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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Die heilige Eulalia von Mérida, Jungfrau und Märtyrerin
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Die heilige Eulalia - Jungfrau und Märtyrerin zu Mérida in Spanien

  • Festtag, Gedenktag ist der 10. Dezember
  • * 292 in Merida in Spanien
  • am 10. Dezember im Jahr 304
  • Patronin der der Wöchnerinnen, der Reisenden, gegen Ruhr und Unglück

Die heilige Eulalia, deren glorreichen Siegeskampf Prudentius 1) besungen, war gebürtig aus Merida (Augusta Emerita) der Hauptstadt von Lusitanien in Spanien, welche, seit der Versetzung des erzbischöflichen Stuhls nach Compostell, von ihrem ehemaligen Glanz sehr viel verloren hat. Als einer der ersten Familien Spaniens entsprossen, wurde sie in der christlichen Religion erzogen und gründlich in der Frömmigkeit gebildet. Von Jugend an schmückte sie eine wundersam milde Sanftmut, eine seltene Eingezogenheit, eine zärtliche Gottesfurcht und eine ganz besondere Liebe zur Reinigkeit. Ihr sehr hoher Ernst, ihre gänzliche Abneigung gegen Putz und Weltvergnügen gaben zu genüge zu erkennen, daß sie von dem aufrichtigen Verlangen durch glüht sei, ein wahrhaft himmlisches Leben auf Erden zu wandeln 2). Über alle Weltgüter erhaben liebte sie nichts, was sonst junge Personen ihres Geschlechts anzieht, so gewann ihre Tugend täglich neuen Zuwachs und so erreichte sie schon sehr früh eine hohe Vollkommenheit. Sie war erst zwölf Jahre alt, als die Beschlüsse Diocletians erschienen, wodurch allen Christen befohlen wurde, den Göttern des Reiches zu opfern. Ungeachtet ihrer Jugend, sah sie das Erscheinen dieser Beschlüsse als eine Aufforderung zum Kampf an. Ihre Mutter, besorgt wegen dieses Verlangens nach dem Märtyrertod, glaubte sie auf das Land führen zu müssen 3)

Eulalia entfloh aber zur Nachtzeit und nach mühsamen Weg traf sie bei Tagesanbruch in Merida ein. Der Richter mit dem Namen Dacian, hatte nicht sofort seinen Richterstuhl bestiegen, als sie freien Antriebes vor ihn trat, um ihm die Ruchlosigkeit vorzuhalten, daß er die Leute zwingen will, sich von der einzig wahren Religion abzubringen. Dacian ließ sie verhaften; zuerst gab er ihr schmeichelnde Worte, stellte ihr das Unrecht vor, das sie sich selbst antut, sowie auch den Schmerz, den sie ihren Eltern zufügt, wenn sie auf ihren Ungehorsam beharrt.

Als diese Mittel ohne Wirkung blieben, nahm er seine Zuflucht zu Drohungen und nachdem er ihr die Marterwerkzeuge vorlegte, sagte er, man werde sie mit jeglicher Pein verschonen, wenn sie nur mit der Fingerspitze ein wenig Salz und Weihrauch nehmen würde. Eulalia, um zu zeigen, daß sie sich nicht verführen lassen werde, stürzte das Götzenbild um, und trat mit den Füßen auf den Opferkuchen. Prudentius setzt noch bei, sie habe dem Richter ins Gesicht gespieen. Diese Handlung ließe sich nur durch die Jugend der Heiligen entschuldigen, durch Ungestüm ihres Eifers und durch die Furcht vor den ihr gelegten Fallstricken. Eilig zerfleischten, auf Befehl des Richters, zwei Henker mit eisernen Krallen die Brust und die Seiten der Jungfrau, so daß man ihre Gebeine sah. Ihre Wunden nannte sie Trophäen Jesu Christi. Dann legte man ihr brennende Fackeln auf die Brust und an die Seiten. Diese Qual ertrug sie geduldig und öffnete den Mund allein zum Lobe Gottes. Als das Feuer ihr auf das Antlitz herab wallenden Haare erfaßte, wurde sie durch den Rauch und die Flamme erstickt 4)

