www.fleurop.de
Suchbegriff(e) eingeben:

Heiligenlegenden im Jahresverlauf oder von A - Z
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
A B C
D E F
G H I
J K L
M N O
P Q R
S T U
V W X
Y Z

Weitere Legenden


Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




Hier entsteht ein Nachschlagewerk
über die Legenden der Heiligen

Ein Service von
www.feiertagsseiten.de



468x60

Infos hinzufügen  |  Druck Version  |  PDF Version  |  Buchtips  |  Zurück
Translate this page into English Translate this page into English   |   Traduction française de cette page Pressure Version

Die heilige Radegunde von Thüringen
Copyright © by www.heiligenlegenden.de
Legenden über den hl. Radegunde -

Die heilige Radegunde (Radegundis) von Thüringen - Königin der Franken

  • Ihr Festtag, Gedenktag oder auch Verehrungstag genannt ist der 13. August
  • * im Jahre 518 in Thüringen
  • † am 13. August im Jahre 587 in Poitiers, Frankreich

Zu Anfang des sechsten Jahrhunderts herrschten in Thüringen drei Brüder, Baderich, Hermanfried und Berthar. Nachdem der herrschsüchtige Hermanfried seinen jüngsten Bruder Berthar erschlagen hatte, bekriegte er, im Bunde mit dem fränkischen König Theoderich, seinen anderen Bruder Baderich, hielt aber nach Besiegung des selben das dem Theoderich gegebene Versprechen, ihm die Hälfte Thüringens abzutreten, nicht, worauf dann Theoderich und sein Bruder Chlotar den Hermanfried mit Krieg überzogen und ihn in der Schlacht an der Unstrut besiegten. Damals brachte König Chlotar I. von Frankreich die Radegundis, 13 Jahre alt und eine Tochter des thüringischen Fürsten Berthar, aus Thüringen mit sich heim, wo sie im Christentum unterrichtet und ihm dann vermählt wurde, dem schon ziemlich Betagten.

Heute würde man dazu sagen, der Frankenkönigs Chlotar I. hat sich die 13 Jahre alte Radegundis als Geisel in die Gefangenschaft mitgenommen und musste ihn später zwangsweise heiraten.

Radegund, eine edle Frau und seitdem sie Christin geworden ist, mehr den himmlischen als irdischen Dingen zugewendet, paßte nicht für einen Chlotar, der, wie er selbst sagte, in ihr eine Nonne, kein Eheweib fand. Als dann Chlotar den Bruder der frommen Radegundis, um sich Thüringens leichter zu bemächtigen, tötete, begehrte um 553 die auch sonst mehrfach Gekränkte, die Erlaubnis von Chlotar, der keine Kinder von ihr hatte, den königlichen Hof verlassen und sich Gott weihen dürfen. Chlotar willigte zuletzt ein und heiratete dann wenigstens nicht mehr, und Radegundis empfing aus der Hand des heiligen Bischofs Medardus von Noyon den Schleier.

Nachher übersiedelte sie nach Poitiers, wo sie ein Nonnenkloster errichtete, dem sie all` ihr Vermögen übergab und auch Chlotar reiche Schenkungen zuwendete. Der schnell ungemein bevölkerten Nonnengemeinde gab sie die vom heil. Cäsarius von Arles für das Nonnenkloster seiner Schwester Cäsara verfaßte Regel und stellte ihre Pflegetochter Agnes zur Äbtissin auf, welcher sie sich wie die niedrigste Magd in aller Demut unterwarf. Diese Stiftung wurde auf Radegundis Bitte 567 von der Synode von Tours bestätigt und verordnet, daß es keine Nonne zustehen soll, das Kloster wieder zu verlassen und daß wenn eine das Kloster verlasse und heirate, beide und alle Helfershelfer dieser Freveltat in die Strafe der Excommunication verfallen sollen; übrigens traf Radegundis auch noch sonst alle mögliche Fürsorge, daß ihre Stiftung auch nach ihrem Tode von allen Veränderungen und willkürlichen und ungerechten Eingriffen unberührt bliebe (siehe Radegundeis Brief an die BB. bei Gregor v. Tours hist. Franc. 1.9.c.42).

Schon in ihrer Jugend und dann als Gattin Chlotars hatte Radegundis eine Tugendfülle entfaltet, die das ganze Frankreich mit Staunen erfüllte und wohl auf die Christianisierung desselben einen unberechenbaren Einfluß übte; die näheren Aufschlüsse hierüber geben die vorhandenen Biographien, die erste von dem bekannten Venantius Fortunatus, dessen Bekanntschaft sie um 565 machte, dem sie die freundlichste Aufnahme gewährte und der in der Folge ihr vorzüglichster Ratgeber war, eine zweite Ergänzung der ersten von der Nonne Vaudonivia, einer unmittelbaren Schülerin Radegundens, und eine dritte aus beiden zusammengefaßte von Hildebert von Tours.

