen Blick und zog sich seine Verdammung zu durch sein Benehmen; ein Märtyrer aber liebt herzlich Diejenigen, die ihm die gräßlichsten Peinen antun und verlangt nichts als die Bekehrung. So flehte der heil. Stephanus, bedeckt von Wunden und Blut, zu dem Herrn um die Begnadigung Jener, die ihn steinigten.

Eine andere Quelle besagt, dass Epimachus während der Christenverfolgungen unter Kaiser Valerian oder um 304 unter Diokletian zum Tode verurteilt wurde. Die Märtyrer wurden wohl, wie in anderen Legenden erzählt wird, auch gemeinsam an der Via Labicana in Rom beigesetzt und im Jahr 774 sollen sie durch Königin Hildegard ins Benediktinerkloster nach Kempten ins Allgäu gebracht worden sein. Etwas später sollen fromme Christen auch den hl. Martyrer Gordianus dort beerdigt haben, der ebenfalls mit nach Kempten gebracht worden sein soll und auch Patron von Kempten ist.

1) nach der Übersetzung des Heinrich von Balois: Vivae calais incendio etiam ipsi colliquefacti perierunt. Eusebius, Hist., p. 239, ed, Valesii an. 165g.

2)Etenim earum princeps et antesignana Ammonarium, pro omnibus tormenta pertulerat. Ibid

Quellen:

  • Leben der Väter und Märtyrer nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler.  —  Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier  —   aus dem 18. Band von 1825, Seite 234.
    Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2008)
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