Der Schnee, welcher damals in Mengen herab fiel, bedeckte ihren Leib,   —  ein Umstand, der beweist, daß unsere Heilige zur Winterzeit gelitten hat. Die Christen bestatteten sie auf ihrer Schädelstätte 5). In der Folge wurde an diesem Ort eine prachtvolle Kirche gebaut, in welcher man ihre Gebeine unter einem Altar beisetzte; sie befanden sich da noch im vierten Jahrhundert, wo Prudentius seinen Hymnus zu Ehren der heil. Eulalia dichtete. Dieser Schriftsteller sagt unter anderem, daß man von allen Seiten gekommen sei, um sie zu verehren, daß Eulalia am Thron Gottes diejenigen sehe, die ihr Gebet zu ihr hinauf schicken und daß sie ihnen durch ihre Fürbitte beistehe.

Sie, an des ewigen Thron, erschaut
Liebreich die Gaben, und, hold dem Gesang,
Schirmet die liebenden Völker sie mild.

Siehe Prudentis, de Coron, Hymn. 9 alias 3, de S. Eulalia

  • 1) Über das Leben und die Schriften des Aurelius Prudentius Clemens wird am Schluss der Lebensgeschichte der Heiligen noch einiges berichtet.
  • 2)
    Frühe verriet sie, es dürfte ihr Sinn,
    Welcher die Ehe verschmähte, allein
    Nach des Allmächtigen himmlischen Thron;
    Selbst in dem zartesten Alter verwarf
    Kindliche Freuden und Spiele sie ernst.

    Goldene Spangen und köstlicher Schmuck,
    Rosige Kränze verachtete sie,
    Ernst ist ihr Ant`litz und sittig ihr Schritt;
    Still und bescheiden als zartestes Kind
    Ahmet die Sitte der Greise sie nach.
  • 3)
    Aber die liebende Mutter entzieht
    Sorglich das mutige Mägdelein der Stadt.
    Birgt sie geheim auf der ländlichen Flur,
    Daß die Begierde zum Märtyrerkranz
    Nimmer sie treibe zu blutigem Tod.
  • 4)
    Sieh! da fliegt ihr in`s Antlitz die Glut,
    Prasselnd erfaßt, von den Locken genährt,
    Jetzt sie das Haupt und zur Scheitel empor
    Steiget die Flamme. Ersehnend den Tod,
    Trinket die Jungfrau den feurigen Strom.

  • 5) Man verwechsle unsere heilige Märtyrerin nicht mit der heiligen Eulalia von Barcelona, von der Ado, Usuard u. A. melden, von der wir aber keine authentischen Akten besitzen.
Aurelius Prudentius Clemens
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Aurelius Prudentius Clemens - Über das Leben und die Schriften des Aurelius Prudentius Clemens

Aurelius Prudentius Clemens wurde unter dem Konsul Salias, folglich unter Constans und Constantius um das 348 in Spanien geboren, wie er selber uns berichtet, Praef.in Cathemerinon, p. 1. Aldus, Sirus von Siena, Ceillier und einige andere Schriftsteller lassen ihn zu Saragossa geboren werden, sich fußend auf die Worte des vierten zu Ehren der Märtyrer zu Saragossa besungenen Hymnus aus dem Buch Peristephanon:

Achtzehn hoher Märtyrer Asche hütet
Unser Volk verehrend in einem Grab.
Andere hingegen stimmen für Calahorra in Alcastilien, weil er in demselben Hymnus sagt:
Nostra praestabit Calaguris ambos, quos veneramur
und in dem 1. Hymnus, wo von den Blutzeugen von Caladorra die Rede ist:
Hoc bonum salvator ipsc, quo fruamor praeslitit:
Martyrum quum membra nostro consecravit oppido.

Silbert spricht sich in seiner schönen Übersetzung der Gedichte des Prudentius, die wir stets benützen werden, für Saragossa aus, weil der geistliche Sänger im Buch Peristephanon diese Stadt jedes mal die Seinige nennt.