Nachdem nun aber Radegundis den Schleier genommen, strahlte ihre Heiligkeit in noch viel größerem Glanze. Sie, die Königin, verrichtete i, Kloster die niedrigsten Dienste, reinigte ihren geistlichen Schwestern die Schuhe, schleppte Holz in die Küche, verrichtete die Dienste der Küchenmagd, quälte ihren Leib mit strengsten Fasten und ausgesuchten Peinen (so brannte sie sich das Zeichen des hl. Kreuzes ein) und um Anderes zu übergehen, schien sie nur zur Linderung der Leiden und Schmerzen der Unglücklichen, Kranken, Leprosen und Armen zu leben, die alle an ihr die mitleidigste und großmütigste Helferin fanden. Gestärkt zu dem Heroismus ihrer Tugenden wurde sie durch das Gebet, welches so sehr ihr ganzes Wesen erfüllte, daß sie z. B. statt Jemanden bei seinem Namen zu nennen, ihn oft mit einem Alleluja oder einem anderen hl. Worte anredete. Daher kamen auch die schwersten Dinge bei ihr leicht an und konnte sie mit Freude die Aussätzigen Küssen, bei welcher Gelegenheit sie einst einer Begleiterin auf die Frage: „Wer wird dich Küssen, wenn du solche Küsst?”, antwortete sie: „Wenn du es nicht tust, macht mir das keine Sorge”.

Ihre Nonnen feuerte sie bei jeder Gelegenheit mit flammenden Zureden zum ausdauernden Eifer an, damit sie einst zum himmlischen Bräutigam zu sagen vermögen: „Gib o Herr was du verheißen, da wir getan, was du geboten!” Da sie für ihre Zeit sehr gebildet war   —   sie las die lateinischen und griechischen Väter   —   und das Bedürfnis und den Einfluß der Nahrung des Geistes durch die Lektüre kannte, sah sie sehr darauf, daß ihre Nonnen sich fleißig mit heil. Lektüre beschäftigten und führte das lesen über Tisch ein. So stiftete Radegundis bis zu ihrem Tode unsäglich viel Gutes und starb am 13. August 587. Viele Tränen wurden ihr im Kloster, das sie errichtet hatte und in ganz Frankreich nachgeweint. Gregor von Tours bestattete sie zur Erde und berichtet über die Wunder, die bei ihrem Begräbnisse sich ereigneten.

Quellen:

  • Encyklopädie der katholischen Theologie und ihrer Hilfswissenschaften von Heinrich Joseph Wetzer und Benedikt Welte, von 1852
  • und andere

Heilige, Seelige im Monat August -
  1. • Kettenfeier Petrus
    • Alphons Maria von Liguori
  2. • Stephanus
    • Gundekar II. (Gunzo)
  3. • Stephans Erfindung
    Petrus von Anagni
    Lydia
  4. Johannes-Maria
  5. • Maria Schnee (Marienfest)
    Oswald
    Nonna
  6. Verklärung Christi
  7. Kajetan
    • Afra (Bavaria Sancta)
    • Afra (Bestlin)
    Donatus
    Sixtus II
  8. • Rathardus, Priester
    Dominikus
    Cyriakus, Largus u. Smaragdus
  9. Romanus (Roman)
  10. • Laurentius -
  11. Klara
    Alexander der Köhler
    Tiburtius
    Susanna
  12. -
  13. Hippolyt von Rom
    • Radegunde
    • Cassian v. Seben
    Kassian von Immola
  14. Eusebius von Rom
    Maximilian Kolbe
  15. • Maria Himmelfahrt
    Hyazinthus
  16. Stephan
  17. • Amor v. Amorbach
  18. Helena
  19. • Sebaldus
    Ludwig
  20. Bernhard
  21. Pius X.
  22. Regina (Maria Königin)
    Symphorianus
    Philippus Benitius
  23. Rosa von Lima
  24. Bartholomäus
  25. Ludwig
    Joseph Kalasanza
    Genesius
  26. -
  27. Monika
  28. Augustin
    • Adelindis
  29. Enthauptung Johannes
    • Sabina, Sabine
  30. Rosa v. Lima
  31. • Isabella
    Raimundus



Die Heiligenlegenden    (http://www.heiligenlegenden.de)
Copyright © by Josef Dirschl, www.heiligenlegenden.de    -    info@heiligenlegenden.de
ALLE RECHTE VORBEHALTEN / ALL RIGHTS RESERVED
Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

Haftungshinweis:
Hiermit distanziere ich mich ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf meiner Homepage und mache mir diese Inhalte nicht zu eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Website angebrachten Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.