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Der heilige Utto, Stifter und erster Abt des Klosters Metten
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Der heilige Utto, Stifter und erster Abt des Klosters Metten -

  • Festtag, Gedenktag ist der 3. Oktober
  • * in ?
  • am 3. Oktober 813

Utto war von dem heiligen Gamelbert, als dieser von seiner Wallfahrt nach Rom zurück kehrte, getauft worden. Im prophetischen Geiste hatte der heilige Priester in dem neu getauften seinen künftigen Nachfolger erkannt. Die Jugend Geschichte des Heiligen ist nicht bekannt. Kurze Zeit vor dem Tode seines geistlichen Vaters kam Utto nach Michelsbuch. Hier wurde er von dem selben als sein Nachfolger erklärt. Utto trat ganz in die Fußstapfen seines heiligen Vorfahrers. Er unterrichtete das Volk in den Wahrheiten des Heils und war ihnen selbst ein Vorbild gottgeheiligten Wandels. Allen Geschäften der Seelsorge unterzog er sich mit aufopfernder Liebe, bis er durch die Schrecken des Krieges von Michelsbuch vertrieben wurde. Damals hatte sich nämlich der bayerische Herzog Thassilo II. mit den wilden Avaren gegen Karl den Großen verbunden und war von diesem bekriegt worden. Die rohen, blutdürstigen und raublustigen Avaren verheerten alles, und Utto flüchtete sich an das linke Donau Ufer in die Gegend, wo jetzt das Kloster Metten steht. Hier wollte er nach Art der Einsiedler ein verborgenes und beschauliches Leben führen.

Nachdem er schon mehrere Jahre in dieser Einsamkeit zugebracht hatte, wurde er einst von Karl dem Großen, der sich in dieser Gegend auf der Jagd befand, in des Waldes Tiefe aufgefunden. Karl erkannte in dem frommen Einsiedler einen Mann, der Großes unternehmen könnte. Zugleich wünschte er die Gründung eines Klosters in dieser Gegend, zur Kultur des Landes und der Leute. Er beauftragte den Utto mit dem Bau des Klosters und unterstützte ihn bei diesem Unternehmen.

In kurzer Zeit stand am Fuße der Vorberge des Bayerischen Waldes das Kloster Metten da. Es war nur eine halbe Stunde von Utto‘s Einsiedelei entfernt und dem Schutze des heiligen Erzengels Michael geweiht.

Karl der Große nahm sich der neuen Pflanzung fortwährend mit zärtlicher Liebe an. Er hatte den Utto zum Abt des Klosters ernannt. Als er im Jahre 800 in Rom die Kaiserkrone empfangen hatte, bat er den Papst Leo III. um die Bestätigung des Abtes in seiner Würde und um verschiedene Privilegien für das neu gegründete Kloster. Der Papst gewährte ihm seine Bitten und sendete dem Abte des neuen Klosters durch den Bischof Adolvinus von Regensburg einen Abtstab mit einem Griffe von Elfenbein, worin die Worte:

„Quod Dominus Petro, Petrus tibi contulit Utto.” (Was der Herr dem Petrus gab, gibt Petrus dir, Utto.

Utto leitete die neue Klostergemeinde etwa 24 Jahre lang mit großer Weisheit und Kraft. In allen Übungen der Gottseligkeit und in allen Arbeiten und Mühen des gottgeheiligten Lebens leuchtete er den Seinigen als ihr Vorbild voran. Unter ihm gewann der geistige Bau eine solche Festigkeit, daß keine Stürme von außen und von Innen ihn mehr erschüttern und gänzlich verderben konnten. Endlich legte er seinen Hirtenstab nieder, um vom Herrn den Lohn eines treuen Dieners zu empfangen. Er starb in einem Alter von 82 Jahren, den 3. Oktober 813. An diesem tage wird auch in Metten sein Fest gefeiert.

Der Leichnam des frommen Stifters wurde in der Kirche des Klosters begraben und wird nebst dem berühmten, vom Papste gesendeten Hirtenstabe als ein kostbarer Schatz im Kloster aufbewahrt. Die geistlichen Söhne des Dahin geschiedenen verehrten den geistlichen Vater nach seinem Tode, wie sie ihm schon im Leben Verehrung erwiesen hatten. Von einer feierlichen Erhebung seiner Reliquien oder von einer Heiligsprechung melden die geistlichen Nachrichten nichts. Darum wird er in dem Martyrologium der Benediktiner auch nicht „heilig”, sondern selig genannt.

Metten ist bekanntlich eines von den wenigen Klöstern, die nach den Stürmen der Säkularisation sich wieder aus dreißigjährigem Schlafe erhaben haben und jetzt aufs neue wieder blühen. Der Segen seines Stifters ruhet auf dem gottgeheiligten Hause und wird auf ihm bleiben, wenn auch ärgere Stürme kommen, als die der Säkularisation gewesen ist.

(Bolland. Rader)

Quelle:

  • BAVARIA SANCTA - Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
    zur Belehrung und Erbauung für das christliche Volk - Bearbeitet von Dr. Modestus Jocham, Professor der Theologie und erzbischöflicher geistlicher Rat - Mit Gutheißung des hochwürdigsten Erzbischöflichen Ordinariats München - Freising, (1861)
BAVARIA SANCTA
Leben der Heiligen und Seligen des Bayerlandes
Band I - Dritter Abschnitt
Bayern unter der Herrschaft der Karolinger

  1. Karl der Große
  2. Hildegardis
  3. Utto
  4. Gerold
  5. Winthir
  6. Simpert
  7. Totto
  8. Arno v. Salzburg
  9. Aigilis
  10. Nidgar
  11. Deochar
  12. Arno v. Würzburg
  13. Richardis
  14. Rathardus
  15. Adelindis
  16. Adalbero
  17. Tuto
  18. Rasso oder Ratho
  19. Lambertus
  20. Eberhard



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