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Leben der Väter und Märtyrer
ursprünglich in englischer Sprache verfaßt von Alban Butler

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Der heilige Valentin, Bischof in Passau
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Der heilige Valentin, - Bischof in Passau

  • Festtag, Gedenktag ist der 7. Januar
  • * in ?
  • am 7. Januar 470

Der heilige Valentin soll vor seiner Ankunft in Deutschland an der Ostseeküste gelebt haben. Voll heiligen Eifers die Lehre des Heils zu verkünden, war er um das Jahr 440 nach Passau gekommen. Hier traten dem recht gläubigen, vom Geiste der Apostel beseelten Diener Gottes zwei Parteien entgegen. Die eine bestand aus Götzendienern, die mit aller Hartnäckigkeit an ihrer Abgötterei und den damit verbundenen Lastern fest hielten; die andere aus Solchen, welche das Christentum in einer von arianischen Irrlehrern verstümmelten Weise empfangen hatten und bekannten. Valentin nahm es mit beiden auf und suchte sie von dem einzig und allein selig machenden Glauben an den Mensch gewordenen Sohn Gottes und Erlöser der Menschen zu überzeugen. Jedoch alle seine Bemühungen waren fruchtlos.

Jetzt entschloß er sich, nach Rom zu reisen, um vom Vater der Christenheit die apostolische Sendung zu empfangen. Damals regierte Papst Leo I. die Kirche Gottes. Dieser nahm ihn freundlich auf und befahl ihm, wieder nach Passau zurück zu kehren und an der Bekehrung der Ungläubigen und Irrgläubigen zu arbeiten. Der heilige kehrte mit neuem Eifer und mit apostolischer Vollmacht ausgerüstet in seinen Weinberg zurück, um das Unkraut auszurotten und guten Samen auszustreuen. Es schien jedoch, als fiele aller Samen des göttlichen Wortes auf Felsen, und als sei all seine Tätigkeit`ganz umsonst.

Diese Wahrnehmung bestimmte den Glaubensprediger, nochmal nach Rom zu reisen und sich vom heiligen Vater ein anderes Ackerfeld zu erbitten, von dem man doch einige Früchte erwarten könnte.

Der Papst weihte ihn bei dieser zweiten Ankunft in Rom zum Bischof und trug ihm auf, er solle es auch zum dritten Male versuchen, die Verirrten wieder zurück zu führen und die geistig Toten zu beleben. Er sollte anhalten mit Lehren und Ermahnen zur Zeit und zur Unzeit; endlich werde er doch auf die Früchte seiner Arbeiten schauen können. Würde aber auch dieser dritte Versuch mißlingen, dann sei es ihm erlaubt, die Talebene zu verlassen und die verlorenen Schafe auf Bergen und in Wäldern aufzusuchen und in den Schafstall Christi einzuführen.

Ermuntert durch das Wort des Oberhirten und gestärkt durch die Fülle des göttlichen Geistes wanderte der Heilige zum dritten Mal nach Passau und begann dort aufs neue seine Missionstätigkeit. Aber auch diesmal richtete er nichts aus. Der Haß der arianischen Irrlehrer fiel jetzt noch am schwersten auf ihn. Durch ihre Bosheit und Umtriebe wußten sie das Volk gegen den Heiligen aufzuhetzen, so daß er mißhandelt und flüchtig die Stadt verlassen mußte.

Jetzt verließ der heilige Bischof in tiefster Betrübnis diese Stadt und Gegend, und wendete sich gegen die Gebirge Rhätiens hin, allenthalben das Evangelium verkündend und die Ungläubigen zur Buße und Bekehrung auffordernd. Das Ziel dieser seiner apostolischen Wanderung war das südliche Tirol. In der Nähe des heutigen Meran ließ er sich endlich nieder. Hier sammelte sich bald eine große Gemeinde um ihn, die er als ihr Seelenhirte leitete. An diesem Orte erbaute er für einige Priester ein Haus. Diese sollten ihn in seinen apostolischen Arbeiten unterstützen und nach seinem Tode das angefangene Werk fortführen. Dort wohnte er selber, wenn er von seinen Missionsreisen aus dem Gebirge zurückgekehrt war und durch Gebet und Betrachtung sich sammeln und kräftigen wollte.

Durch götttliche Mahnung war er an das Ende seines Lebens erinnert. Er sagte auch seinen Todestag den Seinigen voraus und starb um das Jahr 470 den Tod des Gerechten. Gott der Herr hatte seinen treuen Diener, der sein Werk mit so großer Geduld und Ausdauer und mit scheinbar so wenig Furcht gewirkt hat, schon im Leben mit der Wundergabe ausgezeichnet. Auch sein Grab wurde durch viele Wunder verherrlicht, die der Herr auf seine Fürbitte wirkte.

Der Leib dieses heiligen Bischofs war anfänglich in Mais bei Meran begraben worden. Dort steht noch ein ihm geweihtes Kirchlein. In der Folgezeit wurde er, und zwar nach dem Tode des heiligen Corbinian, durch den Herzog Thassilo nach Passau gebracht, wo seit seiner Flucht der Same des göttlichen Wortes aufgegangen war und schon herrliche Früchte trug. Dort wurde er vor der Türe der Kathedrale des heiligen Märtyrers Stephanus, zwischen den zwei Mauern, neben der bischöflichen Wohnung beigesetzt. In den Jahren 1119-1124, als Papst Calixtus II. die Kirche regierte, wurde dieser heilige Leib wieder aufgefunden und vom Bischof Udalrich in Gegenwart mehrere Bischöfe und einer ungeheuren Volksmenge in der Domkirche zur Verehrung ausgesetzt. Bei dieser feierlichen Erhebung des heiligen Leichnams geschahen aufs Neue wieder viele Wunder.

Die Kirche und Diözese Passau verehrt den heiligen Valentin als ihren Schutzpatron und feiert sein Andenken am 7. Januar.
(Bolland, VII Januar.)

Quelle:

  • BAVARIA SANCTA - Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
    zur Belehrung und Erbauung für das christliche Volk - Bearbeitet von Dr. Magnus Jocham, Professor der Theologie und erzbischöflicher geistlicher Rat - Mit Gutheißung des hochwürdigsten Erzbischöflichen Ordinariats München - Freising, (1861)

BAVARIA SANCTA
Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
Band I - Erster Abschnitt
Bayern unter der Herrschaft der Römer
    Erster Abschnitt
    Bayern unter der Herrschaft der Römer
    »» Vorbemerkung ««
  1. Maximilian
  2. Florianus
  3. Victorin
  4. Quirinius
  5. Afra
  6. Narciissus und die Bekehrung Afra`s
  7. Cassian
  8. Sisinius, Martyrius, Alexander
  9. Vigilius
  10. Maxentia, Mutter des Vigilius
  11. Claudianus, Majorianus
  12. Romedius u. Gefährten
  13. Valentin
  14. Severin
  15. Silvinus
  16. Maximus u. die 50 Märtyrer



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