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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

für Deutschland bearbeitet von Dr. Räß und Dr Weis




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Die heilige Ehrentrudis, Äbtissin in Salzburg
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Die heilige Ehrentrudis, Äbtissin in Salzburg -

  • Festtag, Gedenktag ist der 30. Juni
  • * in ?
  • am 30. Juni 623

Der heilige Rupert hatte alle Fürsorge getroffen, daß die von ihm gegründete Kirche Salzburgs Bestand gewinnt und immer sich ausbreitet. Zu diesem Zweck war das Kloster St. Peter und in demselben eine Schule für die künftigen Hirten und Lehrer des Volkes gegründet worden. Aber noch fehlte eines der ausgezeichnetsten Mittel, wodurch unter den christlichen Völkern des Abendlandes das Christentum feste Wurzel schlug und gleich Anfang zu jener Blühte gelangte, in der es eine Menge frommer Seelen zur höchsten Stufe der Heiligkeit führte. Es waren dies die Frauenklöster.

Um in seinem Kirchensprengel Frauenkloster zu gründen, ließ der heilige Bischof seine Nichte Ehrentrudis aus dem Frankenland kommen.

Die selbe hatte schon in der Heimat viele Jahre in klösterlicher Einsamkeit gelebt und war selbst ein Muster christlicher Selbstverleugnung und unermüdeter Tätigkeit für Verwahrloste und Elende geworden. Ihr wurde von Gott angekündet, daß ihr Oheim sie nach Deutschland berufen werde, und zugleich wurde sie aufgefordert, diesem Rufe zu folgen; denn das Werk, das der heilige Bischof durch sie zu begründen vorhabe, werde den Segen vom Herrn empfangen und das Heil der Gläubigen wunderbar fördern.

Im Gehorsam gegen diese göttliche Mahnung verließ nun die heilige Jungfrau, als ihr Oheim sie berief, ihre Heimat und kam nach Bayern. Mehrere gottgeweihte Jungfrauen begleiteten sie auf diesem Wege, um mit ihr am neuen Bestimmungsort dem Herrn zu dienen.

Der heilige Rupert erbaute indessen in der Näher der Burg, auf dem so genannten Nonnenberg ein Kloster für Nonnen und übergab es seiner Nichte. Diese setzte dort mit ihren Gefährtinnen das klösterliche Leben fort, wie sie es in ihrem Heimatland gewöhnt gewesen. Sie nahmen sich ganz besonders der Erziehung armer, verlassener Kinde an. Ehrentrudis reinigte die mit Ausschlag und Ungeziefer behafteten Kinder und pflegte sie mit mütterlicher Liebe. Wo es eine widrige und lästige Beschäftigung im Kloster gab, war sie die erste zur Hand, als wäre sie die geringste aus Allen. Um so mehr war sie von ihren Schwestern und von allem Volke verehrt. Sie unterrichtete die Kinder im Christentum und lehrte ihre Mitschwestern den Weg der Vollkommenheit, auf dem sie selbst ihnen voran ging. So unterstützte sie den heiligen Bischof in dem Werke der Bekehrung dieses Landes und wurde die geistliche Mutter für viele Tausende.

Als der heilige Rupert durch göttliche Mahnung an sein nahes Ende erinnert worden war, verkündete er dieses seiner Nichte mit den Worten: „Bete für mich, meine Schwester, denn meine Stunde naht!” Die heilige Jungfrau warf sich weinend zu seinen Füßen und bat ihn, er möchte doch Gott bitten, daß sie ihm, wenn er scheiden würde, recht bald folgen dürfe.

Nach dem Tode des Heiligen lebte Ehrentrudis nur mehr kurze Zeit. Alles Verlangen ihrer Seele ging nach ihrem Heiland und Bräutigam Jesus Christus. Als sie einst des Nachts voll Sehnsucht und mit Inbrunst ihres Herzens zum Herrn um baldige Auflösung betete, erschien ihr der heilige Rupert und sprach zu ihr: „Komm, geliebte Schwester, komm in das Reich, für das du schon so viel gearbeitete hast.” Voll Dank für diese liebevolle Ankündigung ihres seligen Endes bereitete sich die treue Dienerin des Herrn mit größter Sorgfalt auf die Todesstunde vor. Bald darauf überfiel sie eine Kränklich. Sie wurde mit den heiligen Sterbesakramenten versehen und entschlief sanft im Herrn den 30. Juni, wahrscheinlich in dem selben Jahr, in welchem der heilige Rupert dahin geschieden ist.

Kaiser Heinrich der Heilige hatte eine besondere Verehrung zu der heiligen Ehrentrudis. Auf ihre Fürbitte hin ist er von einer Krankheit genesen, weil er Zuflucht zu dieser Heiligen genommen hatte. Zum danke dafür ließ er das zerfallene Kloster aus dem Nonnenberg wieder herstellen im Jahr 1009. Das so wieder hergestellte Kloster wurde dann vom Bischof Hartwig eingeweiht, und die Gebeine der Heiligen wurden in der neu restaurierten Klosterkirche am 4. September des Jahres 1009 feierlich beigesetzt. Dort blieben sie bis zum Jahr 1624. Im Jahr 1624 wurde ein silberner Reliquienkasten für diese Heiligen Reliquien gefertigt und ein neuer Altar aus Marmor zu Ehren der Heiligen erbaut. In diesem Altar ist ihr heiliger Leichnam noch jetzt im silbernen Kasten aufbewahrt. An hohen Festtagen wird der selbe öffentlich zur Verehrung ausgestellt.
(Butler, Leben der Heiligen.)

Quelle:

  • BAVARIA SANCTA - Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
    zur Belehrung und Erbauung für das christliche Volk - Bearbeitet von Dr. Magnus Jocham, Professor der Theologie und erzbischöflicher geistlicher Rat - Mit Gutheißung des hochwürdigsten Erzbischöflichen Ordinariats München - Freising, (1861)

BAVARIA SANCTA
Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
Band I - Zweiter Abschnitt
Bayern unter der Herrschaft der Agilolfinger

  1. Ingenuin
  2. Agnellus
  3. Eustasius und Agilus
  4. Theodelinde
  5. Emmeram
  6. Rupert
  7. Ansologus
  8. Kuniald und Gisilar
  9. Ehrentrudis
  10. Vitalis
  11. Marinus und Anianus
  12. Magnus
  13. Wikterp
  14. Erhard
  15. Corbinian, (Korbinian)
  16. Joseph
  17. Bonifazius, Apostel Deutschlands
  18. Sturmio
  19. Lantfried, Waldram, Eliland usw.
  20. Adalbertus und Oktarius
  21. Willibald
  22. Wunibald
  23. Walburga
  24. Alto
  25. Virgilius
  26. Modestus
  27. Marinus und Theklanus
  28. Gamelbert
  29. Sola
  30. Archus, Herenäus und Quartanus



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