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ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

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Der heilige Ingenuin, Bischof von Seben
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Der heilige Ingenuin, Bischof von Seben -

  • Festtag, Gedenktag ist der 5. Februar
  • * in ?
  • am 5. Februar um 610

Zu jener stürmischen Zeit, da die Longobarden Oberitalien im Besitz nahmen und überall ihre Macht weiter auszudehnen trachteten, erhielt die Kirche Seben, damals Sabiona genannt, einen ausgezeichneten Hirten und Beschützer an dem heiligen Bischof Ingenuin. Autharis, der Gemahl der Theodolinde, verfolgte als feindseliger Arianer die Rechtgläubigen, beraubte ihre Kirchen und bedrängte ihre Bischöfe. Ingenuin stand fest im katholischen Glauben, verband sich mit dem heiligen Agnellus, Bischof von Trient, und mit anderen katholischen Bischöfen, und wurde mit ihnen eine Schutzmauer für die Gläubigen wider die Gefahren der Verführung zum Irrtum. In seinem Eifer für den wahren Glauben nahm er sich nicht allein seiner Schäflein an, sondern er durchzog auch die benachbarten Gebirge, um die in Abgötterei und heidnischen Aberglauben versunkenen Bergbewohner in den Schafstall der Kirche einzuführen.

Um das Jahr 576 fielen die Franken in Italien ein, eroberten Agnania, eine feste Burg im Trienter Gebiet, verheerten Trient und waren schon daran, als Sieger zurück zu kehren. Aber Coin, der Anführer der Trienter, verfolgte die Franken, tötete ihren Anführer und schlug das hauptlose Heer in die Flucht.

Erbittert über diesen Verlust sammelten sie Franken neue Streitkräfte und unternehmen einen neuen Zug nach Italien. Sie eroberten wieder mehrere feste Plätze um Trient und führten die Besatzungen als Gefangene mit sich fort. Als der Heilige Ingenuin diesen Jammer des Volkes sah, war er zum innigsten Mitleiden gerührt und sann auf Abhilfe dieses großen Elendes. Er beriet sich mit seinem Freunde, dem heiligen Bischof Agnellus von Trient, wie man die Bedrohten schützen und die Gefährdeten retten könnte.

Es hatten sich nämlich sechshundert Mann in die Festung Ferrugo geworfen, um von ihr aus sich zu verteidigen. Schon stürmten sie feinde auf die Festung los, schon waren sie daran die selben einzunehmen. Jetzt traten die beiden Bischöfe zwischen die Kämpfenden und bewogen die losstürmenden Feinde durch ein Lösegeld von 600 Soldi zum Abzuge. So wurden die hart Bedrängten von einer schmachvollen Sklaverei befreit.

Dies war eines der Werke des Friedens, mit dem der heilige Bischof seine segensreiche Wirksamkeit krönte. Wahrscheinlich hatte man auch die Rückgabe der gefangenen Trienter seiner und des Bischofs Agnellus Fürbitte bei der Frankenkönigin Brunhildis zu danken. Diese Friedensvermittlung geschah um dass Jahr 591.

Späteren Nachrichten zufolge hätte der heilige noch in den letzten Jahren seines Lebens eine Missionsreise zu den noch heidnischen Bergbewohnern seiner Nachbarschaft unternommen und in dieser apostolischen Arbeit den Martertod gelitten. Allein die ältesten Berichte erzählen, er sei in seiner Diözese im Frieden dahin geschieden, nachdem er seinen guten Kampf gekämpft, seine Laufbahn vollendet, den Glauben bewahrt und die ihm anvertraute Herde dem Herrn empfohlen hatte. Als sein Sterbetag wird der 5. Januar angegeben. Sein Todesjahr ist wahrscheinlich 610. Sein Nachfolger im Bistum war Constantius. Nachdem der Bischofssitz von Seben nach Brixen verlegt war, wurden auch die Überreste des Heiligen in der Domkirche dort feierlich beigesetzt.
(Reschius, Annales eccl. Sab. et Brix.)

Quelle:

  • BAVARIA SANCTA - Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
    zur Belehrung und Erbauung für das christliche Volk - Bearbeitet von Dr. Magnus Jocham, Professor der Theologie und erzbischöflicher geistlicher Rat - Mit Gutheißung des hochwürdigsten Erzbischöflichen Ordinariats München - Freising, (1861)

BAVARIA SANCTA
Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
Band I - Zweiter Abschnitt
Bayern unter der Herrschaft der Agilolfinger

  1. Ingenuin
  2. Agnellus
  3. Eustasius und Agilus
  4. Theodelinde
  5. Emmeram
  6. Rupert
  7. Ansologus
  8. Kuniald und Gisilar
  9. Ehrentrudis
  10. Vitalis
  11. Marinus und Anianus
  12. Magnus
  13. Wikterp
  14. Erhard
  15. Corbinian, (Korbinian)
  16. Joseph
  17. Bonifazius, Apostel Deutschlands
  18. Sturmio
  19. Lantfried, Waldram, Eliland usw.
  20. Adalbertus und Oktarius
  21. Willibald
  22. Wunibald
  23. Walburga
  24. Alto
  25. Virgilius
  26. Modestus
  27. Marinus und Theklanus
  28. Gamelbert
  29. Sola
  30. Archus, Herenäus und Quartanus



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