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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Der heil. Hugo, Bischof von Grenoble
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Hugo - Bischof von Grenoble

  • Festtag, Gedenktag, auch Verehrungstag genannt, ist der 1. April
  • * 1053 in Châteauneuf-sur-Isère bei Valence
  • 1. April 1132 in Grenoble
  • Von 1080 bis 1132 Bischof von Grenoble
  • Heiligsprechung: bereits 1134 vom Papst Innozenz II.

Der heilige Bischof Hugo, dessen Andenken die katholische Kirche heute feiert, wurde im Jahr 1053 in einem Städtchen des französischen Bistums Valenza von adeligen und gottesfürchtigen Eltern geboren, welche beide in hohem Alter das Glück genossen, aus seinen Händen die heiligen Sterbesakramente zu empfangen und unter seinem Gebet ihr frommes Leben zu beschließen. Er zeigte schon von frühester Jugend an eine sehr gute Gemütsart; in seinen Jünglingsjahren verließ er das väterliche Haus, um sich den Studieren zu widmen; so sehr er sich hier der Wissenschaften zugetan zeigte, so sehr versuchte er sich auch in allen gefahren des jugendlichen Lebens durch Eingezogenheit und Sittsamkeit seine Unschuld unversehrt zu erhalten und war deswegen besonders, wenn auch gegen andere freundlich und leutselig, gegen sich sehr rauh und streng.

Nach rühmlich vollendeten Studien empfing er die heiligen Weihen, kam zurück nach Valenzia, trat bei der dortigen Hauptkirche eine Chorherrnpfründe an und führte einen so frommen, eingezogenen, erbaulichen Wandel, daß er bald von Jedermann hoch geschätzt und geliebt wurde. Besonders würdigte ihn der damalige päpstliche Gesandte in Frankreich, der gleichfalls Hugo hieß, seiner Aufmerksamkeit und bald auch seines Zutrauens und bediente sich seiner sowohl in Gesandtschafts-Angelegenheiten, als besonders zur Bekämpfung der damals herrschenden Laster mit großem Erfolg, indem der heilige Hugo durch seine dringenden Ermahnungen und eben so sehr durch sein eigenes Beispiel bei Geistlichen wie bei Weltlichen großen Segen stiftete. Aber nicht lange, so setzte der Her dies hell leuchtende Licht noch auf einen größeren Leuchter. Als nämlich gerade zu der Zeit, als zu Avignon eine Kirchenversammlung gehalten wurde, das Bistum Grenoble ledig war, kamen die dortigen Geistlichen, wohl nicht ohne besondere Fügung Gottes, mir der Bitte zu dem bei der Kirchenversammlung gegenwärtigen päpstlichen Gesandten, ihnen doch den heiligen Hugo zum Bischof zu geben. Gerne bewilligte der päpstliche Gesandte in die schöne Bitte. Aber der heilige Hugo wollte, in der Demut seines Herzens sich dazu für unwürdig haltend, die bischöfliche Würde durchaus nicht annehmen, bis der Gesandte ihm es ausdrücklich befahl und ihn deswegen auf seiner Rückreise mit sich nach Rom nahm, wo er dann vom heiligen Vater, Gregor dem Siebenten, selbst zum Bischof geweiht wurde.

Bei seiner Rückkehr in sein neues Bistum fand er aber ein schweres Tagwerk seines Hirtenamtes vor sich. Missbräuche und Laster aller Art waren in alle Stände eingegriffen; selbst viele Geistliche von dem Verderbnis angesteckt und der Greuel der Verwüstung fast bis ins Heiligtum gedrungen. Der fromme Hirt nahm seine Zuflucht zuerst zum Gebet und eigener Bußübung zu Gott, welcher allein das Gedeihen gibt. Dann schritt er rastlos ans Werk, um mit der Gnade des Herrn aus allen Kräften den Übeln zu steuern, er predigte, unterrichtete, ermahnte, mit Bitten und Tränen; stellte den irrenden Schäflein das Verderben der Sünde vor die Augen; verkündete und malte ihnen die unendlichen Erbarmungen des guten Hirten, der sein Leben gar für seine Schafe und auch den größten Sünder wieder annimmt, wie der liebende Vater sein verlorenes Kind; wenn es sich zur Buße und Sinnesänderung zu ihm bekehrt. Unsäglich sind die Mühen, die der heilige Bischof aus sich nehmen und die Hindernisse, die er bekämpfen mußte; aber seine Geduld und Liebe überwand sie standhaft; und sein apostolischer Eifer blieb nicht ohne schöne Früchte; Gott segnete sein Wirken so, daß bald das ganze Bistum eine andere Gestalt erhielt.