Er blühte zu der selben zeit, wo die Dichter Ausonius und Claudian und die großen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus und Hieronymus lebten. Er studierte die Beredsamkeit unter einem berühmten Lehrer und widmete sich nach der Sitte des damaligen Zeitalters, der Rechtswissenschaft; er übernahm alle Gegenstände zur Verdeidigung und übte sich in der Kunst, auch einen schlechten und ungerechten Handel eine günstige Wendung zu geben. In der Folge bereute er es, daß er seine Talente so mißbraucht und die Lüge auf Kosten der Wahrheit verteidigt habe. Das Leben des Prudentius war in früheren Jahren nicht fleckenlos; er beweint die Ausschweifungen, in welche er in seiner Jugend gefallen ist.

Bald, bald naht uns des Lebens Ziel;
Kommt ein Tag noch, so legt Gott ihn dem Alter zu.
Und was wirkten wir wohl Gutes im Lauf
Dieser so langen Frist?

Weinend unter dem sausenden
Birkenreise, verging langsam die Kindheit; doch
Lernt`ich lasterhaft, bald Worte des Trugs
Unter dem Jünglingskleid.

Frecher Mutwille, geiler Sinn,
Und empörender Stolz, dieses besudelten,
O der Reue, der Schmach! gleich wie mit Schlamm,
Tückisch des Jünglings Herz.

Dann entflammte die Streitsucht bald
das erboßte Gemüt  —   Standhaft in bösem Zwist,
Strebt es ängstlich nach Sieg; doch es erlag
Streitigkeiten Fällen oft.
Er wurde zweimal Statthalter in Spanien, wie er, Praef. in Cathem, berichtet:
Zweimal lenkte die Zügel wir
Freier Städte hierauf, in der Gesetze Zucht,
Sprachen Gutes das Recht, aber mit Macht
Schreckten die Bösen wir.

Nachher erhob ihn die Güte des Fürsten (Theodos I. oder Honorius) zu den höchsten Würden und zu glänzenden Hofstellen:

Endlich hob uns des Cäsers Huld Zu dem obersten Rang über das Kriegsheer, Und der nächste nach ihm er uns steh`n Jezund zur Seite ihm

Die gewöhnliche Meinung ist, daß er Präfekt des Prätorium gewesen ist. Damals bestand er in seiner Seele heftige Kämpfe; bald erglühte er von Eifer und entbrannte von Begierde, Gott zu dienen; bald ließ er sich wieder von den Welteitelkeiten fortreißen und wurde ein Sklave seines verdorbenen Herzens. Nach seiner gänzlichen Bekehrung war Gott allein mehr seine Freude; bei ihm alleine fand er Tröstung in drückender Angst.

Prudentius war noch in der Blüte seiner Jahre, als er die Welt verließ. Um das Jahr 405 machte er eine Wallfahrt nach Rom. Auf seiner Durchreise zu Immola küßte er die Grabstätte des heil. Cassian und begoß sie mit Tränen der Rührung und Zerknirschung über seine begangenen Sünden. Nach seiner Ankunft in Rom besuchte er die Gräber der Blutzeugen und betete allda um die Heilung von seinen Seelenkrankheiten. Er schrieb in der Hauptstadt der Christenheit über das fest der heil. Apostel Peter und Paul, und kehrte darauf heim nach Spanien, wo er dann ein zurück gezogenes Leben führte. Seine Feierstunden brachte er mit Dichtungen heiliger Gesänge zu; er hatte sich vorgenommen, nie einen weltlichen Gegenstand zu behandeln.

Prudentius ist immer als der gelehrteste christliche Dichter angesehen worden. Es ist nicht bekannt wie lange er gelebt hat.

Quellen:

  • Leben der Väter und Märtyrer nebst anderen vorzüglichen Heiligen, ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler.  —  Nach der französischen Übersetzung von Godescard für Deutschland bearbeitet und sehr vermehrt von Dr. Räß, Professor der Theologie und Direktor im bischöfl. Seminar in Mainz und Dr. Weis, Geistlicher Rat und Canonicus am hohen Dom in Speier  —   aus dem 18. Band von 1825, Seite 179.
    Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2008)
  • und Internetrecherchen
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