Dennoch bemächtigte sich das Gefühl der Demut, in welchem er sich dieser Würde unwürdig und für diese Hirtenbürde zu schwach hielt, seiner auf`s neue und in dieser Demut verließ er nach zwei gesegneten Jahren sein Bistum, zog sich in der Stille unbekannt in eine Benediktinerabtei im Bistum Klärmont zurück und übte sich als Noviz in der Demut, Abtötung und Liebe, entschlossen, seine Lebenstage in klösterlicher Abgeschiedenheit nur Gott und seiner Seele zu widmen. Aber der Mensch denkt, und Gott lenkt. Als der heilige Vater, Gregor der Siebente, solches vernahm, sendete er ihm, in eifriger Sorgfalt für die Herde Jesus Christi, den ausdrücklichen Befehl, wieder in sein Bistum zurückzukehren und das nieder gelegte Hirtenamt wieder auf sich zu nehmen. So schwer es dem heiligen Hugo fiel, gehorchte er dennoch zur unbeschreiblichen Freude seiner Schäflein, die den zurückkehrenden Hirten, wie Kinder ihren Vater, empfingen, nahm das Bistum wieder auf sich und weidete die Herde Gottes auf`s neue mit der alten Treue und Liebe.

Ungefähr nach drei Jahren, Anno 1084, kamen der heilige Bruno und seine sechs Gefährten zu ihm, um ihn entlegener Einsamkeit Zuflucht gegen das Verderben und die Gefahren der Welt zu suchen. Da er kurz vorher ein Gesicht hatte, in welchem er 7 hell leuchtende Sterne sah, die sich in einer wilden Einöde seines Bistums, die Karthaus genannt wird, verloren; so erkannte er den Finger Gottes, nahm die Fremdlinge liebreich auf und schenkte ihnen die genannte, fünf Meilen von seiner Residenzstadt entlegene Einöde, wo denn der heilige Bruno unter seinen Augen, seiner Obhut und Mitwirkung den Karthäuserorden gründete, in welchem viele, die in der Welt Schiffbruch an der Seele gelitten, Rettung, Ruhe und Heil fanden. Der heilige Hugo, welcher dem Stifter mit aller väterlicher Hilfe an die Hand ging, ließ sich später selbst dem Orden bei zählen, brachte die meiste Zeit, die ihm von den Verrichtungen seines Hirtenamtes übrig blieb, unter den Ordensbrüdern zu, ging in Allem mir dem schönsten Beispiel der Abtötung und Demut vor und übernahm selbst die Verrichtung der geringsten Ämter. Auch in seiner bischöflichen Residenz lebte er ganz einem Karthäuser ähnlich, fastete täglich, predigte und unterrichtete das Volk vielfältig selber und war gegen die Dürftigen so mildtätig, daß er allgemein der Vater der Armen hieß. Seine äußeren Sinne hielt er aber zur Bewahrung seiner Herzensreinigkeit so in seiner Gewalt, daß von ihm gesagt wird, er habe während der fünfzig Jahre seines bischöflichen Amtes keine weibliche Person aus dem Gesicht gekannt. So liebreich und sanftmütig er dabei war, so unerschütterlich fest zeigte er sich da, wo es um die Ehre Gottes oder seiner heiligen Kirche zu tun war. Dies bewies er unter anderem in der Kirchenversammlung in Wien, wo er sich mutvoll und öffentlich gegen den Kaiser Heinrich IV., der den heiligen Vater schimpflich behandelt hatte, aussprach. Eben so kräftig beschützte und verteidigte er den rechtmäßigen Papst Innozenz II. gegen Leo Anaklet, der demselben die päpstliche Krone streitig machte und trug dadurch nicht wenig zur Herstellung des Friedens und der Einigkeit der Kirche Gottes in Frankreich bei.

"So große Tugenden blieben aber nicht ohne große leiden und Prüfungen, denn, wen der Herr lieb hat, den züchtigt er."

Nebst unzähligen äußerlichen Widerwärtigkeiten hatte der heilige Hugo mehr als vierzig Jahre lang an seinem Leib viele Kopf- und Magenschmerzen, in seiner Seele unsäglich viele Versuchungen zu leiden. Aber seine geduldige Ertragung und standhafte Bekämpfung derselben lohnte ihm Gott auch mit reichlichen Gnaden und vielen innerlichen Tröstungen. Im Gefühl der Demut weinte er oft bei der Betrachtung der Leiden Jesu Tränen des Dankes und der Liebe.

Er versuchte es später beim Papst Innozenz II. noch einmal, seine bischöfliche Hirtenwürde abzulegen. Der Papst ließ es aber nicht zu, sondern tröstete und mahnte ihn vielmehr, die Strengheit seines Lebens in Arbeit und Kasteiung zu mäßigen. Er blieb daher Bischof bis in sein achtzigstes Jahr, wo er endlich seinem Alter und seiner Kränklichkeit zu lieb, nach seinem Wunsch, einen Nachfolger erhielt. Er lebte nach seinem abgelegten Hirtenamt noch etliche Monate fast in beständigem Gebet und Betrachtung. Alter und Krankheit hatten ihm das Gedächtnis für alle zeitlichen Dinge geraubt, aber ganz wunderbar behielt er dasselbe für geistliche Dinge und das Gebet ganz vollkommen. Mit heißen Tränen beweinte er noch seine kleinen Fehler und sagte: "Nur durch die Barmherzigkeit Gottes, die man unaufhörlich anrufen soll, könne man selig werden." Endlich befreite ihn der Herr von den irdischen Banden und Leiden am 1. April im Jahre 1132, um den getreuen Diener in seine ewige Freude aufzunehmen.

Papst Innocentius II. versetzte seinen Namen nach 2 Jahren feierlich in das Verzeichnis der Heiligen.

Quellen:

  • Leben und Taten der Heiligen — Eine Legenden-Sammlung für das christkatholische Volk von Michael Sintzel, Beichtvater des Mutterhauses der barmherzigen Schwestern zu München (Zweiter Band 1839, Seite 7)
    Neu überarbeitet und digitalisiert von www.heiligenlegenden.de (2009)
Heilige, Seelige im Monat April -
  1. • Walerich (Valéry)
    • Melito v. Sardes
    • Gilbert v. Caithness
    • Hugo, v. Grenoble
  2. • Franziskus, Franz v. Paula
    • Theodosia, Theodora
    • Nicetius v. Lyon
    • Ebba u. Gefährt...
    • Launogisilus v. Boisseliere
  3. • Agape, • Chionia, • Irene
    • Ulpian von Tyrus
  4. • Isidor v. Sevilla
    • Theon oder Theonas
    • Joseph, Hymnenschreiber
  5. Vinzentius
    • Irene
  6. Wilhelm
  7. Hermann Joseph
  8. • Albert v. Jerusalem
    Beate, Beata
  9. Maria v. Ägypten
  10. Mechtildis v. Helfta
    Macarius
  11. Leo I. (Papst)
  12. Sabas der Gote
  13. Hermenegild
  14. Lidwina
  15. Petrus Gonzales
    Benedikt, Benediktus
  16. Eukratia
    Joachim von Siena
    • Fructuosis, Fructuos
  17. Anicetus
    Simeon von Seleuzia
    Rudolph, Rudolf
  18. Barbe Acarie (Marie..)
    Apollonius
    • Wikterp von Augsburg
  19. Leo IX.
    Wernerus, Werner
    Ursmar
  20. Agnes
  21. Anselm
  22. Epipodius
    Ägidius von Assisi
  23. Georgius, Georg
    Adalbert v. Prag
  24. Fidelis
  25. Markus
  26. Guilielmus und
    Peregrinus
  27. Zitta, Zita
    • Toribio, Turribius
  28. • Adalbero v. Augsburg
    Didymus
    Theodora
    Vitalis
  29. Petrus von Verona
    Katharina von Siena
  30. • Hildegardis, Hildegard
  31. Pius V.



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